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083 - Morkans Horrorwürmer

083 - Morkans Horrorwürmer

Titel: 083 - Morkans Horrorwürmer Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Larry Brent
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sicherlich
nützlich sein werden...« Achselzuckend erhob Scanner sich. Ihm wurden
Handschellen angelegt und dann zogen die Beamten mit ihm davon. Die Ereignisse
unten am Strand hatten die davon unterrichtete Polizei auf Scanners Spur
gebracht. Die Beschreibung, die man von ihm erhalten hatte, passte genau zu dem
Mann, der polizeilich gesucht wurde. »Es ist sogar besser so für ihn«, sagte
Kunaritschew und er fingerte bei diesen Worten gedankenversunken nach dem
Zigarettenetui, das er diesmal in der Gesäßtasche seiner Shorts stecken hatte.
    »In
der Zelle ist er in Sicherheit und er kommt nicht auf komische Gedanken,
Towarischtsch...« Der Russe schnippte sich eine seiner selbstgedrehten
Zigaretten aus dem Etui. Grain, der in diesem Moment ebenfalls ganz mechanisch
nach der Zigarettenschachtel in der Brusttasche seines karierten Hemdes griff,
musste feststellen, dass die Schachtel leer war. »Dann nehmen Sie ruhig eine
von mir, Towarischtsch.« Mit diesen Worten hielt er dem Amerikaner das
geöffnete Etui hin. »Yeah, ich weiß nicht so recht«, meldete Grain Zweifel an.
»Ich rauche ‘ne ziemlich starke Marke. Ich weiß nicht, was Sie für eine
benutzen...«
    »Gar
keine Marke«, entgegnete der Russe mit seiner dunklen, kräftigen Stimme. »Ich
fabriziere die Dinger selbst... Sie sind recht würzig.«
    »Na
ja«, winkte Grain ab. »Würzig und stark, ist noch lange nicht dasselbe. Aber in
der Not raucht der Teufel auch Fliegendreck...«
    »Ja«,
warf X-RAY-3 beiläufig ein. »So ähnlich könnte Iwans Hausmarke auch
schmecken...«
    »Wie
bitte? Was meinten Sie?«, fragte Grain schnell, der im Moment nicht hingehört
hatte. »Mein Freund, Towarischtsch, meint, dass meine Zigaretten eigentlich
nicht zu verachten sind«, machte sich Iwan an Larrys Stelle bemerkbar. Grain
schnupperte genüsslich an dem Stäbchen und steckte es sich dann zwischen seine
Lippen. »Ich würde mit dem Rauchen warten, bis ich auf dem Schiff wäre, Mister
Grain...«, warnte Larry Brent den Mann, der die gleiche Nationalität wie er hatte.
    »Warum
denn das?«
    »Falls
Ihnen übel wird. Auf dem Schiff gibt’s Tüten. Hier im Garten des Atztek-Hotels ...
na, ich weiß nicht...« Grain grinste. »Ich bin keine vierzehn mehr, Mister
Brent. Als ich meine erste Zigarette probierte, wurde mir speiübel und ich
rannte wie von Furien gehetzt zum nächsten Klo. Aber einem gestandenen Mann...
Sie machen vielleicht Scherze! So etwas passiert mir natürlich heutzutage nicht
mehr...«
    Iwan
reichte dem Artikelschreiber und Schriftsteller höflich Feuer. Grain warf dabei
einen Blick auf seine Uhr. »Wenn wir die Dreizehn-Uhr-Fähre noch kriegen
wollen, sollten wir uns allerdings jetzt auf den Weg machen. Ich nehm aus dem
Hotel nur ein paar Kleinigkeiten mit...«
    »Ich
hol aus unserem Wohnmobil, das drüben auf dem Campingplatz steht, nur meinen
Kulturbeutel mit Seife und Zahnbürste und mach mich schnell frisch. Rasierzeug
erübrigt sich bei mir. In zehn Minuten also unten an der Anlegestelle?«
    »Okay...«,
Grain nahm einen weiteren tiefen Zug von der Selbstgedrehten. »Das schaff ich
bequem und...« Abrupt unterbrach er sich. Sein Gesicht verfärbte sich, wies
eindeutig einen grünlichen Schimmer auf. »Heh?«, ächzte der Mitarbeiter von Weekend .
»Was haben... Sie denn da verarbeitet? Das schmeckt wie angesengte Kohlblätter
mit zerdrückten Knoblauchzehen... Ich...« Tränen schossen ihm in die Augen und er konnte den beißenden Hustenreiz ebenso wenig
unterdrücken wie den plötzlichen Zwang, davonrennen zu müssen. Hinein ins
Hotel. »Ich bin gleich zurück! Ich hoffe, dass ich die Fähre noch schaffe!«,
rief er ihnen von weitem zu und schon verschwand er durch den Hintereingang des Atztek-Hotels . Es war wie damals, als er mit vierzehn seine erste
Zigarette rauchte...
     
    ●
     
    Das
war das Ende! Carlos Morkan sah alles vor seinen Augen kreisen.
    Die
Beschleunigung war so stark, dass er meinte in einer Rakete zu sitzen, die zum
Mond geschossen wurde. Er fühlte einen Stoß gegen den Kopf, wurde durch das
Innere der kleinen Kabine geschleudert und landete mit dem Rücken gegen die
runde Wand, in der die Monitore eingelassen waren. Nichts mehr funktionierte.
    Die
Motoren standen still, sämtliche Lichtquellen waren erloschen, und Morkan kam
sich so vor, als wäre er in einen Sarg eingesperrt, der einem Abgrund
entgegenraste. Der Druck in seinem Hirn wurde so stark, dass er meinte,
zwischen zwei Mühlsteine geraten zu sein. Das Blut

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