1000 Places to See Before You Die
farbenfrohen alten Villen sind heute Hotels. Auch an guten Restaurants, Cafés, palmengesäumten Plätzen und pittoresken alten Kirchen ist kein Mangel. Die Mauern sollten, wie die außerhalb gelegenen Festungen San Sebastián de Pastelillo und San Felipe de Barajas, die reichste Stadt Kolumbiens vor Plünderern schützen. Besonders gefürchtet zu jener Zeit war der legendäre Sir Francis Drake.
Cartagena ist ein einziger Farbenrausch; die Häuser leuchten in Rot, Blau und Orange und sind oft von Blumen umrankt. Die Stadt hallt wider von afrokaribischen Rhythmen wie
cumbia, vallenato
oder
champeta;
manchmal wähnt man sich in der Altstadt Havannas (siehe → hier ). Über die Plaza Santo Domingo mit ihrer üppigen, erotischen Botero-Skulptur schlendern die
palenqueras –
Frauen, die mit Früchten gefüllte Schalen auf dem Kopf balancieren. Auf der dreieckigen Plaza de los Coches locken in den hübschen alten Häusern Geschäfte, Restaurants und Bars.
Cartagenas bestes Hotel ist das luxuriös sanierte Convento de Santa Clara aus dem frühen 17. Jh. Gäste können sich im riesigen Pool erfrischen; das Abendessen wird im ehemaligen Refektorium des Nonnenklosters serviert, das mitten in einem blühenden Garten liegt.
In der Stadt gibt es heute mehr als ein Dutzend Luxushotels, darunter auch das intime Hotel Agua in einem Kolonialbau aus dem 17. Jh. mit nur 6 individuell gestalteten Räumen. Vom Pool auf der Dachterrasse aus hat man einen schönen Blick über die Stadt und das Meer.
Der schönste Ort, die Blaue Stunde zu genießen, ist das Café del Mar auf der Stadtmauer. Im Restaurant La Vitrola können Sie sich in nostalgischer Atmosphäre mit exzellenter kubanisch-karibischer Küche verwöhnen lassen. Die träge sich drehenden Deckenventilatoren, die tadellos gekleideten Kellner und das kubanische Jazzquartett schicken Sie auf eine Zeitreise in eine vergangene Ära.
Wenn Ihnen der Sinn nach Romantik steht, dinieren Sie im Club de Pesca unter freiem Himmel, mit Blick auf den Jachthafen und das Arbeiterviertel Getsemaní. Serviert werden moderne, von der karibischen Küche beeinflusste Gerichte. Das altehrwürdige Hotel Monterrey bietet schlichte, aber großzügige Zimmer zu moderaten Preisen. Von der Terrasse im 5. Stock aus, wo es sich mit einem Drink wunderbar entspannen lässt, hat man den wahrscheinlich besten Ausblick der ganzen Stadt.
H OTEL S ANTA C LARA : Tel. +57/5-650-4700; www.hotelsantaclara.com .
Preise:
€ 260 (Nebensaison), € 366 (Hochsaison). H OTEL A GUA : Tel. +57/5-664-9479; www.hotelagua.com.co .
Preise:
€ 252 (Nebensaison), € 289 (Hochsaison). C AFÉ DEL M AR : Tel. +57/5-664-6513;
Preise:
Dinner € 33. L A V ITROLA : Tel. +57/5-660-0711;
Preise:
Dinner € 45. C LUB DE P ESCA : Tel. +57/5-660-4594; www.clubdepesca.com .
Preise:
Dinner € 37. H OTEL M ONTERREY : Tel. +57/5-650-3030; www.hotelmonterrey.com.co .
Preise:
€ 115. R EISEZEIT : Dez.–Apr.: Trockenzeit; Anf. Jan.: Cartagena International Music Festival; 20. Jan.:
Fiesta de la Candelaria;
Mitte März: Karibisches Musikfest, Internationales Kinofestival; Ende März–Anf Apr.: Ibero-amerikanisches Theaterfestival.
Die berühmten
palenqueras
balancieren mit Obst gefüllte Schalen auf dem Kopf
.
Wo der mächtige Strom entspringt
D AS P ERUANISCHE AMAZONASGEBIET
Amazonas, Peru
D er Zusammenfluss von Ucayali und Marañón im peruanischen Loreto gilt als legendärer Quell des mächtigen Amazonas, über 3800 km entfernt von seinem Mündungsdelta an der Atlantikküste. Obwohl Brasilien den Großteil des Ruhms als Heimstätte des Amazonas (siehe → hier ) für sich beansprucht, ist Peru einer der besten Orte, um ihn zu erkunden. Das Tor zum Amazonasgebiet ist Iquitos, die größte Stadt der Region. Von hier aus können Sie die Quellgebiete des längsten Flusses des amerikanischen Kontinents und das artenreiche Naturschutzgebiet Pacaya-Samiria erkunden. Es ist das größte geschützte Feuchtgebiet der Erde.
International Expeditions, einer der Pioniere in der Region, bringt bis zu 28 Passagiere an Bord der nostalgischen
La Amatista
tief in den Dschungel. Haltgemacht wird an den zahlreichen kleinen Siedlungen, wo Sie einem Schamanen oder einer der vielen 1-Klassenzimmer-Schulen einen Besuch abstatten können. Einheimische Naturführer bringen Ihnen den Reichtum der Fauna näher: Mit kleinen Ausflugsbooten kann man Seitenarme, geflutete Waldgebiete oder Stauwasserseen erkunden und von dort aus geführte Wanderungen
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