1000 Places to See Before You Die
ASA A REQUIPA : Tel. +51/54-284-219; www.arequipacasa.com .
Preise:
€ 55. R EISEZEIT : ganzjährig angenehmes Klima; 15. Aug.: Gründungsfest der Stadt mit Umzügen und Konzerten.
Im Herzen des Inkauniversums
C USCO UND DAS H EILIGE T AL DER I NKA
Peru
Z war machen viele Perureisende auf dem Weg nach Machu Picchu (siehe → hier ) und zu anderen archäologischen Stätten im Heiligen Tal einen Zwischenstopp in Cusco. Das von alter Kultur und der geheimnisvollen Schönheit der Anden umgebene Städtchen wird bisher jedoch kaum um seiner selbst willen besucht.
Cusco wurde im 12. Jh. gegründet und ist die älteste kontinuierlich bewohnte Stadt Südamerikas. Hier lagen die Wiege und das Zentrum des Inkareiches, auf Quechua bedeutet
qosqo
„Nabel der Welt“. Die Altstadt um die zentrale Plaza de Armas zeugt bis heute von den Jahren, die auf die Ankunft Pizarros im Jahr 1532 folgten – ein Ereignis, das letztendlich die Zerstörung des einst größten Reiches der westlichen Hemisphäre zur Folge hatte.
Herzstück der Plaza ist die barocke Kathedrale, einer der prächtigsten kolonialen Sakralbauten des ganzen Kontinents. Sie ist umgeben von weiteren Kirchen, Villen und Kolonnadengängen, allesamt erbaut auf den Ruinen und Fundamenten von Inkatempeln und -palästen.
Individuelle, handgewebte Kopfbedeckungen, Schultertücher und Röcke gehören zur traditionellen Tracht der Quechua-Frauen.
Nur wenige Schritte vom Hauptplatz entfernt liegt das Hotel Monasterio im ehemaligen Seminar San Antonio de Abad aus dem 16. Jh. Bis heute konnte es sich mit seinen grünen Patios, Bogengängen, Brunnen und religiösen Kunstwerken den Zauber der Kolonialzeit bewahren. Die alten Mönchszellen wurden vergrößert und in komfortable Zimmer umgewandelt. An der nahen Plaza Nazerenas steht eines der ältesten spanischen Häuser der Stadt, die Inkaterra La Casona. Das wunderschön restaurierte Herrenhaus beherbergt heute Cuscos ältestes kleines Luxushotel. Die 11 Suiten mit offenem Kamin gruppieren sich um einen friedlichen Patio. Eine etwas preiswertere Alternative ist das Niños Hotel. Die 19 schlichten, aber großen Zimmer liegen in 2 sanierten historischen Gebäuden. Das 1996 eröffnete Haus lässt einen Teil seiner Einnahmen Hunderten von Kindern in der Stadt zukommen, um Schulausbildung und medizinische Versorgung zu gewährleisten.
Direkt vor der Stadt liegen die Ruinen von Sacsayhuamán, einem Festungskomplex aus enormen, bis zu 360 t schweren, kunstvoll aufgeschichteten Steinquadern. Hier fand 1556 einer der letzten Versuche der Inka statt, ihr Reich von den Spaniern zurückzuerobern. Zwischen den Ruinen wird jedes Jahr zur Wintersonnwende
Inti Raymi
gefeiert, das große Sonnenfest der Inka.
Das Urubamba- oder Heilige Tal war das Herz des Inkareiches. Es erstreckt sich vom Städtchen Pisac bis nach Ollantaytambo. Geprägt ist die Gegend von Terrassenfeldern, alten Ruinen und zauberhaften Kolonialstädtchen. Durch das Tal schlängelt sich der Fluss Urubamba, berühmt für seine Raftingstrecken und den Inkapfad (siehe → hier ), der bis nach Machu Picchu führt. Beliebtester Startpunkt für eine Wanderung auf dem Inkapfad ist Ollantaytambo mit seiner gut erhaltenen mächtigen Festung. In der authentischen Inkastadt, die während der Blütezeit des Reiches von großer strategischer Bedeutung war, haben sich bis heute die alten Straßennamen, der Stadtgrundriss, das alte Bewässerungssystem und viele Wohnhäuser erhalten. Der sonntägliche Markt und die Messe, die in der Kirche San Pedro Apostál in Pisac auf Quechua abgehalten wird, ziehen zahllose Händler, Gläubige und Touristen an. Nicht weniger denkwürdig ist eine Wanderung hinauf zu Pisacs Ruinen und dem Netzwerk aus alten Festungsanlagen der Inka auf den Hügeln über der Stadt. Lassen Sie sich nicht die schimmernden Salzterrassen von Maras und die rätselhaften Inka-Terrassenfelder von Moray entgehen, die in einer Reihe natürlicher Dolinen angelegt wurden. Auch der Sonntagsmarkt von Chinchero ist ein Erlebnis, die örtliche Kirche eine kuriose Mischung aus Inkaruine und katholischem Gotteshaus. Zu den schönsten der vielen neuen Unterkünfte im Tal gehört die abgeschiedene Sol y Luna Lodge in Urubamba. Das Ensemble aus 28 runden Bungalows ist von blühenden Gärten und dem Panorama der Berge umgeben. Zum Haus gehören auch ein erstklassiges Restaurant und ein kleines Spa.
W O : Cusco liegt 1153 km südöstl. von Lima. H OTEL M ONASTERIO : Tel. +51/84-604-000;
Weitere Kostenlose Bücher