1000 Places to See Before You Die
die Fälle der Blick oft von Wolken verstellt. Eine Wanderung am Fuße des Salto Ángel ist somit immer noch die beste Option.
Das knapp 50 km von den Fällen entfernte Pemón-Indianerdorf Canaima ist das Tor zur La Gran Sabana. Der niederländische Abenteurer und Pionier Rudy Truffino eröffnete hier 1956 eine Lodge mit 15 Unterkünften und nannte sie Campamento Ucaima. Rudy lebt nun schon lange nicht mehr; heute führen seine Töchter unterstützt von der treuen Belegschaft die Lodge und ein Camp am Fuß der Fälle. Sie können auch extra niedrige Flüge über die Fälle für Sie organisieren, wenn der obere Abschnitt von Wolken verhangen ist, was relativ häufig vorkommt.
W O : 725 km südöstl. von Caracas. C AMPAMENTO U CAIMA : Tel. +58/289-808-9251; www.junglerudy.com .
Preise:
2 Tage pro Person ab € 266 (Nebensaison), 3 Tage € 696 (Hochsaison), all-inclusive. R EISEZEIT : Juni–Jan.: inoffizielle Hochsaison, dann sind die Fälle am mächtigsten, wenn auch häufig von Wolken verdeckt.
Der älteste und größte Meeresnationalpark der Karibik
I SLAS LOS R OQUES
Venezuela
D ie Inseln vor Venezuelas Küste sind außerhalb des Landes kaum bekannt, die Einheimischen aber schwärmen in den höchsten Tönen von ihnen. Die Islas los Roques bilden ein bezauberndes Archipel aus 40 größeren und mehr als 250 kleineren Inseln; ähnlich paradiesische Schnorchel- und Tauchgebiete gibt es in dieser Form in der Karibik schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Die reich bevölkerte, bizarre Unterwasserlandschaft ist geprägt von ganzen Wäldern aus Korallen, senkrechten Abhängen, Höhlen und Felsnadeln. Der über 2200 km 2 große Nationalpark Los Roques Archipelago wurde 1972 gegründet und ist heute der älteste und größte maritime Nationalpark der Karibik. Aber auch Landratten kommen an den pudrig weichen, menschenleeren Sandstränden auf ihre Kosten, zahlreiche Vogelarten wie Scharlachsichler, Rotfußtölpel und Flamingo leisten bunte Gesellschaft.
Auf Gran Roque gibt es sogar einen kleinen Flughafen. Die Insel ist ansonsten eine autofreie Zone; die etwa 1000 Einwohner leben vor allem im kleinen Fischerdorf. Es gibt ein paar Dutzend schlichter Posadas in venezolanischer Hand, darunter mischen sich die etwas edleren Herbergen, die vorwiegend im Besitz der vielen Italiener sind, die auf der Insel leben. Zu ihnen gehört die intime, strahlend weiße Posada Movida mit nur 6 Zimmern. Es gibt sogar einen hauseigenen Bootsservice, der Sie zum Sonnenbaden und Schnorcheln zu den entlegensten Inseln des Archipels bringt. Zurück in der Posada, können Sie dort in einem der besten Restaurants der Insel speisen. Los Roques ist auch der ideale Ort für Trendsportarten wie Kitesurfen und Seekajakfahren und außerdem ein traumhaftes Revier für Fliegenfischer; es gibt riesige Bestände von Tarpunen und Grätenfischen. Die Posadas können Bootsfahrten zu den korallenbestandenen Meeresarmen organisieren, wo sich die begehrten Fische im kristallklaren Wasser tummeln.
Auf Los Roques können sich die Flamingos an einem geschützten und unberührten Lebensraum erfreuen.
W O : Gran Roque liegt 201 km nördl. von Caracas. P OSADA M OVIDA : Tel. +58/237-221-1016; www.posadamovida.com .
Preise:
€ 193 (Nebensaison), € 237 (Hochsaison), all-inclusive. R EISEZEIT : Apr.–Dez.: bestes Wetter.
Die Serengeti Südamerikas
L OS L LANOS
Venezuela
D ie grasbewachsenen Ebenen von Los Llanos bedecken eine Fläche von fast einem Drittel der Fläche Venezuelas. Sie erstrecken sich vom Fuß der Anden über das Orinocodelta bis in den Nordosten Kolumbiens. eines der größten Vogelparadiese weltweit: Fast 475 Arten wurden bisher beschrieben, dazu zählen 7 Ibisarten, die Orinokogans, 20 Reiherarten und der bedrohte Jabiru, der bis zu 1,50 m groß werden kann. Auch knapp 150 Säugetierarten leben hier, das bemerkenswerteste ist vielleicht das Wasserschwein, das über 80 kg schwer werden kann. In den Flüssen Orinoco und Apure tummeln sich derweil Delfine, Krokodile und Piranhas. Los Llanos kennt nur 2 Jahreszeiten: In den extrem feuchten Monaten zwischen Mai und Oktober sind die Ebenen überflutet, dann wird das Reisen zwar schwieriger; die Chancen, das Wasserschwein und andere Säugetiere zu beobachten, stehen jedoch am besten. Während der Trockenzeit von November bis März sind die Straßen zwar besser passierbar, die Tiere aber gezwungen, sich an die wenigen verbliebenen Wasserstellen zurückzuziehen.
Die Cowboys von Venezuela
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