Abtruennig
verdammt Gutaussehende wohl bemerkt.“ Ich trat ihr entgegen.
„ Gegen deine funkelnden Augen komme ich nicht an“, gestand sie etwas wehmütig.
Ich schüttelte energisch den Kopf und ein paar Strähnen rutschten mir in die Stirn. „Niemand achtet auf meine Augen, wenn du neben mir stehst!“
Sie lächelte stolz. „Charmeur! Na los, gehen wir, bevor du es dir noch anders überlegst…“
Ich nickte und streckte ihr erneut meinen Arm entgegen. Sie hakte sich bei mir ein und wir verließen gemeinsam das Haus.
Wir fuhren mit dem BMW zur Universität und auf dem Weg in die Stadt stachen uns bereits einige typische Halloweendekorationen ins Auge. Die Straßen waren ziemlich voll, aber wir ergatterten noch einen Parkplatz, der dicht an Lesleys College lag. Ich fädelte den Wagen gekonnt in die scheinbar letzte freie Lücke.
„ Du bist ein ziemlich guter Fahrer“, stellte Liz fest.
Ich grinste. „Wenn man bedenkt, dass ich noch nicht einmal einen Führerschein habe…“
Sie sah nicht überrascht aus. „Ich schätze aber mal, dass du auch dafür irgendwie ausgerüstet bist, falls dich ein Polizist anhält, hm?“
„ Sagen wir es mal so, die Bisswunde war nur ein Teil des abwechslungsreichen Sortiments meines Händlers.“
Sie lachte und ich stieg schnell aus, um ihr die Tür zu öffnen. Wir blieben beide für einen kurzen Augenblick am Auto stehen, um das Gelände und die Gebäude um uns herum zu betrachten. Alles war dem Anlass entsprechend geschmückt worden. Überall standen ausgehöhlte Kürbisse herum. Flackernde Kerzenlichter erhellten ihre ausgeschnitzten Grimassen und tauchten die Umgebung in einen sanften Orangefarbenen Ton.
Wir überquerten das restliche Stück der Straße, um uns unter die kostümierten Studenten zu mischen. Feen, Gespenster und Zombies rannten an uns vorbei oder sie hielten sich lachend in einem der weitläufigen Innenhöfe auf. Ich fand es lustig, so viele Monster auf einem Haufen zu sehen, wo sich ein echtes direkt unter ihnen aufhielt, ohne das sie es bemerkten. Liz schmiegte sich in meinen Arm als wir in das Hauptgebäude gingen. Auch hier hatte sich das Festkomitee alle Ehre gemacht. Überall an den Wänden und Decken hingen Luftschlangen, künstliche Spinnweben, Papierskelette und Lampions, die wie Totenköpfe aussahen. Blecherne Rockmusik drang aus riesigen Lautsprechern. In der Ferne hörte ich noch zwei andere Musikstücke, die sich mehr oder weniger miteinander vermischten. Ich blendete sie schnell aus.
„ Kommt dir das jetzt albern vor?“ Lesley drückte sanft meinen Arm.
Ich schüttelte den Kopf. „Nein, ich finde es wirklich recht amüsant. Ich falle ja überhaupt nicht auf.“
„ Alle werden dich um deine schillernden `Kontaktlinsen´ beneiden.“
Ich trug an diesem Abend überhaupt keine. „Denkst du?“ Ich beugte mich zu ihr und meine Lippen berührten zärtlich die empfindliche Stelle hinter ihrem Ohr.
Lesleys Körper begann zu zittern. Sie griff nach meiner Hand. „Danke, dass du mit mir hierher gekommen bist.“
Ich lehnte mich zurück, um sie anzusehen. „Jederzeit“, flüsterte ich.
„ Liz, hey Süße!“ Eine schrille Frauenstimme ließ uns beide etwas zusammen zucken. Als wir in die gleiche Richtung schauten, sahen wir Lesleys Freundin Colette. Sie trug ein langes netzartiges Kleid und sie hatte eine schwarze Perücke auf dem Kopf. Sie wirkte ein wenig wie die weibliche Hauptfigur aus der Adams Family, zumindest hatte ich mal eine schlechte Schwarzweißverfilmung im Fernsehen gesehen. Peter hatte für solchen Kram einfach mehr übrig als ich und manchmal war ich leider genötigt worden mir diesen Mist anzusehen. Was Vampire nicht alles taten, um die Zeit totzuschlagen.
Das Mädchen kam ein wenig außer Atem bei uns an. „Du siehst echt heiß aus!“ Die Aussage war zwar an Liz gerichtet, aber sie ließ ihren Blick zwischen Lesley und mir hin und her gleiten.
Liz lachte. „Danke, das Kompliment gebe ich gerne zurück.“ Sie räusperte sich. „Colette, das ist mein Freund Nicholas.“
Ich sah sie überrascht an. Hatte sie mich gerade eben, als ihren Freund vorgestellt?
Colette streckte mir ihre Hand entgegen. „Hi, freut mich dich endlich mal kennen zu lernen.“ Sie grinste kurz in Lesleys Richtung.
Ich nahm die höfliche Geste an und schüttelte sachte ihre Hand. Sie hatte beinahe so kalte Hände wie ich. „Mich auch.“
„ Du hast genau so eisige Finger wie ich“, stellte sie kichernd fest.
„ Liegt wohl daran, dass
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