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AC/DC - Maximum Rock N Roll

AC/DC - Maximum Rock N Roll

Titel: AC/DC - Maximum Rock N Roll Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Murray Engleheart , Arnaud Durieux
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feststellen, dass sich seine Schwester nicht nur AC/DC-Platten anhörte, sondern mit Bon auch um die Häuser zog.
    »Sie feierte mit ihm, als die Band nach Corpus Christi kam. Ich war außer mir! [Mit lautem, texanischem Machogehabe:] ›Ich fasse es nicht, dass du mit diesen verkommenen Rockern rumhängst!‹ Nein, nein, so habe ich natürlich nicht reagiert. Aber ich habe sie schon gewarnt: ›Achtung, Patty. Du hängst da mit ein paar Leuten ab, die ein Leben auf der Überholspur führen, etwa Bon Scott von AC/DC.‹ Sie war mit ihm nicht zusammen, sie kannten sich nur.«
    Am 1. Juli 1979 begann ein neues Kapitel in der Geschichte der Band, jedenfalls in geschäftlichem Sinne: Die Australier unterschrieben beim Managementgiganten Leber-Krebs.
    Michael Browning musste feststellen, dass man ihn kurz vor Veröffentlichung des Albums, mit dem AC/DC weltweit der Durchbruch gelingen sollte, rausgeworfen hatte.
    Michael Browning: »Es war wie in einer Ehe: Wenn man jemanden trifft, der einem gut gefällt, findet man plötzlich einen Haufen Gründe, weshalb die eigene Frau nichts taugt. So ähnlich war das. Ein paar Kleinigkeiten wurden völlig übertrieben aufgebauscht – dann war Schluss.«
    Die ersten Risse in ihrer Geschäftsbeziehung hatten sich schon im Mai aufgetan, als Browning den US-Veranstalter Cedric Kushner als Co-Manager ins Boot geholt hatte. Mit dieser Entscheidung war die Band überhaupt nicht einverstanden.
    Doug Thaler: »AC/DC begannen sich mit anderen Managern zu treffen. Mein Favorit war David Krebs.«
    Leber-Krebs war zur damaligen Zeit die größte Managementagentur in den USA. Steve Leber und David Krebs hatten Ende der Sechziger für die Agentur William Morris unter anderem die Rolling Stones betreut. 1972 gründeten sie Contemporary Communications Corporation, ein Unternehmen, zu dem auch eine Musikmanagementagentur gehörte – Leber-Krebs.
    Als Erstes nahmen sie die New York Dolls unter Vertrag sowie die noch unbekannten Aerosmith. 1979 gehörte auch der enorm populäre Ted Nugent zu ihren Klienten.
    Thaler nahm David Krebs im Juni zu einem AC/DC-Konzert in Poughkeepsie mit. Der Agent war schon zwei Jahre zuvor interessiert gewesen, das Management zu übernehmen, und hatte AC/DC bei ihrer US-Tournee als Support für Aerosmith und Nugent untergebracht.
    Ian Jeffery: »Malcolm und Angus erklärten schließlich: ›Na schön, Leute, wenn ihr so viel Kohle in uns investieren wollt, dann unterschreiben wir.‹ Krebs hatte ihnen eine Million Dollar für einen Sommer Arbeit in Aussicht gestellt, dabei bekamen wir damals nur 1500, 5000 oder 6000 Dollar für Support-Gigs in kleineren Hallen. AC/DC redeten reihenweise mit Managern, die Malcolm und Angus durch die Bank lächerlich fanden. Zu Leber-Krebs sagten sie aber: ›Okay, wenn ihr uns das garantiert, unterschreiben wir.‹ Plötzlich spielten wir bei Veranstaltungen wie dem Day On The Green in San Francisco, bei ganz großen Festivals, und bekamen zwischen 25 und 50 Riesen.«
    Aber Leber-Krebs waren eine große, viel beschäftigte Organisation. Malcolm wollte nicht, dass AC/DC darin untergingen. Er wollte einen direkten Ansprechpartner haben, der mit der Band nach London kommen sollte. Zur Überraschung der Agentur entschied er sich für Peter Mensch, der bei Leber-Krebs als Tourmanager angestellt war. Mensch hatte sich auf der Aerosmith-Tour 1978 mit AC/DC angefreundet und hätte sie gern selbst gemanagt. Aber leider verfügte er nicht über die Struktur, die Kontakte und den Einfluss, den Leber-Krebs mitbrachten.
    Mit Leber-Krebs erhielten AC/DC nun genau zu dem Geschäftszweig des Musikbusiness Zugang, der ihnen seit jeher verhasst war, sich aber bei der Eroberung der Welt als unverzichtbar erwiesen hatte.
    Nach kurzer Übergangszeit lief alles wie gewohnt weiter. Es entstanden fünf Videos für Songs von Highway To Hell , beispielsweise für »Shot Down In Flames«, das Angus extra für den asiatischen Markt in einer japanischen Schuluniform zeigte. Danach folgten fünf Konzerte im Vorprogramm von Cheap Trick. Am 4. Juli kam es dabei zu einem Zwischenfall.
    Rick Nielsen (Cheap Trick): »AC/DC machten ganz in der Nähe unserer Heimatstadt Rockford in Illinois die Anheizer für uns. Es kamen 40 000 bis 50 000 Leute. Als AC/DC spielten, zündete irgendein Idiot einen M-80, einen extrem großen Feuerwerkskörper, und Phils Schlagzeugtechniker platzte das Trommelfell.«
    Beim letzten der fünf Gigs in Omaha, Nebraska, ging es da schon gemütlicher

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