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Ardeen: Band 3: Nimrod (German Edition)

Ardeen: Band 3: Nimrod (German Edition)

Titel: Ardeen: Band 3: Nimrod (German Edition) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Sigrid Kraft
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verknotete sich dort. Das andere Ende schlang sich magisch um einen Baum. „Und wer beschützt mich vor der Rache des Mannes dort? Seht Euch sein Gesicht an. Er sinnt auf Vergeltung, dafür dass ich ihn verletzt habe.“
    „Sir Ravenor wird Euch nichts tun und Euch zuvorkommend behandeln. Er ist ein Mann von Ehre und Eure Befürchtungen sind unbegründet.“
    „Wie mein Prinz befehlen“, stimmte Ravenor dem zu. Dein Glück, Hexe, dass ich moralisch so hochstehend bin, denn ich hätte es dir liebend gerne heimgezahlt. Es kratzte nämlich enorm an seinem Stolz, dass es diese kleine Frau überhaupt fertiggebracht hatte, ihn zu verletzen.
    Der Prinz ging inzwischen zum Torstein. „Lass uns aufbrechen, Eryn.“ Das Tor flackerte im Licht der Magie und die beiden Magier traten hindurch.
     
    Alleine mit dem Bimbo. Ob das so gut ist? Essyia musterte den verwundeten Krieger, der nun als ihr Bewacher zurückgeblieben war. Groß, durchtrainiert und ansehnlich. Ob er die Macht hat, die Magieblocker abzunehmen? Einen Versuch ist es wert.
    Sie ging zu ihm hinüber und lächelte ihn an. Sie wusste wie verführerisch sie aussah, wenn sie lächelte.
    „Es tut mir wirklich leid, dass ich dich verletzt habe. Ich hatte sooo große Angst und wollte nur entkommen.“ Sie kam ihm noch etwas näher und sah die Lust in seinen Augen . Alle Männer sind gleich.
    „Schon verziehen, kleine Fee“, meinte er großzügig.
    Sie empörte sich gespielt: „Ich bin keine dämliche Fee.“ Dabei legte sie ihre Hand auf seinen Arm und flüsterte ihm dann zu: „Mit meiner Magie verschaffe ich einem Mann viel größere Lust, als das eine primitive Fee jemals könnte. Nimm mir die Magieblocker ab und ich werde es dir zeigen.“
    Ravenor lehnte sich nun seinerseits nach vorne und flüsterte ihr ebenfalls ins Ohr: „Ich mag ein Mann sein und unmagisch dazu, aber ich bin kein Idiot.“
    Nachdem Essyia durchschaut worden war, wollte sie Ravenor eine Ohrfeige geben. Aber der fing ihre Hand ab und gab ihr anschließend einen kleinen Schubs. Der Stoß war an sich nicht besonders stark, aber sie stolperte rückwärts über einen Stein und landete in einem Gestrüpp. „Verdammte Poxe. Die Feuer der Dämonen über dich...“
    Ravenor lachte laut auf, als sie da so im Gebüsch saß. „Du kannst wieder herauskommen. Ich werde mich nicht zu dir legen.“
    „Ist das der Ort, wo du es normalerweise treibst, du Tier.“ Essyia rappelte sich mühsam hoch und begann die abgebrochenen Zweige aus ihrem Kleid zu lesen.
    „Mensch“, korrigierte er die Hexe, „Ich bin ein Mensch. Übrigens du hast auch noch Zweige in den Haaren... Vielleicht bist du doch eine Fee.“
    Blöder Arsch. Wütend ging Essyia zu dem Baum, an den sie angebunden war und setzte sich schweigend darunter. Ravenor hingegen verstrahlte gute Laune und pfiff ein Liedchen vor sich hin, während er aus dem Rucksack etwas Essbares herauskramte.
    „Hey, du könntest mir ruhig auch etwas zum Essen geben“, forderte sie dreist und Ravenor hob den Kopf um zu ihr hinüberzusehen. Dabei zog er leicht verstimmt eine Augenbraue in die Höhe. Diese Fee ist unverschämt. „Und warum sollte ich dir etwas abgeben, wenn du so unhöflich bist. Gewöhn dir andere Manieren an und ich denke nochmals darüber nach. Hat mit ‚Bitte‘ und ‚Danke‘ zu tun.“
    „Einen Diener braucht man nicht zu bitten und was anderes bist du doch wohl kaum.“
    Ravenor war so perplex, dass er erst einmal nachfragte: „Wie kommst du darauf, dass ich ein Diener bin?“
    Sie sah ihn mit ihren grünblauen Augen sehr herablassend an. „Was sonst sollte ein Unmagischer schon sein... außer ein Diener der Mächtigen.“
    Das stieß in alte Wunden und Ravenor begann sich zu rechtfertigen: „Ich bin Offizier und befehlige Männer.“ „Oh.“ Essyia sah sich mit gespielter Verwunderung um, „Kann es sein, dass ich keine sehe... weil da keine sind? Aber sicherlich kommen sie gleich um die Ecke.“
    Ich dreh ihr gleich den Hals um. „Halt deine Zunge im Zaum, Weib. Alles muss ich mir von dir auch nicht gefallen lassen.“
    Aber die Eishexe dachte gar nicht daran. „Du hast den Herrn von Naganor vorhin doch gehört. Ich soll zuvorkommend behandelt werden. Nur merke ich davon im Augenblick nicht das Geringste. Du missachtest die Befehle deines Herrn... Diener.“
    „Und du scheinst die Situation hier komplett zu verkennen. Es muss wohl einen Grund geben, dass du dort an dem Baum festgebunden bist, während ich mich hier frei

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