Bücher online kostenlos Kostenlos Online Lesen
BAD BLOOD - Gesamtausgabe: Die Saga vom Ende der Zeiten (über 3000 Buchseiten!) (German Edition)

BAD BLOOD - Gesamtausgabe: Die Saga vom Ende der Zeiten (über 3000 Buchseiten!) (German Edition)

Titel: BAD BLOOD - Gesamtausgabe: Die Saga vom Ende der Zeiten (über 3000 Buchseiten!) (German Edition) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Manfred Weinland / Timothy Stahl / Adrian Doyle
Vom Netzwerk:
heißen!
    Alles!
    Justus befreite sich von Annas Hand, die immer noch versuchte, ihn zur Flucht zu bewegen. Aber zur Flucht wohin – und wovor?
    Wer war der Mann in Martinics Maske – und wie gelang es ihm, den Grafen derart perfekt zu imitieren? Justus konnte und wollte sich nicht von dem Bild losreißen, das alles übertraf, was seine Augen in Gesellschaft Wenzels bisher geschaut hatten.
    Und vielleicht – sicher! – auch alles, was Wenzel selbst bis zu diesem Moment begegnet war!
    "Es ist kein Mensch – es sieht nur so aus!“, flüsterte Anna in seinem Rücken. "Selbst die heimlichen Herrscher der Stadt sind vor ihm gewichen, begreif das doch! – Flieh! Flieh mit mir! Es wird gleich zeigen, was in ihm steckt; ich kann es spüren! Hörst du denn dieses Knistern nicht? Wie es dabei ist, die Schale zu sprengen, die Hülle, mit der es sich selbst fesselt und seiner wahren Möglichkeiten beraubt...?!"
    "Es... es!“, keuchte Justus, ohne sich von der Stelle zu rühren. "Du redest, als würdest du ihn kennen, diesen..."
    "Jeder kennt ihn, auch wenn er ihm noch nie begegnet ist – und jeder fürchtet ihn. Der Tod ist sein Diener!“, Annas Stimme verwehte.
    Und dann, wie zur Bestätigung ihrer schlimmsten Befürchtungen, gab die Gestalt in der Tür nicht nur Graf Martinics Aussehen auf, sondern entartete vollständig.
    Und niemand, der sich in Wenzels Laboratorium aufhielt, schaffte es, an ihm vorbeizukommen – weder lebendig noch tot.
    Am allerwenigsten Matthäus Wenzel selbst...!
     
    Wo bleibt er?
    Wo bleibt der, der mit mir sprach und mich verstand, so wie ich ihn. Seine Worte jedenfalls. Seinen Wink mit dem Scheiterhaufen...
    Warum lässt er mich warten? Er könnte mir helfen, vielleicht, und wenn es nur durch den Stoß seines Dolches in mein unwirklich pochendes Herz wäre!
    Wie kam ich hierher? Wie soll ich all die Leute, die ich gar nicht kenne, getötet haben?
    Ich bin eine Fremde unter Fremden und werde dies – das kann mir niemand ausreden – für immer bleiben!
    Mich überkommt Gänsehaut vor mir selbst, und ich verstehe, wenn man mich meidet. Ich an ihrer Stelle würde es auch tun!
    Ich kenne mein Geheimnis nicht, aber es ist tödlich.
Nur wenn sie auch mich töten, wird es seinen Schrecken verlieren!
    ...
    Es ist der Wahnsinn, der mir Worte wie diese auf die Zunge legt! Ich selbst kann doch nicht wollen, dass man mir den Kopf vom Halse schlägt – mich bei lebendigem Leib verbrennt oder mir das Genick bricht...!
    ...
    (... das... Genick... bricht...?)
    Alles um mich herum dreht sich. Mein Nacken schmerzt, als würden ihn Nägel von absonderlicher Beschaffenheit durchbohren, und nicht nur meinen Nacken...
    HELFT MIR, DENN ICH HABE GELOGEN, ICH WILL NICHT STERBEN! ES IST MIR GANZ UND GAR NICHT GLEICH, OB ICH LEBE ODER HIER UNTEN VERFAULE. ODER OB DIE RATTEN SICH AN MEINEM GEDÄRM LABEN! ODER – – –
    Nein, ich will nicht! Lasst mich doch gehen! BITTE, lasst mich gehen, bevor ich wieder...
    Halt!
    Ist da wer, draußen vor der Kerkertür?
    Ich höre, nein, ich
spüre
dich!
    Wer bist du? Ein Freund, oder...?
    Wer immer du sein magst, H-I-L-F M-I-R...!
    Nein, BLEIB! Komm nicht! Es beginnt wieder! Ich merke, wie es wächst. Ich kann es nicht stoppen!
    Wer bin ich?
    Was für Türen?
    Welche Tore?
    Nein, ich kam durch keinen Korridor!
    Ich...
     
     
    Im ersten Moment dachte Wenzel, die Steinquader der Wände würden plötzlich anfangen, eine Form von Helligkeit auszuschwitzen, die in sofortigen Wettstreit mit dem Licht der überall verteilten Kerzen trat.
    Doch dann verlor dieses Faktum seine Bedeutung. Der Ring war wieder da. Das Band um Wenzels Brust, das sich ruckartig und mitleidlos zusammenzog!
    Von IHM gesteuert!
    "Wer... seid Ihr?“, krächzte Wenzel. Justus' Rufe dröhnten noch in seinen Ohren. Die Worte, die alles ausgelöst hatten. Wenn dies nicht der Graf war...
    ... wer dann?
    Immer noch verhielt die Gestalt auf der Schwelle. Wenzels Helfer, die dem Erscheinen des Besuchers anfangs keine besondere Bedeutung beigemessen hatten – warum auch? –, wichen zuerst tief in die entfernteste Ecke des Raumes zurück, ehe sie, ohne überhaupt kurz zur Ruhe zu kommen, in die entgegengesetzte Richtung taumelten – geradewegs in die Arme des...
    Matthäus Wenzel krümmte sich unter den Schmerzen, die nicht nur seine Bediensteten in unartikuliertes Gebrüll ausbrechen ließen. Auch er fühlte sich angezogen von diesem... Monument!
    Ja, das war es: ein fraglos lebendiges Monument – aber ebenso

Weitere Kostenlose Bücher