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BattleTech 32: Operation Excalibur

BattleTech 32: Operation Excalibur

Titel: BattleTech 32: Operation Excalibur Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: William H Keith
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aber er wischte ihn mit einer Bewegung des linken Mecharms beiseite. Der Lauf der PPK krachte auf das Schultergelenk des leichteren Mechs und warf ihn scheppernd um.
Gerade vor ihm wartete der Durchgang zu Tor l…
24
    Gießhalle l, Defiance-Industries-Hauptwerk,
Marias Elegie, Hesperus II
Rahneshire, Skye-Föderation, Lyranische Allianz
21. Dezember 3057,14:02 Uhr Ortszeit
Lori erreichte die Gießhalle von Süden, als der Defiance gerade
    nach Norden abzog. Sie konnte den riesigen Mech hundert Meter vor sich sehen, teilweise hinter einem Wald aus Gerüsten, Türmen, Kränen und Überflußrinnen versteckt. Die Anlage war brutal verwüstet. Ein Gerüst hing so weit zur Seite geneigt, daß es jeden Augenblick einzustürzen drohte. Einer der gewaltigen Gießkübel war von einem Fehlschuß getroffen worden. Das Gelenk seiner enormen Halterung war zerschmettert, und der Kübel hing gefährlich schräg. Rauch füllte den Raum mit solcher Dichte, daß man kaum etwas sehen konnte, und die Luft war so heiß, daß auch die Infrarotoptik nichts nützte.
    Der Defiance entkam.
Lori hob den rechten Mecharm, um ihm eine Raketensalve hinterher zu schicken, aber dann fiel ihr ein, daß die Lafette ausgefallen war. Schnell schaltete sie auf die Autokanone im linken Arm um. Die Granaten wuschen über den tief in den Hüftgelenken hängenden Rumpf des Defiance, richteten aber mit dem brillanten Feuerwerk ihrer Explosionen jedoch nur enttäuschend oberflächlichen Schaden an. Die Panzerung des Monsters war kaum angekratzt. Sie drehte sich ein wenig, richtete den schweren Laser aus und feuerte erst eine Salve, dann eine zweite auf den Rücken des anderen Mechs, ohne dabei den Feuerknopf der Autokanone loszulassen. Fünf Granaten schossen in schneller Folge aus dem Lauf, das leere Magazin wurde ausgeworfen, und fünf neue Geschosse jagten über den Hallenboden. Fehl Schüsse donnerten mit zerstörerischen Detonationen in die Wand. Der Rest schlug krachend auf der Rückseite des Defiance und in seine marschierenden Beine ein. Der Mech stoppte, wippte unter dem Aufprall der Granaten und wandte sich um. Er machte den Eindruck eines gigantischen, erbosten Laufvogels. Lori hielt ihre Kanone aufrecht und spickte die feindliche Maschine mit AK-Granaten, aber deren Panzerung war dick und kaum beschädigt, und ihr Angriff zeigte wenig Wirkung.
Der Defiance schoß zurück: einen einzelnen künstlichen Blitzschlag, der durch die Gießerei zuckte und in den rechten Arm ihres Zeus einschlug. Ein Funkenregen sprühte über Loris Cockpit, kleinere Blitze zuckten in den Boden und leiteten die überschüssige Energie ab. Sie schoß ein weiteres Autokanonenmagazin in Richtung des Eindringlings leer und erzielte ein paar kleinere Treffer, dann wich sie nach links aus und brachte das bereits halb gekippte Gerüst zwischen sich und ihren Gegner. Der Defiance feuerte mit seinem Laser. Der Energiestrahl schnitt durch mehrere Laufstege und Stützträger, die krachend zu Boden stürzten. Lori wartete darauf, daß die Automatik ein frisches Magazin in die Autokanone lud, dann eröffnete sie wieder das Feuer. Sie wußte, daß sie das verdammte Ding traf, daß ihre Granaten auf seinen Beinen und dem Rumpf explodierten, aber dieses stählerne Monster schüttelte sie einfach ab.
Ein Duell zwischen schweren Mechs war in den meisten Fällen ein langes Kräftemessen, in dem Feuerkraft gegen Feuerkraft und Panzerschutz gegen Panzerschutz stand. Der Sieg ging an die Maschine, die dem konstanten, hämmernden Feuer des Gegners länger standhielt. Das Problem für Lori war bei dieser Rechnung, daß ihr Zeus trotz seines um fünf Tonnen höheren Gewichts schon schwer angeschlagen war und wenige Treffer – selbst ein Glückstreffer – genügten, um sie umzubringen. Ihr einziger Laser und ihre Autokanone mußten dagegen eine große Zahl von Treffern anbringen, um einen so gut gepanzerten Koloß wie den Defiance zur Strecke zu bringen. Viele Mechs besaßen typenspezifische Schwachpunkte, die ein erfahrener MechKrieger ausnutzen konnte – wie die dünne Rückenpanzerung des Tomahawks oder
Seitenpanzerung des JägerMechs –, aber
die schwache hintere der Defiance war eine unbekannte Größe. Abgesehen von seinem Gewicht von 75 Tonnen und seiner Bewaffnung, die sie vor wenigen Tagen auf der Pressekonferenz gesehen hatte, wußte sie nichts über diese Maschine und hatte keine Ahnung, auf welche Stelle sie ihr Feuer konzentrieren mußte, um den größten Effekt zu erzielen.
Es

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