Bismarck 04
Franzose behauptete den Großwald und man focht wie vor fast 4 Jahren bei Etrepilly–Neuilly–Oulchy.
Indessen blieb der sonstige Erfolg ungeheuer; der Feind verlor seine Eroberung von 1917 in wenigen Stunden, das ganze Gebiet, das er seit 40 Monaten innehatte, in 2 Tagen. Er wurde vom Damenweg in die Ailetteschluchten und über Vailly an die Aisne geworfen, der Rückzug kostete ungemein viel Menschen und Material, da Niederlage an einem Fluß sie verdoppelt. Auch F. Belows Mitte berührte schon in stärkerem Maße mit K. Wellmann die Vorstadt von Reims, 4 engl. D. wurden dort völlig überrannt, die Nordwestforts erstürmt. 50. engl. D., 22. fr. D. hörten auf zu bestehen, ihre Generale gefangen, ein fr. Korpschef fiel. Einsatz frischer Amerikaner wurde von Schmettow und K. Ilse abgeschmettert und Verbindung mit Conta bei Dormans aufgenommen. Am 9. breitete die neue Marneschlacht sich an beiden Ufern des Ourcqs bis Chateau Thierry aus. 8 alliierte D. waren schon am Damenweg zerschmettert, 21. (166 Off.) 61. fr. D. verloren, ferner an der Südwestfront allein 230 Off., 10 600 Gef. Vom 9. bis 12. erneut 327, 11 200 gefangen, von 1. Kür. D, allein 67, 2396. Gesamtbeute 190 000 Gef., 2300 Gesch. seit März.
Am 10. reifte Hutiers Entlastungsstoß aus und brachte 8000 Gef. Seine Front litt vorher stellenweise durch feindliche Teilstöße, doch läßt Einbuße der 3. b. D. bei Lassigny (50, 2300) seit deren Kampfeintritt vor 7 Wochen an einem Brennpunkt nicht auf großen Gesamtverlust der Defensivzeit schließen. Sobald Gruppe Francois d. 9. A. über Rampcel gegen Pontoise kam, ging dort die hierher verpflanzte 9. b. R. D, über die Oise nebst 4. Art. und setzte sich neben 223. D., rechts davon 202., 11. neben 11. b. D. Gleichzeitig focht Oettinger westlich Montdidier, die vom Alp. K. abgetrennte »deutsche Jägerdivision« hatte mäßigen Anfangserfolg, später größeren südlich Tiescourt, wo auch 11. schles. R. mehr erreichte, als dorthin verschobene 11. b., 202. D. bei Orval. Dagegen nahm man den so lang umstrittenen Reneaudberg. Dann räumte vor scharfem Andrang des 202. R. der Feind den Carlepontwald; Hofmanns Druck über Ribecourt machte Francois Luft bis zur Windmühle von Tracy; am 11. durchschritten in Hutiers Mitte Schlesier und Pfälzer siegreich den Matzgrund, 51er und 23er vorauf, doch bis 13. mußte man vor gewaltig verstärktem Widerstand das Feld räumen auch südlich Montdidier hatte Hutier so wenig Erfolg, daß er die Schlacht abbrach. 10. A. Mangin machte dort verzweifelte Flankenangriffe. Wieder verlor Foch viel Geschütze, 40 allein an die Pfälzer, seine wütenden Gegenangriffe kosteten eine Menge Menschen. Unser Verlust war auffallend gering, bei 9. R. D. nur 10, 300 (bei 3. b. D. 35, 1200); daß sie den Reneaudberg nahm, stimmt daher schwerlich; daß man sie auflöste und auf 6., 8. R. D. verteilte, ist kein gutes Zeichen. Hutier hatte diesmal nur einen zuletzt sehr beschnittenen äußeren Erfolg, sein Angriffsplan wurde verraten; wieder trat längere Stockung ein. Indem er und Boehn ihren Raum im Waldgebiet von Compiegne und an der Marne erweiterten, stieg die Gesamtbeute seit März auf 210 000 Gef., 2800 Gesch. Die Maischlacht allein kostete Frankreich 200 000, wovon 150 000 t. u. verw. Fayolles' Verteidigungsfront vor Paris zwischen Oise und Marne war schon früher, da sie noch die Aisne festhalten wollte, gelähmt durch unsern breiten Keil zwischen Luce und Oise-Aisnekanal. Jetzt standen die Bedroher schon nicht mehr »bei Noyon«, wie früher Clemenceaus Unkenruf und Stichwort hieß, sondern am Ourcq wie einst Kluck. Die A. Maistre war völlig zersprengt, besonders 8., 21., 25., 50., 52. engl. D., die fünf Divisionen Duchesnes bis zum Morin geflohen. Sobald Vorbrechen des ziemlich versagten Larisch (und der ersten Staffel 9. A.) über Folembray–Coucy–Amicy begann, schob Foch neugebildete A. Gruppen Mangin, Desgouttes, Mitry hinter Ourcq und Marne zusammen, während in der Champagne A. Berthelot zwischen Reims und Epernay A. Gouard sich vorbereiteten. Wo unsere 18., 9., 7. A. unter mehrfachem Uferwechsel konzentrisch zusammenstießen, lag der Knoten der Lage. Abbügeln seiner zerschlissenen eingebeulten Front blieb Foch vorerst versagt, er hatte vor Haigh nichts voraus.
II.
Als die zweite Schlacht an der Oise begann, stand Armee Hutier im Raum Montdidier–Noyon die Oise entlang, von wo sie über den Fluß ging und in Gegend
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