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Blutsdaemmerung - Licht Und Schatten

Blutsdaemmerung - Licht Und Schatten

Titel: Blutsdaemmerung - Licht Und Schatten Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Tanja Rauch
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Menschen sind bis jetzt tot gefunden worden. Es kann aber auch durchaus sein, dass es mehr sind....gut, wir erwarten euch hier." Als er auflegte, blickte er uns an. "Sie werden kommen und sich der Sache annehmen, mit uns zusammen. Wenn es ein junger, ahnungsloser Vampir ist, wird er wahrscheinlich noch eine zweite Chance bekommen, es besser zu machen. Falls es allerdings jemand ist, der so etwas nicht zum ersten Mal macht, könnte es für ihn tödlich ausgehen. Ich möchte euch nur vorher warnen, damit ihr wisst, was eventuell passieren kann." erklärte er ruhig.
Für ihn war so eine Situation nichts Neues. Für Val und mich allerdings schon, abgesehen von der Sache mit Julian damals.

Laut Max sollten Benjamin und Andrew in einer knappen Stunde hier sein. Wenn sie den gleichen Fahrstil an den Tag legten wie wir, waren sie vielleicht auch schneller.
Trotzdem kam es mir vor, als wollte die Zeit nicht vergehen.
Da hörte ich plötzlich ein Geräusch in Max Einfahrt, aber keines das die beiden New Yorker ankündigte. Es hörte sich so an, als würde jemand versuchen so leise wie möglich zum Haus zu gelangen. Das konnte kein Vampir sein!
Max und Valentina hörten es auch. Sie liefen zum Fenster und sahen nach draußen.
Augenblicklich wandte sich Max zu mir um und blickte mich mit einer Mischung aus Verwunderung und Wut an.
"Tamara, kannst du mir bitte mal erklären was dein Freund hier macht? fragte er mit scharfem Ton.
"Bitte was?" fragte ich verwirrt. Ich hatte keine Ahnung was er damit meinte.
"Komm ans Fenster und sieh selbst." Max´ Stimme war immer noch barsch.
Ich stellte mich vor die Scheibe und sah nach draußen. Mittlerweile war es dunkel geworden, doch ich konnte die Umrisse einer Person gut erkennen...und diese Person war tatsächlich Dorian!
Was zum Teufel wollte er hier?!
"Was soll ich tun?" Ich war mindestens genauso überrascht von seinem Auftauchen wie Max.
"Frag ihn was er hier will und dann schick ihn nach Hause." erwiderte er.
Ich blickte ihn schuldbewusst an und ging zur Tür.
Als ich öffnete, fiel ein Lichtstrahl auf die Einfahrt. Dorian zuckte zusammen und blickte mich mit aufgerissenen Augen an.
"Was tust du hier?" zischte ich ihn an.
Mit einem Mal wich der erschrockene Ausdruck aus seinem Gesicht und er wurde wütend.
"Du schuldest mir noch eine Erklärung, findest du nicht?" fuhr er mich an.
"Für was?" fragte ich mit gespielter Verwunderung. Seine Gedanken hatten ihn bereits verraten. Sie waren so laut und wütend, dass ich sie nicht überhören konnte.
"Euer Verhalten heute Mittag war mehr als merkwürdig. Leslie erzählt diese schreckliche Nachricht herum und ihr macht euch plötzlich mit einer mehr als fadenscheinigen Ausrede aus dem Staub!" Er war wirklich extrem aufgebracht.
"Das erkläre ich dir Morgen in der Schule. Ich glaube, es ist besser, wenn du jetzt gehst." sagte ich mit ruhigem aber bestimmten Ton.
Doch er dachte gar nicht daran.
"Glaubst du, ich kann mit dir zusammen sein wenn du mir ständig etwas verschweigst?!"
"Was heißt hier ständig?" Ich fragte mich, was ihm noch so alles aufgefallen war.
"Ich habe in dem Buchladen angerufen, sie haben keine Stammkunden die Rechnungen bekommen. Sie wissen noch nicht einmal deinen Namen! Und das du dich nicht wie alle anderen bewegst habe ich dir ja auch bereits gesagt - als ob deine angeblichen früheren Tanzstunden etwas damit zu tun hätten - pah! Du isst nichts, nie! Ich habe dich seit dem Tag, als wir uns das erste Mal begegnet sind, in der Cafeteria beobachtet. Mag sein, das es den anderen nicht auffällt, ich bin aber nicht blind!" Die Worte sprudelten aus ihm heraus und er fuchtelte wild mit den Armen.
Da trat Max hinter mich an die Tür.
"Guten Abend, Dorian. Du bist gerade furchtbar aufgeregt, ich finde du solltest erst einmal ins Haus kommen." Seine Stimme war freundlich und einladend.
Dorian schaute erst zu Max und dann wieder zu mir, er zögerte einen Moment.
"Du wirst Antworten bekommen, ich verspreche es dir." versicherte Max ihm, als er Dorians Verunsicherung spürte.

Immer noch zögernd stieg Dorian die drei Stufen zur Eingangstür hinauf. Als er direkt vor mir stand, trat ich zur Seite und ließ in durch.
Er folgte Max ins Wohnzimmer, ich schloss die Tür und lief hinter den Beiden her.
Valentina stand wie eine schöne Statue regungslos vor dem Sofa. Sie hatte natürlich alles mit angehört. Jetzt lächelte sie zurückhaltend. "Hallo Dorian."
Er gab keine Antwort, seine Hände zitterten und er ballte sie zu Fäusten

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