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Blutsverwandte: Thriller (German Edition)

Blutsverwandte: Thriller (German Edition)

Titel: Blutsverwandte: Thriller (German Edition) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Jan Burke
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erklärte ihm, wie er sie entschärfen konnte. »Und jetzt werde ich mein Möglichstes tun, damit ich Carrie mitbringen kann, aber darüber muss ich dir noch mehr sagen, wenn wir uns sehen. Kontaktiere auf gar keinen Fall jemanden aus der Familie. Hast du mich verstanden?«
    »Ja«, sagte er matt.
    »Lies mir die Adresse, den Zahlencode und die Entschärfungsanleitung noch einmal vor.«
    Er war gerade fertig, als aus dem Haus der Alarm losgellte. »Verdammt! Giles hat den verfluchten Alarm ausgelöst. Wie lautet der Code?«
     
    Giles zuckte zusammen, als der Alarm in schmerzhafter Lautstärke losjaulte. An der Tastatur angelangt, tippte er hektisch Roys Geburtsdatum ein, jedoch ohne Erfolg. Das war offenbar nicht der Code. Aus dem Augenwinkel nahm er eine Bewegung wahr und sah die Treppe hinauf. Victoria stand am oberen Absatz. »Victoria!«
    Sie runzelte die Stirn, sagte etwas, das er bei dem Lärm nicht verstand, und machte einen unsicheren Schritt vorwärts. Sie verfehlte die erste Stufe komplett und stürzte die gesamte Treppe hinunter, wobei ihr Körper gegen Stufen, Geländer, Wand und schließlich gegen den Marmorboden in der Diele geschleudert wurde, wo er zu Giles’ Füßen liegen blieb.
    Schreckensstarr sah er auf sie hinab.
     
    »Ach«, sagte Carrie, »bevor ich noch mehr von mir erzähle, muss ich Sie was ganz Wichtiges fragen.«
    Ich war noch damit beschäftigt, zu verarbeiten, was die Verbindung zu den Fletchers bedeutete, und konzentrierte mich daher vielleicht nicht genug, als Carrie tief Luft holte und fragte: »Kennen Sie jemanden namens Mason, der ein kleines Mädchen vermisst?«
    »Mason?«
    »Ja.«
    »Mein Gott …«
    Ich kam nicht zum Weiterreden, denn in diesem Moment gellte irgendwo in der Straße ein lauter Alarm los.
    »Das ist bei uns! Das ist bei uns zu Hause!«, schrie sie und lief davon.
    Bevor Giles ihre Anwesenheit bewusst wahrnahm, war Cleo bereits drinnen und drückte Tasten auf dem Eingabefeld. Augenblicklich verstummte der Alarm, obwohl er noch ein Echo davon in den Ohren hatte. Cleo blickte auf Victoria hinab und fühlte nach dem Puls. »Das war schnell, aber auch reichlich laut, Giles«, sagte sie.
    »Ich habe sie nicht …«
    »Ja, glaub ich dir. Jetzt pack sie an den Knöcheln und trag sie raus zu meinem Auto. Sofort!«
    Er gehorchte, zu verstört, um sich zu widersetzen. Victoria war erstaunlich schwer. Am BMW angelangt, öffnete Cleo den Kofferraum. »Warte mal kurz«, sagte sie dann.
    Sie nahm mehrere auf Bügeln hängende und von der Reinigung in Folie verpackte Kleidungsstücke heraus und hängte sie hinten ins Auto.
    »Das ist ja eine Uniform der Polizei von Las Piernas!«, rief Giles.
    »Leg sie in den Kofferraum. Es eilt.«
    Als sie die Tote hochhoben, begann das Telefon an der Garagenwand zu klingeln.
    Rasch ließen sie Victoria auf eine dicke Schicht Plastik im Kofferraum fallen. Cleo schlug den Deckel zu.
    »Geh ans Telefon. Es muss Fletcher Security sein. Sag ihnen, wer du bist und dass das Codewort ›Graydon‹ lautet und es keinen Grund gibt, die Polizei zu schicken. Sag einfach, du hast dich bereit erklärt, das Haus zu hüten, solange Roy in Urlaub ist, und versehentlich den Alarm ausgelöst.«
    Er tat wie geheißen.
    Er sah ihr zu, wie sie Blutstropfen von der Karosserie wischte.
    Als er aufgelegt hatte, sagte sie: »Ich habe mit Roy telefoniert, als der Alarm losging. Er hat mir gesagt, dass Carrie nicht bei ihm ist.«
    »Was?«
    »Ja. Du wirst also hier warten und sie abfangen.«
    »Was, wenn sie schon im Haus ist?«
    »Bei dem Alarm? Jetzt hör mir mal zu, ja? Du hältst sie mit allen Mitteln davon ab, das Haus zu betreten. Du schaffst sie in den Van und wartest am Treffpunkt auf mich. Dort übergeben wir sie Roy.«
    »Du willst mich hier allein lassen?«
    »Fürs Erste schon, ja. Du wirst doch mit einem einzelnen kleinen Mädchen fertig, oder?«
    »Vielleicht solltest du …«
    »Mich kennt sie nicht«, rief sie ihm in Erinnerung.
    »Ja, natürlich.«
    »Und noch was, Giles. Wenn du der Kleinen auch nur ein Haar krümmst, säble ich dir mit einem stumpfen Messer die Eier ab.«
    »Ich würde Carrie nie etwas antun!«, fauchte er indigniert, doch ihr entging nicht, dass seine Hand schützend vor seine Geschlechtsteile schnellte.
    »Befolg die Anweisungen. Weiter verlange ich nichts.« Sie fasste in ihr Jackett und warf ihm einen Schlüsselbund zu. »Ich verschwinde. Drück mal den Öffner fürs Garagentor.«
    Er gehorchte und sah ihr mit leerem Blick

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