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Blutsverwandte: Thriller (German Edition)

Blutsverwandte: Thriller (German Edition)

Titel: Blutsverwandte: Thriller (German Edition) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Jan Burke
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möchte ich lieber nicht sagen. Und darüber schreiben darf ich ohnehin nicht. Das wissen Sie ja.«
    »Sie könnten aber mit Mark reden.«
    »Das klingt wie ein verkappter Versuch, mich dazu zu bringen, Ihnen zu sagen, wer mit mir gesprochen hat.«
    Er lachte. »Die DNA in den Zigaretten wurde getestet. Kein Treffer in irgendeiner unserer Datenbanken.«
    »Haben Sie sie mit der DNA aus dem Schuh verglichen?«
    »Die ist noch nicht zurückgekommen. Wir hoffen, dass sie heute Nachmittag damit fertig werden.«
    »Wie wär’s, wenn Sie die Zigaretten-DNA mit Sheilas DNA vergleichen?«
    Er schwieg einen Moment lang. »Wie kommen Sie denn auf so was?«
    »Ich bin mir einfach sicher, dass sie einen bestimmten Grund dafür hatte, auf dem Sheffield-Anwesen zu sein. Einen anderen Grund, als mit Altair auf die Suche zu gehen. Sie hat eigentlich gar nicht versucht, etwas zu finden, und wenn es ihr angeblich um Aufmerksamkeit ging, warum ist sie dann lange vor der Presse gekommen? Sie wusste nicht, dass ich dort sein würde. Als ich kam, hätte sie mich fast von der Straße gedrängt und ist einfach davongerast. Wenn sie also auf Publicity aus war, was sollte das dann?«
    »Sie hat dafür gesorgt, dass der Express am Abend da war, bei der Show mit den Zähnen.«
    »Genau. Eine Show.«
    »Wenn sie etwas über Gerald Serres Tod wusste, war diese kleine Show wahrscheinlich der Grund dafür, dass sein Mörder auch sie umgebracht hat.«
    »Hmm. Gut möglich.«
    »Was denken Sie, Irene?«
    »Was, wenn Sheila etwas über den Mord an Serre oder sein Begräbnis wusste, weil sie dabei war, als es passiert ist? Oder ihn selbst umgebracht hat?«
    »Und dann besucht sie vor den Augen von Presse und Polizei den Tatort?«
    »Und bietet an, bei den Ermittlungen zu helfen. Sagen Sie bloß nicht, sie wäre die erste Mörderin, die das tut.«
    »Nein, natürlich nicht.«
    »Reed, was, wenn sie der Presse lediglich einen Grund dafür präsentieren wollte, dass ihre DNA dort gefunden wurde? Dass wir sie dort haben rauchen sehen und so weiter?«
    Erneutes Schweigen. »Ben hat jeden Schritt dieser Ausgrabungen dokumentiert.«
    »Wusste sie das?«
    Er überlegte einen Moment. »Vielleicht nicht. Sie ist erst gekommen, als der Coroner gegangen ist. Aber wir lassen im Zuge der Ermittlungen wegen des Mordes an ihr ohnehin ihre DNA untersuchen. Ich sage dem Labor, dass es einen Abgleich vornehmen soll.«
    Anschließend hörte ich weiter meine Nachrichten ab und machte mir Notizen. Etwa drei Nachrichten nach der von Calebs Mutter vernahm ich eine zweite, die mich interessierte.
    »Mein Name ist Martha Hayes. Früher hieß ich Martha Faroe. Reggie Faroe war mein Sohn. Das mit der kleinen Tochter von diesem Mann tut mir sehr leid, aber Reggie hatte nichts mit ihrer Entführung zu tun, und das kann ich auch beweisen. Bitte rufen Sie mich an.« Sie hinterließ eine Nummer, also rief ich zurück.
    Sie bedankte sich für den Rückruf, ehe sie erklärte: »Reggie war kein Engel, das weiß niemand besser als ich. Sein Daddy war genauso schlimm – er ist bei einer Kneipenschlägerei umgekommen. Die Trinkerei hat er Reggie wohl vererbt. Und sein Talent dafür, den Frauen Honig ums Maul zu schmieren. Der Junge war die meiste Zeit seines Lebens auf die eine oder andere Art in Schwierigkeiten.«
    »Sie sprechen in der Vergangenheit von ihm …«
    »Darauf will ich ja hinaus. Reggie war schon eine Woche tot, ehe das kleine Mädchen vermisst wurde.«
    »Das tut mir leid …«
    »Absolut unnötig. Ich habe ihn geliebt, ich war seine Mama, und ich hätte mir gewünscht, dass er auf den rechten Weg findet. Aber es wäre gelogen, wenn ich Ihnen verschweigen würde, dass er mir und Mr. Hayes und den Kindern aus meiner zweiten Ehe das Leben vergällt hat.«
    »Wie ist er umgekommen?«
    »Das weiß niemand so genau. Seine Leiche wurde in Arizona gefunden.«
    Ich schwieg und blätterte die Kopien durch, die ich von Blake Ives bekommen hatte. Als ich das Gesuchte gefunden hatte, sagte ich: »Mr. Ives hat einen Privatdetektiv engagiert, der ungefähr in dem Zeitraum, als Mr. Ives’ Tochter verschwunden ist, Reggie zu einem Trailerpark in Nevada verfolgen konnte. Und etwa zur gleichen Zeit verschwand Ihr Sohn mit seiner weiblichen Begleitung aus diesem Trailerpark.«
    »Das mit dem Privatdetektiv weiß ich alles – er ist auch hier aufgetaucht und hat mich nach Reggie ausgefragt und mir erzählt, dass er glaubt, Reggie und Bonnie hätten dieses kleine Mädchen.« Sie lachte.

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