Cruel World
und ein langer Korridor hinter mir erschienen plötzlich. Ich befand mich auf jeden Fall nicht mehr in der Glory Cole Have. Oder? Spielte sich das hier nur in meinem Kopf ab? Träumte ich? War ich bis vor wenigen Sekunden nicht noch woanders gewesen?
Inmitten den Fenstern und den Türen erschien auf einmal eine Gestalt, nein, eine Person, die mit ängstlichem Ausdruck auf mich zulief und eine Hand austreckte.
Sollte ich sie ergreifen? Blinzelnd erkannte ich, dass es ein Mädchen in einem traumhaften Hochzeitskleid war, dessen Schleier mindestens fünf Meter über den Boden reichte. Ein Mädchen mit hellblonden, kinnlangen Haaren und mit tränenverschleierten, leuchtend grünen Augen, das irgendetwas schrie, aber ich konnte sie nicht hören. Meine Sinne waren auf etwas ganz anderes konzentriert, undzwar, dass sie nicht irgendjemand war, sondern ich höchstpersönlich.
Nun stellte ich auch fest, dass meine Augen mal wieder bloß die Kammera waren.
Ich lief zu der ganz links stehenden Tür und zog, doch sie ließ sich nicht öffnen. Die zweite und die dritte Tür waren ebenfals zu fest verschlossen, also rannte ich zu der vierten und letzten Tür, die meine einzige Hoffnung war. Ich zog an dem Schloss so fest ich konnte, bis es irgendwann aufsprang. Kaum hatte ich es von der Tür gelöst, packten mich plötzlich zwei Hände von hinten und drehten meinen Körper um. Einen kurzen Augenblick starrte ich in zwei orangene Augen, die nur vor Wut loderten, ehe ich anfing panisch zu schreien. Das Wegschieben brachte jedoch nichts, denn die Person war viel zu stark. Es konnte nur ein Vampir sein. Entsetzt stellte ich fest, dass es nicht irgendein Vampir war! Es war niemand anderer als Aaran Grant, der mich eisern festhielt und dessen Reißzähne auf einmal hervorschossen. Augenblicklich erstarrte ich und zog meinen Kopf ein.
Er legte warnend seinen Zeigefinger auf den Mund und deutete mir damit, still zu sein. Ich sah verzweifelt und ängstlich aus, aber was blieb mir denn anderes übrig? Gegen jemanden wie ihn könnte ich mich niemals wehren.
Aaran, nicht..., flehte ich, als er plötzlich mein Kleid samt des Schleiers wegriss und ich aufgrund der gelösten Nadeln in meinen Haaran heftig zusammenzuckte.
Anstatt wenigstens ein bisschen Rücksicht auf mich zu nehmen, hob er mich auf seine Arme.
Gleich darauf befanden wir uns einem großen, schneeweißen Zimmer, in dem sich genau in der Mitte nur ein großes Himmelbett befand, vor dem ich hinuntergelassen wurde. Als er begann sich auszuziehen, wich ich schluchzend zwei Schritte zurück. Obwohl ich erwartet hatte, dass er mich nicht davonkommen lassen würde, so rannte ich trotzdem auf die Tür zu, die mich von hier hinausführte. Natürlich war er schneller als ich und raste mit einer übermenschlichen Geschwindigkeit vor mich, sodass ich direkt in ihn hineinlief. Meine Arme wurden gepackt, während er irgendetwas sagte. Sein Gesichtsausdruck zeigte kein Gefühl, als seine Hände zu meinem BH glitten. Noch bevor er ihn öffnen konnte, schlug ich ihm mit meiner rechten Faust ins Gesicht und bekam daraufhin eine harte Ohrpfeige, die mich zu Boden schleudern ließ.
Wage es nicht, dich mir zu widersetzen!, konnte ich ihn plötzlich knurren hören, Du gehörst mir! Mir allein.
Mein Schluchzen interessierte ihn überhaupt nicht, genauso wenig, wie meine Schmerzen. Er zog mich nur hoch und zog mich einfach nackt aus.
Ich zitterte - nicht, weil mir kalt war, sondern weil ich wahnsinnige Angst vor ihm hatte.
Rücksichtslos schubste er mich auf das Bett, wo ich so aufkam, dass er sich ohne Mühe auf mich legen konnte.
Sowohl sein Atem, als auch meiner, gingen schwer.
Aaran, nicht..., widerholte ich mich, aber er setzte sich nur auf, spreizte, obwohl ich es zu verhindern versuchte, ohne Probleme meine Beine und drang dann mit einem schmerzhaft harten Stoß in mich ein, der mich entsetzt nach Luft schnappen ließ. Ich warf meinen Kopf nach hinten und weinte bloß, während er immer wieder zustieß und sich vergnügte. Es schien ihm überhaupt nichts auszumachen, dass er mich, seine eigene frisch getraute Ehefrau, einfach vergewaltigte.
Auf einmal verschwomm alles um mich herum. Das grauenhafte Bild vor mir verschwand, genauso wie der Rest des ganzen Zimmers. Mit vor Schreck geweiteten Augen schüttelte ich meinen Kopf und blinzelte ein paar mal.
Vor mir saß immer noch Alex, der jetzt die Augenbrauen zusammengezogen hat und mich verwirrt ansah.
Mein Atem beschleunigte sich,
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