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Cruel World

Cruel World

Titel: Cruel World Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Neslihan Dadas
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Vampirs die Zeit stehengeblieben war. Kein Organ, nicht einmal das Gehirn arbeite mehr. Ich wollte schon immer wissen, wie es möglich war, dass sie somit überhaupt existieren konnten. War hir Magie im Spiel? Wer hatte den ersten Vampir aller Zeiten erschaffen? Ein Zauberer? Eine Fee? Gott hätte es auf keinen Fall sein können, denn der Herr war nicht böse. Warum hätte er uns Menschen so dermaßen bestrafen sollen? Was haben wir denn falsch gemacht? War etwa unsere fortgeschrittene Wissenschaft daran Schuld gewesen? Wollte er, dass wir Menschen noch einmal von vorne, also ohne Strom und anderes Wissen, anfingen? Weshalb ließ er dann keine Sintflut die Erde überschwemmen und sandte neue Menschen hierher, sondern bestrafte uns mit Monstern, die uns vernichten wollen? Ich verstand das alles nicht.
    Warum musste ausgerechnet ich in so einer harten Zeit leben? Wieso hatte man mich nicht vor vielen Jahren, als die Welt noch in Ordnung war, gebähren können? Weshalb ließ Gott mich mein Leben lang leiden? Verdiente ich es nicht, glücklich zu sein? Hatte ich als Engel etwas Schreckliches getan und wurde deswegen in meine Familie geboren? Waren meine Elter mit meinem kleinen Bruder, Rhys, genauso wie mit mir, umgegangen? Ich wollte so gerne wissen, ob er noch lebt. Ein normaler Mensch hätte wahrscheinlich schon die Hoffnung aufgegeben, was bei mir auch beinahe der Fall gewesen war. Aber in der letzten Zeit wurde ich das Gefühl nicht los, er wäre ganz in meiner Nähe gewesen. Das wurde mir erst jetzt klar. Was hatte das jedoch zu bedeuten?
    Möchtest du schlafen oder hast du Hunger?, drang plötzlich Alex raue Stimme in mein Ohr und riss mich somit aus den Gedanken. Kopfschüttelnd löste ich mich vorsichtig von ihm und stellte überrascht fest, dass ich beinahe eingeschlafen war. Ein Blick zum Höhlenausgang und mir wurde bestätigt, dass es bereits dunkel geworden war.
    Warum sollte ich Hunger haben?
    Na ja, du warst über vierundzwanzig Stunden bewusstlos., meinte Alex grinsend und wischte mit seinen beiden Daumen meine Tränen weg, Dein Magen muss völlig leer sein.
    Hmmm... ehrlich gesagt, ich fühle ich mich nicht hungrig. Aber ich würde mich wirklich freuen, wenn ich morgen früh aufwache und es etwas Leckeres zum Frühstück gibt.
    Kein Problem. Und zum Mittagessen gibt es auf jeden Fall Reis, Erbsen und ein saftiges Steak dazu. Bist du jetzt hungrig?
    Ich beugte mich ein wenig zu ihm nach vorne. Mir läuft schon das Wasser im Munde zusammen. Trotzdem bin ich jetzt zu müde und würde mich lieber hinlegen.
    Natürlich., sagte er und erhob sich, um das weiße Laken weiter auszubreiten, damit ich mich schlafen legen konnte. Das Kissen fühlte sich zwar ein bisschen hart an und die dünne Decke war nicht gerade warm, doch es reichte, um mich sofort in einen traumlosen Schlaf fallen zu lassen.

Kapitel 11
    Alex reichte mir lächelnd einen Teller mit bereits geschnittenem Obst wie Äpfeln, Erdbeeren, Birnen und Trauben, den ich sofort nahm und mir einmal genüsslich über die Lippen leckte. Ich hatte wirklich einen Bärenhunger!
>> Guten Appetit. Ich hoffe, das wird dir reichen. Mehr habe ich leider nicht bekommen.<<
Ich hielt inne. >> Wie bitte? Sage mir nicht, du klaust das Essen!<<
>> Nein, natürlich nicht.<< meinte er sofort und schüttelte den Kopf >> Die Wälder um uns herum sind sehr nahrreich, wenn du mich fragst. Man kann hier sowohl als Vampir, als auch als Mensch sehr gut leben, ohne Angst haben zu müssen, jeden Augenblick getötet werden zu können. Da wir aber Winter haben, ist es gar nicht so leicht. Ich habe ein paar Menschen getroffen, die so freundlich waren, mir das Obst zu schenken. Schließlich weiß keiner hier, dass ich ein Vampir bin. Das habe ich dir doch einmal erzählt.<<
>> Stimmt.<< Seufzend nahm ich ein Apfelstück in den Mund kaute ihn ordentlich durch. >> Sag mal, Alex... nicht, dass ich es schlecht finde, aber wieso hast du mich hierhergebracht? Ich meine, ich bin doch gar nicht so sehr verletzt. Meine Hand ist bloß verrenkt.<<
Er zündete das Feuer an, sodass mir kleine Funken entgegensprangen und suchte sich aus seinem schwarzen Rucksack ein frisches Hemd heraus.
>> Wenn ich dich in dem Wald verarztet hätte, hätten andere Vampire dein Blut gerochen. Das wollte ich verhindern. Also musste ich dich fortbringen in eine vampirfreie Gegend.<<
Erschrocken griff ich nach meinem Hals und spürte unter meinen Fingern die kleine Wunde, die das Kaninchen mir gestern zugefügt hat. Ich

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