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Das Rätsel der Templer - Roman

Titel: Das Rätsel der Templer - Roman Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Aufbau
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greifen könnten«, entgegnete Tanner ungehalten. »Außerdem sind wir hier nicht zu Hause. Die
     Falle kann erst zuschnappen, wenn wir absolut sicher sein können, dass sich unsere Zielperson vor Ort befindet. Trotzdem sollte
     sich eines unserer Einsatzteams bereithalten, um bei nächster Gelegenheit die Bude zu verwanzen. Natürlich nur, wenn die Vögel
     das Nest verlassen. Bis dahin wird das Gebiet hermetisch abgeriegelt. Hier gibt es nur diese eine Zufahrtsstraße. Wenn ihr
     euch nicht allzu blöd anstellt, dürfte uns keiner der Anwesenden entwischen. Darüber hinaus benötige ich sofort einen Basiswagen
     mit Wärmebildkamera und Richtmikrofon hier vor Ort.«
     
    »Tom«, flüsterte Hannah und hielt ihn am Arm fest, bevor er zusammen mit seinem Freund und Kollegen Paul ins Wohnzimmer gehen
     konnte.
    Tom hielt inne. »Was ist?«
    »Sieh dich bitte vor mit dem, was du sagst! Unser Zeitritter ist ziemlich sauer auf dich, und er versteht längst nicht alles.
     Er spricht nur Mittelhochdeutsch und Altfranzösisch.«
    »Was soll das heißen, sieh dich vor …?«, entgegnete Tom unwirsch.
    »Ich will damit nur sagen: Stell dir vor, dich hätte man auf diese Weise aus deinem Leben gerissen …«
    |376| Tom sah sie aus schmalen Lidern an. »Ich dachte, du hättest ihm erklärt, dass ich ihn gerettet habe – vor der Presse, vor
     den Amis, vor Hagen und dessen Forschermeute?«
    »Wie stellst du dir
das
denn vor? Ich bin froh, dass er halbwegs kapiert hat, wo er sich befindet.«
    »Eigentlich sollte er dankbar sein«, blaffte Tom zurück. »Ich habe ja nicht viel Ahnung, aber in seinem verdammten Mittelalter
     ging es mit Sicherheit bescheidener zu! Wo ist der Kerl überhaupt?«
    »Im Esszimmer.«
    Bevor sie eine weitere Warnung aussprechen konnte, marschierte Tom in die gute Stube. Paul, der ihm zögernd folgte, kniff
     nachdenklich die Lippen zusammen.
    Hannah begleitete ihn mit einem unguten Gefühl in der Magengrube.
    Als Tom das Esszimmer betrat, war Gero bereits aufgesprungen.
    Hannah unterdrückte vor Genugtuung ein Grinsen, als sie sah, wie ihr Ex-Verlobter instinktiv abbremste. Nicht nur die martialische
     Figur des Kreuzritters flößte Tom und auch Paul Respekt ein. Seine straffe Haltung und erst recht die stechend blauen Augen
     sorgten dafür, dass der sonst so überlegt wirkende Tom Stevendahl seine Souveränität verlor und ihm ausnahmsweise die Worte
     fehlten.
    »Das sind Tom und Paul«, sagte Hannah so gelassen wie möglich.
    Gero gab sich unbeeindruckt. Er betrachtete die beiden Männer abschätzend von Kopf bis Fuß. Wie ein Bollwerk verschränkte
     er seine mächtigen Arme vor der Brust und nahm eine arrogante Haltung ein. Da er von Hannahs Beschreibungen schon wusste,
     wie Tom ungefähr aussah, hob er eine Braue und wandte sich ihm direkt zu.
    »Seid gegrüßt«, ergriff er das Wort, da Tom keine Anstalten machte, den ersten Schritt zu tun. »Ihr seid also derjenige, der
     seine zweifelhaften Zauberkünste an unschuldigen Menschen ausprobiert, um sie hernach – egal, wie es ausgeht – ihrem Schicksal
     zu überlassen!«
    Tom wandte sich Hilfe suchend an Hannah. »Was hat er gesagt?«
    »Dass du seiner Meinung nach ein Stümper bist«, half Paul mit einem Grinsen nach. Seine luxemburgische Muttersprache versetzte
     ihn offenbar in die Lage, Geros mittelhochdeutsches Eifel-Kauderwelsch mit französischer Einfärbung zu verstehen.
    »Wie bitte?«, empörte sich Tom. »Was weiß der Kerl denn schon?«
    |377| Ehe Hannah etwas dagegen unternehmen konnte, war er ein paar Schritte auf Gero zugegangen. Mit seiner zornigen Miene wollte
     er den Mann aus der Vergangenheit offenbar einschüchtern.
    Gero rang sich ein müdes Lächeln ab. »Bleib ruhig, Junge«, knurrte er und blinzelte Tom abschätzig an. »Das Einzige, was ich
     von dir will, ist dein Versprechen, dass du uns dahin zurückbringst, wo du uns hergeholt hast. Und zwar bald!« Er streifte
     Hannah, die kaum zu atmen wagte, mit einem Seitenblick. »Oder besser noch, da du ja Herrscher über die Zeit zu sein scheinst,
     dass du meinen Knappen und mich zwei Wochen vor unserem Verschwinden zurückkommen lässt.«
    Tom starrte ihn ungläubig an. Gero hatte zwar leise, aber auch langsam gesprochen, und so hatte er das meiste wohl verstehen
     können.
    »Habe ich richtig gehört?« Tom drehte sich um und schaute Paul zweifelnd an. »Er will, dass wir ihn zwei Wochen vor den Zeitpunkt
     seines Verschwindens zurücktransferieren?«
    »Hört sich so

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