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Deathkiss - Suess schmeckt die Rache

Deathkiss - Suess schmeckt die Rache

Titel: Deathkiss - Suess schmeckt die Rache Kostenlos Bücher Online Lesen
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einen Sicherheitsdienst kommen lassen, der Ihnen eine Alarmanlage einbaut und Überwachungskameras. Hier.« Er zückte eine lederne Brieftasche und entnahm ihr eine Visitenkarte. »Wenn ich nicht gerade Grundstücke verkaufe, betreibe ich zusammen mit meinem Schwager einen Sicherheitsdienst.« Er reichte ihr die Karte einer Firma namens Safety First, angesiedelt in Santa Rosa.
    »Sie verkaufen also Häuser und legen Ihren Kunden nahe, eine Alarmanlage einbauen zu lassen?«
    Er hob die Schultern. »Man tut, was man kann.«
    »Ganz schön geschäftstüchtig.«
    Sein Lächeln wurde breiter. »Vielleicht ziehen Sie eine Alarmanlage für dieses Haus und für das neue in Betracht. Sicherheit geht über alles.«
    »Safety first«, sagte sie und betrachtete die Karte, während sie den lebhaften kleinen Hund festhielt. Sie dachte an die Kameras, die sie damals auf Aarons Anraten hin installiert hatte und die Ryan zertrümmert hatte, als er sie entdeckte.
    »Ja … Genau.« Alexi winkte lässig zum Abschied und ging dann zu seinem Wagen, einem weißen, wohl zwanzig Jahre alten Cadillac, der in der Sonne glänzte. Während er die Fahrertür aufschloss, setzte er über das Dach hinweg hinzu: »Sie werden den Kauf des neuen Hauses bestimmt nicht bereuen.«
    »Das will ich hoffen«, entgegnete sie, doch die Bemerkung kam ihr seltsam vor.
    Er wendete geschickt und fuhr über die Zufahrt davon. Shannon stand auf der Veranda und blickte dem Wagen nach, der über den Weg zwischen den schattenspendenden immergrünen Eichen holperte.
    »Weißt du, Skatouli«, flüsterte sie, »er ist schon reichlich sonderbar. Gut, dass du jetzt bei mir bist.« O ja. Als sei er hier vor jeder Gefahr sicher. Sie gab dem Welpen einen Kuss auf den samtweichen Kopf. Ein reinrassiger Labrador? Unwahrscheinlich, zumal er ein Geschenk war. Etwas an Alexis Verhalten – ein bisschen zu sehr das Klischee des aalglatten Gebrauchtwagenhändlers – störte sie. Dennoch, sie hatte das Haus von ihm gekauft und erst vor einer Woche den Vertrag unterschrieben.
    Bevor ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt wurde.
    Die Staubwolke, die der Cadillac aufgewirbelt hatte, legte sich allmählich. Shannon kam zu dem Schluss, dass sie Probleme herbeiredete.
    »Komm mit ins Haus«, sagte sie zu dem Welpen und verzog das Gesicht, als er sich gegen ihre Rippen drückte. »Vorsicht.« Sie wäre beinahe über Khan gestolpert, als sie den kleinen Hund ins Haus trug.
    Der Welpe zitterte unter dem plötzlichen Ansturm neuer Gerüche, Anblicke und Geräusche. Shannon drückte den Kleinen noch fester an sich. »Ist ja gut«, sagte sie und machte ihn behutsam mit Khan bekannt. Khan betrachtete das Fellbündel mit seinen ungleichen Augen, beschnupperte es und schnaubte wie angewidert, dann trottete er zu seiner Wasserschüssel. »Siehst du«, flüsterte Shannon Skatouli zu, als der alte Hund geräuschvoll schürfte, »er mag dich jetzt schon.«
    Sie setzte den Welpen in den Maschendrahtverschlag in der Küchenecke, holte Welpenfutter und Wasser für ihn und wartete. Der kleine Hund winselte und versuchte, am Gitter hinaufzuklettern, während Shannon seine Papiere in einem Aktenschrank im Wirtschaftsraum verstaute und dann wieder einmal nach ihrem verflixten Handy suchte.
    Sie hatte es zum letzten Mal benutzt, als sie bei dem Brand die Notrufzentrale benachrichtigte. Was danach aus dem Handy geworden war, wusste sie nicht mehr.
    Wenn sie es nicht bald fand, musste sie die Karte sperren lassen und sich ein neues besorgen.
    Sie wählte auf dem Festnetzgerät ihre Handynummer, auch wenn sie es schon mehrmals erfolglos versucht hatte. Das Rufzeichen ertönte, im Haus war jedoch nichts zu hören.
    Oder war da nicht doch ein schwaches Klingeln, das durch das offene Fenster hereindrang? Nach dem vierten Rufzeichen hörte sie ihre aufgezeichnete Ansage und legte auf. Dann drückte sie die Wahlwiederholungstaste und ging nach draußen. Dieses Mal hörte sie nicht nur das Rufzeichen, sondern auch in einiger Entfernung den Klingelton ihres Handys. Sie folgte dem Geräusch bis zum offenen Fenster ihres Pick-ups, bevor wiederum die Voicemail ansprang.
    Shannon öffnete die Tür und blickte ins Wageninnere … Das Handy lag nicht am gewohnten Platz, nämlich im Getränkehalter neben dem Schalthebel. Auch nicht auf dem Armaturenbrett oder dem Beifahrersitz … Sie sah im Handschuhfach nach – nichts. Nach einigem Suchen fand sie es schließlich unter dem Fahrersitz.
    Wie kam es dorthin?
    Jemand

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