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Der dunkle Turm - Gesamtausgabe

Der dunkle Turm - Gesamtausgabe

Titel: Der dunkle Turm - Gesamtausgabe Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Stephen King
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flüchtenden Brecher abdrängen. »Bemüht euch nicht, sie aufzuhalten, aber bleibt bei ihnen! Und sorgt um Himmels willen dafür, dass sie nicht in den Elektrozaun geraten! Haltet sie vom Zaun fern, wenn sie die Hauptstraße ver …«
    Bevor er diese Ermahnung zu Ende bringen konnte, kam eine Gestalt aus dem dichter werdenden Rauch geschossen. Es handelte sich um Gangli, den Lagerarzt, mit brennendem Arztmantel und noch immer den Rollschuhen an den Füßen.
    Und …
    Susannah Dean ging hustend an der linken hinteren Ecke von Damli House in Stellung. Sie sah drei der Scheißkerle: Gaskie, Jakli und Cagney, wenn sie deren Namen gekannt hätte. Bevor sie auf die zielen konnte, wurden sie jedoch durch vorbeiziehende Rauchschwaden verdeckt. Nachdem der Rauch sich wieder verzogen hatte, waren Cag und Jakli fort, um aus bewaffneten Wachen Gruppen zu bilden, die als Schäferhunde fungieren und wenigstens versuchen sollten, ihre in Panik geratenen Schützlinge vor Schaden zu bewahren, selbst wenn sie sich nicht sofort aufhalten ließen. Gaskie dagegen war noch da, und Susannah erledigte ihn mit einem Kopfschuss.
    Pimli bekam das nicht mit. Ihm wurde klar, dass das ganze Durcheinander sich nur an der Oberfläche abspielte. Vermutlich absichtlich ausgelöst. Der Entschluss der Brecher, sich von den Angreifern nördlich von Algul Siento abzusetzen, war etwas zu unvermittelt gekommen, wirkte etwas zu gut organisiert.
    Scheiß auf Earnshaw, dachte er, Brautigan ist der Mann, den ich mir vorknöpfen muss.
    Bevor der Oberaufseher sich jedoch davonmachen konnte, Ted nachzusetzen, umklammerte Tassa ihn in einer verzweifelten, verängstigten Umarmung und stammelte, Shapleigh House stehe in Flammen und er habe Angst, ganz schlimm Angst, die gesamte Garderobe seines Herrn, all dessen Bücher …
    Pimli Prentiss schleuderte ihn mit einem Fausthieb an die Schläfe zur Seite. Der vereinigte Gedankenimpuls der Brecher (jetzt »schlechter« statt »guter Geist«)
    ( MIT ERHOBENEN HÄNDEN, NICHTS WIRD EUCH DANN )
    hämmerte wie verrückt in seinem Kopf und drohte alles Denken zu blockieren. Daran war dieser beschissene Brautigan schuld, das wusste er jetzt, aber der Mann hatte schon einen zu großen Vorsprung … es sei denn …
    Pimli sah auf den Colt Peacemaker in seiner Hand hinunter, betrachtete ihn nachdenklich und schob ihn dann wieder in die Dockerschlinge unter der linken Achsel. Er wollte diesen beschissenen Brautigan lebend haben. Dieser beschissene Brautigan war ihm einige Erklärungen schuldig. Von gottverdammt fleißiger Arbeit als Brecher ganz zu schweigen.
    Tschum-tschum-tschum. Um ihn herum pfiffen Kugeln. Überall um ihn herum waren rennende Hume-Wachen, Taheen und Can-Toi unterwegs. Jesus, wie wenige doch von ihnen bewaffnet waren … wenn, dann vor allem Humes, die am Zaun hätten patrouillieren sollen. Die Bewacher von Brechern brauchten eigentlich keine Waffen: Brecher waren im Allgemeinen zahm wie Papageien, und der Gedanke an einen Überfall von außen war einem lächerlich erschienen, bis …
    Bis er passiert, dachte er. Dann sah er Trampas.
    »Trampas!«, brüllte er. »Trampas! He, Cowboy! Schnapp dir Earnshaw und bring ihn zu mir! Earnshaw zu mir!«
    Hier mitten auf der Promenade herrschte etwas weniger Lärm, und Trampas konnte Sai Prentiss recht deutlich hören. Er spurtete sofort hinter Dinky her und packte den jungen Mann am Arm.
    Und …
    Die elfjährige Daneeka Rostov kam aus dem wogenden Rauch, der jetzt die gesamte untere Hälfte von Damli House verdeckte, und zog zwei rote Wägelchen hinter sich her. Daneekas Gesicht war rot und geschwollen; helle Tränen liefen ihr über die Wangen; sie ging weit vornüber gebeugt und musste sich gewaltig anstrengen, um den einen Radio-Flyer-Wagen mit Baj und den anderen mit Sej zu ziehen. Beide Brecher hatten den riesigen Schädel und die winzigen, klugen Augen wasserköpfiger Gelehrter, aber Sej besaß zudem kleine, bewegliche Armstummel, während Baj gar keine hatte. Jetzt hatten beide Schaum vor dem Mund und gaben heisere Würgelaute von sich.
    »Helft mir!«, brachte Dani heraus und hustete dann noch schlimmer als zuvor. »Helft mir, irgendwer, bevor sie ersticken!«
    Earnshaw sah sie und wollte zu ihr hinüber. Aber Trampas hielt ihn zurück, obwohl er sichtlich nicht mit dem Herzen dabei war. »Nein, Dinky«, sagte er. Seine Stimme klang entschuldigend, aber fest. »Lass das jemand anders machen. Der Boss will dich sprechen. Ich soll …«
    Dann war Brautigan wieder

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