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Der dunkle Turm - Gesamtausgabe

Der dunkle Turm - Gesamtausgabe

Titel: Der dunkle Turm - Gesamtausgabe Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Stephen King
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da: mit bleichem Gesicht, sein Mund mit den zusammengepressten Lippen eine schmale Linie in der unteren Gesichtshälfte. »Lass ihn los, Trampas. Ich mag dich, alter Junge, aber heute solltst du dich nicht in unsere Angelegenheiten einmischen.«
    »Ted? Was …«
    Als Dinky wieder zu Dani hinüberwollte, riss Trampas ihn abermals zurück. Vor Damli House wurde Baj ohnmächtig und kippte kopfüber von seinem Wägelchen. Obwohl er in weichem Gras landete, machte sein Kopf dabei ein schreckliches platzendes Geräusch. Dani Rostov kreischte auf.
    Dinky machte einen Satz in ihre Richtung. Trampas riss ihn wieder zurück, diesmal kräftiger. Gleichzeitig zog er die ‚22er Colt Woodsman, den er in einer Dockerschlinge trug.
    Die Zeit reichte nicht, um vernünftig mit ihm zu reden. Ted Brautigan hatte den Gedankenspeer nicht mehr geworfen, seit er ihn damals in Akron im Jahr 1935 gegen den Geldbörsendieb eingesetzt hatte; obwohl er sehr versucht gewesen war, hatte er ihn nicht einmal benutzt, als die niederen Männer ihn im Bridgeport, Connecticut, des Jahres 1960 wieder eingefangen hatten. Er hatte sich vorgenommen, ihn nie mehr einzusetzen, und ganz bestimmt wollte er damit nicht
    (lächle, während du das sagst)
    Trampas treffen, der ihn immer anständig behandelt hatte. Aber er musste das Südende des Komplexes erreichen, bevor hier wieder Ordnung hergestellt wurde, und war entschlossen, dabei Dinky an seiner Seite zu haben.
    Außerdem war Ted wütend. Der arme kleine Baj, der immer für jedermann ein Lächeln parat gehabt hatte!
    Er konzentrierte sich und fühlte einen übelkeiterregenden Schmerz durch den Kopf zucken. Trampas ließ Dinky los und warf Ted einen ungläubig vorwurfsvollen Blick zu, der diesen bis ans Ende seiner Tage verfolgen würde. Dann fasste Trampas sich wie jemand mit den schlimmsten Thomapyrin-Kopfschmerzen des Universums mit den Händen an den Kopf und brach mit geschwollenem Hals und heraushängender Zunge tot auf dem Rasen zusammen.
    »Los, komm!«, rief Ted und packte Dinky am Arm. Prentiss, der durch eine weitere Explosion abgelenkt war, sah Gott sei Dank gerade nicht zu ihnen herüber.
    »Aber Dani … und Sej!«
    »Sie kann sich um Sej kümmern!« Den Rest sendete er mental:
    (da sie jetzt nicht auch noch Baj ziehen muss)
    Ted und Dinky flüchteten, während Pimli Prentiss sich hinter ihnen umdrehte, den toten Trampas ungläubig anglotzte und ihnen dann nachbrüllte, sie sollten stehen bleiben – im Namen des Scharlachroten Königs stehen bleiben.
    Finli o’ Tego zog seine Waffe, aber bevor er schießen konnte, fiel Daneeka Rostov ihn kratzend und beißend an. Sie wog zwar fast nichts, aber im ersten Augenblick überraschte ihn dieser unerwartete Angriff doch so sehr, dass er fast zu Boden gegangen wäre. Er schlang ihr einen starken pelzigen Arm um den Hals und schleuderte sie beiseite, aber Ted und Dinky waren inzwischen fast außer Schussweite. Sie rannten links an Shapleigh House vorbei und würden gleich in den Rauchschwaden verschwinden.
    Finli stabilisierte seine Waffe mit beiden Händen, atmete tief durch, hielt die Luft an und gab dann einen einzelnen Schuss ab. Das Blut spritzte aus dem rechten Arm des Alten; Finli hörte ihn aufschreien und sah ihn taumeln. Dann stützte der Welpe jedoch den alten Köter, und die beiden verschwanden um die Hausecke.
    »Ich erwische euch schon noch!«, rief Finli ihnen nach. »Yar, das tue ich, und wenn ich euch kriege, werdet ihr euch wünschen, ihr wärt nie geboren!« Irgendwie klang diese Drohung jedoch schrecklich leer.
    Unterdessen war die gesamte Bevölkerung von Algul Siento – Brecher, Taheen, Hume-Wachen und Can-Toi, in deren Stirnmitten blutige rote Löcher wie dritte Augen starrten – einer Flutwelle gleich nach Süden unterwegs. Und Finli sah etwas, was ihm wirklich nicht gefiel: Die Brecher, und zwar nur die Brecher, bewegten sich mit erhobenen Händen dorthin. Und falls dort weitere Verwüster lauerten, würden sie mühelos erkennen können, auf wen sie schießen mussten, oder nicht?
    Und …
    In seinem Zimmer im zweiten Stock von Corbett Hall, noch immer am Fußende seines mit Glassplittern übersäten Betts auf den Knien liegend, hatte Sheemie Ruiz eine Offenbarung … oder hörte die Stimme seiner lebhaften Phantasie, man suche es sich aus. Jedenfalls sprang er auf. Sein Blick, normalerweise freundlich, aber wegen einer Welt, die er nicht recht verstand, immer leicht verwirrt, war klar und voller Jubel.
    »BALKEN SAGT SEINEN

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