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Der Rat der Planeten - Erweiterte und ueberarbeitete Gesamtausgabe der Space Opera

Der Rat der Planeten - Erweiterte und ueberarbeitete Gesamtausgabe der Space Opera

Titel: Der Rat der Planeten - Erweiterte und ueberarbeitete Gesamtausgabe der Space Opera Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Tino Hemmann
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Insel«, flüsterte Malte.
    »Ich weiß.« Anna legte einen Arm um die Schulter des Bruders. »Mit Mami und Papi und Onkel Thomas. An dem Abend, als wir ein großes Lagerfeuer am Strand gemacht und Fische gegrillt haben und über das Feuer gesprungen sind.«
    »Wo sind wir hier?«
    Anna zuckte mit den Schultern. »Auf jeden Fall sind wir nicht auf Universus und nicht auf der Erde. Ich glaube, die haben uns hier ausgesetzt. Ich habe gehört, dass der Gleiter weggeflogen ist, gleich, nachdem sie das Ding hier abgesetzt hatten. Was haben wir Norana nur getan, dass sie so gemein zu uns ist?«
    Auch Maltes Schultern zuckten fragend. »Ich hab nichts Schlimmes zu ihr gesagt.« Er drehte sich um und betrachtete den aufgeklappten Container. »Jedenfalls haben wir viele Geschenke zu unserem Geburtstag bekommen, die wir nun alle auspacken müssen.«
    Lächelnd schaute Anna den Bruder an. »Merkwürdig«, sagte sie. »Mami hat uns immer unterschiedliche Sachen angezogen. Und nun haben wir doch genau das Gleiche an.« Sie berührte den oberen, goldenen Knopf an Maltes linkem Ärmel. »Ich wünschte wirklich, Heeroo wäre hier«, flüsterte sie.
    Im selben Moment erklang ein merkwürdiges Rumoren aus einer der großen Kisten.
    »Kannst du zaubern?«, fragte Malte erstaunt. Die Kinder rannten zu jener Kiste, die verdächtig zu wackeln begann. Das Behältnis, das die Zwillinge um das Doppelte überragte, besaß eine einfache mechanische Verriegelung, die schnell geöffnet war.
    Ein Thronario kam mit hoher Geschwindigkeit aus der Kiste und umkreiste die Kinder. »Wo sind die Angreifer?«
    »Heeroo!«, riefen die Zwillinge gleichzeitig. Doch der Grooritter war nicht allein in der riesigen Verpackung. In noch reglosem Zustand fanden die Zwillinge den zusammengefalteten Kozabim und die Thronarios Efzet und Sirena, die wie zwei Schüsseln zwischen Füllmaterialien eingeklemmt waren.
    »Ein Notruf hat mich aktiviert. Ihr müsst den entsprechenden Knopf der kaiserlichen Kumaa berührt haben«, stellte Heeroo fest und flog eine weitere Runde. »Wo sind wir hier?«
    »Wenn wir das wüssten, wären wir wesentlich klüger.« Vorsichtig hoben die Kinder auch Kozabim und anschließend Efzet und Sirena aus der Kiste.
    »Kannst du was sehen, Heeroo?«, rief Malte und schaute hinauf zu dem fliegenden Thronario.
    »Es wirkt wie eine Insel ohne Wasser«, antwortete der Grooritter und kam zurück.

    *

    Viermal waren die beiden Sonnen bereits untergegangen, jeweils im Abstand von einer Stunde. Efzet hatte berechnet, dass ein durchschnittlicher Tag auf diesem Planeten 28,43612 irdische Stunden dauerte. Fleißig sammelte er Daten über ihren Aufenthaltsort und verglich sie mit den gespeicherten Daten auf den Festplatten der drei kybernetischen Objekte.
    »Der Planet müsste längst gefunden sein«, stellte Efzet schließlich fest. »Mir scheint, er ist nicht in den üblichen Distriktkarten eingetragen.«
    »Die letzte Anfrage im Rat der Planeten«, sagte Anna. »Jetzt wissen wir, dass gegen uns entschieden wurde. Norana hat im Vorfeld eine Vereinbarung mit Insaidia getroffen. Sie musste uns verbannen. Diesen Planeten werden nur ein paar Eingeweihte kennen. Sie haben uns hergebracht und das Schiff wieder mitgenommen, so dass wir nicht flüchten können.«
    »Du meinst, wir sind ganz allein hier?«, flüsterte Malte.
    »Allein?« Das Mädchen lachte übertrieben. »Wir haben unsere Roboter, Unmengen von Verpflegung, ein mobiles Kraftwerk und Luft zum Atmen. Und wir haben uns.« Anna erhob ihre Stimme. »Und deshalb sind wir keineswegs allein!«
    »Wenn du meinst. Immerzu positiv zu denken kann durchaus krankhaft werden. Wir müssen doch irgendetwas tun können.« Anna nahm unmittelbar vor dem Bruder Aufstellung, die Hände in der Hüfte, wie es Gladiola einst getan hatte, wenn die Zwillinge Dummheiten angestellt hatten. »Erstens denke ich nicht positiv, im Gegenteil: Ich bin stinksauer. Und zweitens ... Was ist das?« Sie zeigte in ein Gebüsch, keine zehn Schritte entfernt.
    Heeroo schwirrte heran. »Das ist ein Tier«, stellte das Thronario fest.
    »Das sehe ich selbst! – Aber was für eins?« Anna lief zwei Schritte auf das Gebüsch zu und ging in die Hocke. Mit den Fingern lockte sie das Tier. Es war lang und schlank, bewegte sich auf vier Pfoten, hatte ein blaugraues Fell und sehr große Augen. Der Körper ging in den Kopf über und hatte einen langen Schwanz, der immerzu zuckte. »Irgendwie sieht es putzig aus.« Sie lief in der Hocke zwei

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