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Die Eiserne Festung - 7

Die Eiserne Festung - 7

Titel: Die Eiserne Festung - 7 Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: David Weber
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Merlin uns ganz allein herausfinden lassen ... aus welchem Grund auch immer.«
    »Wahrscheinlich haben Sie Recht«, stimmte Mahklyn zu und ignorierte nach Kräften den fragenden Blick, mit dem der Commodore ihn bedachte.
    »Nun«, fuhr Seamount fort, als Mahklyn den Köder nicht schlucken wollte, »über eines hatte ich bisher noch überhaupt nicht nachgedacht, bis Urvyn und ich darüber mit Dr. Lywys gesprochen haben: dass größere Körnung bei einer Ladung mit festgelegtem Gewicht zu noch mehr Leistung führt.«
    »Was natürlich den Druck im Rohr noch weiter steigern würde«, warf Mahklyn nachdenklich ein.
    »Ach, daran haben wir schon gedacht, glauben Sie mir!« Seamount verdrehte die Augen. »Passenderweise habe ich gerade wieder einen Brief von Howsmyn erhalten. Er sagt, Merlins Vorschlag, die Geschützrohre mit Draht zu verstärken, sollte sich laut seinen Mechanikern sehr gut umsetzen lassen. Sie sagen, so viel Draht herstellen zu müssen, werde eine echte Plage. Aber Ehdwyrd lässt sie gerade eine neue Maschine zum Drahtziehen konstruieren - und auch eine Maschine, mit der man den Draht mit hinreichendem Zug gleichförmig und eng um die Rohre wickeln kann. Er ist sehr zuversichtlich, dass sie das hinbekommen werden ... letztendlich. Sobald das geschieht, so sagt er, wird er Geschütze bauen lassen, die leichter und robuster sein werden, aber auch viel, viel billiger. Bedauerlicherweise braucht er seiner eigenen Schätzung nach dafür noch mindestens ein Jahr. So lange bleiben die Geschützgießereien der schlimmste Engpass für die Navy. Wir bauen in kürzerer Zeit Schiffe, als wir zu deren Bewaffnung Geschütze gießen können. Ehdwyrd kann noch überhaupt nicht abschätzen, wie es sich auf unseren Zeitplan auswirkt, wenn sämtliche der neuen Geschütze auch noch gezogene Läufe aufweisen sollen! Und dann bleibt da immer noch das Problem, diese Hohlgranaten herzustellen - und zu füllen. Schließlich muss die zugehörige Qualitätskontrolle sicherstellen, dass die Dinger nicht für uns genauso gefährlich sind wie für ihre eigentlichen Ziele.«
    »Na, wunderbar!«
    »Ach, es könnte durchaus schlimmer sein.« Seamount zuckte mit den Schultern. »Wenigstens haben wir, bis Ehdwyrd wirklich Geschütze und Granaten mit neuer Technik fertigen kann, genug Zeit, unsere Pulverproduktion deutlich zu optimieren.«
    »Ah, ich verstehe.« Dieses Mal nickte Mahklyn mit uneingeschränkter Zustimmung. »Und das hat Sahndrah Ihnen vorgeschlagen?«
    »Nein, nein!« Dass Seamount derart heftig den Kopf schüttelte, überraschte den Rektor der Königlichen Hochschule. »Präzise ausgedrückt, hat sie uns ja auch nicht etwa etwas vorgeschlagen, was wir tun sollen, sondern vielmehr etwas, das wir nicht tun dürfen.«
    »Wenn Sie mich verwirren wollen, Ahlfryd, muss ich zugeben, dass Ihrer Strategie Erfolg beschieden ist«, gab Mahklyn ein wenig scharf zurück. Der Baron lachte daraufhin leise in sich hinein.
    »Es tut mir leid! Ich meine, dass Dr. Lywys sehr ... gründlich arbeitet. Sie hat uns eine Liste von allen Substanzen zusammengestellt, die zumindest theoretisch dafür genutzt werden könnten, unsere Granaten zu zünden. Mit der Substanz, mit der wir versuchsweise die ersten Experimente durchgeführt haben, sind wir durchaus zufrieden - bislang, zumindest. Aber Dr. Lywys hat uns noch diverse andere genannt. Dazu gehörten auch einige, zu denen sie uns einen warnenden Hinweis gegeben hat: Sie seien höchstwahrscheinlich zu empfindlich oder aus irgendeinem anderen Grund für unsere Zwecke ungeeignet.«
    »Das klingt ganz nach ihr«, bemerkte Mahklyn und lächelte.
    »Na ja, und zu den Substanzen, die sie erwähnt hat, gehörte auch etwas, das sie Knallquecksilber genannt hat.«
    Er wölbte eine Augenbraue und blickte Mahklyn an, der sorgsam darauf achtete, sich überhaupt keine Gefühlsregung anmerken zu lassen. Stattdessen nickte er seinem Besucher nur zu, um ihn zum Weitersprechen zu bewegen.
    »Dr. Lywys hat uns gewarnt, dieses Knallquecksilber sei viel zu empfindlich für etwas so ... Lebhaftes wie eine Artillerie-Granate. Natürlich haben wir entsprechende Versuche durchgeführt - sehr vorsichtig! Und ich muss ihr Recht geben. Aber vor einigen Tagen hat einer meiner anderen durchaus schlauen Offiziere Urvyn gegenüber vorgeschlagen, man könne es ja, auch wenn es für den Einsatz in Granaten viel zu empfindlich ist, anderweitig als Zündsatz verwenden. Vielleicht könnte man damit das Steinschloss überflüssig

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