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Die Krieger 5 - Das Labyrinth der Götter

Die Krieger 5 - Das Labyrinth der Götter

Titel: Die Krieger 5 - Das Labyrinth der Götter Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Pierre Grimbert
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Erben bereits auf der Insel Zuia begegnet. Sie war die neue Kahati, die Zejabels Platz eingenommen hatte. Oder vielmehr war sie es gewesen, bevor Zuia von ihrem Körper Besitz ergriffen hatte.
    Und dann war da noch ein junger Mann von makelloser Schönheit, dessen Augen ebenso schwarz waren wie sein Gewand. Amanon gelang es nicht, seinem Blick länger als eine Dezille standzuhalten. Ihm kamen die Erzählungen seiner Eltern in den Sinn. Die Beschreibung passte genau: Es war Sombre.
    Plötzlich stieß Cael einen gellenden Schrei aus, und seine Freunde und die Wallatten wichen vor Schreck einen Schritt zurück. Amanon rechnete fast damit, dass sein Cousin mit einem gewaltigen Satz auf die Empore springen würde, aber trotz seiner dämonischen Kräfte konnte er eine solche Höhe nicht überwinden. Plötzlich hielt der Junge inne und wirbelte zu der Flügeltür am Kopfende des Saals herum.
    Das Tor wurde aufgeschoben, etwa fünfzig Männer strömten herein. Die meisten waren Anhänger der Dunklen Bruderschaft, erkennbar an den Abzeichen ihrer Sekten, aber einige sahen aus wie kampferprobte Krieger. Sie mussten der Grauen Legion angehören.
    Die Männer waren mit Bogen oder Armbrust bewaffnet. Ohne Vorwarnung begannen sie zu schießen.
    Nolan warf sich zu Boden, als die ersten Pfeile durch die Luft sausten. Auch sein Vater, Keb und Bowbaq reagierten blitzschnell und ließen sich auf den Bauch fallen. Mehrere Wallatten wurden jedoch von der ersten Salve erwischt, und der Anblick der tödlich getroffenen Männer, die sich nicht einmal hatten verteidigen können, erschütterte Nolan bis ins Mark.
    Er hatte das Gefühl, gleich den Verstand zu verlieren. Nachdem sie die Hochebene verlassen hatten und durch die Pforte in den Saal getreten waren, fand er sich am Schauplatz seiner Vision wieder. An diesem Ort drohte den Erben großes Unheil. Er verfluchte die Undinen, die ihm verheimlicht hatten, dass er den Saal kannte. Früher hatte er hier an prachtvollen Empfängen teilgenommen. Jetzt türmten sich Leichen auf dem Marmorboden, und dieses Bild des Schreckens war ihm wohlbekannt.
    Nolan konnte kaum einen klaren Gedanken fassen. Wer von seinen Freunden war von einem Pfeil verwundet oder gar getötet worden? Vorsichtig hob er den Kopf und erblickte ein paar Schritte weiter Amanon und Grigän. Beide schienen unverletzt. Doch während die Erben und Aufständischen in Deckung gegangen waren, zumeist hinter der Leiche eines Wallatten, stand Cael seltsamerweise immer noch mitten im Saal.
    Es war nicht zu übersehen, dass der Junge wieder von seinem Dämon besessen war. Zunächst hatte Nolan seinen Augen nicht getraut, als Cael den Durchgang zu Agenors Palast geöffnet hatte. Dann hatte er erleichtert beobachtet, dass Cael Saats Schwert nur gegen ihre Feinde einsetzte. Und jetzt geschah ein weiteres Wunder: Der Junge marschierte hoch erhobenen Hauptes auf die Schützen zu, und die Pfeile prallten von ihm ab wie von einer Felswand.
    Währenddessen wies Cael immer wieder mit der Schwertspitze auf einen Dämonisten oder Grauen Legionär, woraufhin sich die Männer ans Herz fassten und zu Boden sackten. Caels Unverwundbarkeit und der unsichtbare Fluch, mit dem er seine Feinde niederstreckte, lösten unter den Schützen Panik aus. Manche ließen ihren Bogen oder ihre Armbrust fallen, doch als zwei der Abtrünnigen von ihrem Anführer mit einem Dolchstoß in den Rücken bestraft wurden, hoben die übrigen ihre Waffen rasch wieder auf. Fassungslos stellte Nolan fest, dass es sich bei dem Anführer um Prinz Aleide von Benelia handelte. Also stimmte es, dass auch er mit Sombre und Agenor im Bund stand und ihnen bei der Verwirklichung ihrer finsteren Pläne half. Nie hätte Nolan gedacht, dass der Prinz so niederträchtig sein könnte, Unschuldige mit Pfeilen durchlöchern zu lassen.
    Vom Boden aus hatte Nolan die Empore nicht im Blick, aber da Cael die Bogenschützen ablenkte, konnte er den Kopf noch ein Stück höher heben und sich nach seinen Gefährten umsehen. Obwohl ihm die Angst die Kehle zuschnürte, sprach er ein leises Dankgebet an Eurydis. Bislang war keiner der Erben von einem Pfeil oder Armbrustbolzen getroffen worden.
    Einige seiner Freunde gingen nun zum Gegenangriff über. Grigän und Amanon packten die Leichen von zwei Wallatten, gebrauchten sie als Schild, indem sie sich die Toten vor den Körper hielten, und marschierten hinter Cael auf ihre Feinde zu. Ein paar todesmutige Wallatten folgten ihrem Beispiel.
    Gleich darauf rissen

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