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Die Lanze Gottes (German Edition)

Die Lanze Gottes (German Edition)

Titel: Die Lanze Gottes (German Edition) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Dieter Beckmann
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den Burghof vom sternenklaren Himmel. Mathilde blieb plötzlich stehen. »Es ist eine wunderschöne Nacht, Graf Janus von Esken. Schade, dass ich sie nicht mit meinem Gemahl genießen kann. Aber Ihr seht ja, er ist leider eingeschlafen.«
    »Das tut mir leid für Euch, Gräfin.«
    Mathilde lächelte. »Vielleicht könnt Ihr meinen Schmerz etwas lindern.«
    »Ich wüsste nicht, was ich für Euch tun könnte, Gräfin. Ich bin nur ein einfacher Bote.«
    Die Gräfin drehte sich zu ihm um und strich mit der Hand unumwunden über seine Wange, dann schaute sie ihn mit ihren großen dunklen Augen an. »Ihr seid von Adel und ein junger, starker Mann. Und ihr tragt Leidenschaft im Blick.«
    Janus trat unwillkürlich einen Schritt zurück, auch wenn sich alles in ihm danach sehnte, sie zu berühren. Mathilde wollte offenbar mehr als nur frische Luft und einen abendlichen Spaziergang unter dem Sternenzelt. Die Gräfin packte seine Hand und zog ihn hinter sich her in die Stallungen. Er ließ es geschehen. Mathilde schmiegte sich an ihn, er konnte ihre großen festen Brüste spüren, dann küsste sie ihn leidenschaftlich. Der Stallgeruch verschwand vollends aus seinen Sinnen und machte einem Duft aus Lavendel und
    frischen Leinen Platz. Ihre Zunge bahnte sich den Weg in seinem Mund.
    »Ich bin einsam, Janus von Esken«, flüsterte Mathilde. »Ich bin eine sehr einsame Frau.« Sie öffnete die Ärmelbündchen an ihren Handgelenken und sah ihn an. »Helft Ihr mir?«, hauchte sie und versuchte sich das Obergewand über den Kopf zu ziehen. Wortlos folgte er ihrer Bitte. Alles in ihm sehnte sich danach, sie nackt zu sehen. Gierig streifte er ihr Untergewand ab. Einen kurzen Moment dachte Janus an seinen Auftrag. Mathilde war verheiratet, der Graf von Werl einer der mächtigsten Männer im Reich, doch er konnte seinen Blick nicht von dieser wunderschönen Frau lassen. Sie ließ sich ins Heu gleiten. Im Schein einer der Fackeln, die den Burghof erleuchteten, konnte er sehen, wie sie ihre Schenkel langsam öffnete und die Hand zwischen ihre Beine schob, dabei rieb sie sich, stöhnte auf. »Kommt zu mir!«
    Janus vergaß alles andere um sich herum und legte sich neben sie. Ihre geöffneten Schenkel, ihre glänzenden Augen kamen einem Versprechen gleich. Er konnte sich dem nicht entziehen. Hastig streifte er seine Kleider ab, griff nach ihrer Taille und dreht Mathilde zu sich. Seine Hände wanderten zu ihren Brüsten und begannen sie zu liebkosen. Er spielte mit den Fingern an ihren Brustwarzen. Dann ließ er seine Hand zwischen ihre Schenkel gleiten. Mathilde stöhnte
    auf.
    Janus ließ sich auf Mathilde sinken, spürte, wie nass ihr Schoß war, und drang in sie ein. Er knetete ihre Brüste und unter ihrem lautem Stöhnen stieß er sie immer kraftvoller. Es schien ihr überhaupt nichts auszumachen, dass in der Halle ihr Gemahl am Tisch schnarchte, denn sie wurde immer lauter und krallte ihre Finger in seinen Rücken. Er vergaß alles um sich herum, fühlte sich wie in einem wilden Rausch, stieß zu und Mathilde schrie. Er spürte die Zuckungen ihres Unterleibs. Er wollte diese Welle der Lust so lange wie möglich genießen, doch sie übermannte ihn. Laut stöhnte er auf und kam zum Höhepunkt.
    Eine Weile lagen sie schweigend nebeneinander. Lediglich das Schnauben der Pferde unterbrach ab und zu die Stille. Janus konnte durch die Dachluke die Sterne sehen und in diesem Moment dachte er an nichts. Ein befriedigendes friedvolles Gefühl überkam ihn. Doch Mathilde riss ihn aus seinen Träumen.
    Sie küsste ihn noch einmal, dann stand sie auf und zog ihr Gewand wieder an. »Du warst gut, Janus!«
    Plötzlich musste er an Graf Konrad denken. Es war nicht recht, was er getan hatte. Mathilde hingegen wurde offensichtlich von keinerlei Gewissensbissen gequält. »Du solltest dir nicht allzu viele Gedanken machen. Du bist nicht der Erste. Ich begehre meinen Gemahl nicht. Ich habe noch nie etwas für ihn empfunden. Und was noch schlimmer ist, ich respektiere ihn nicht einmal. Ich bin eine mächtige Frau und gewohnt, dass ich das bekomme, was ich haben will. Dich wollte ich. Und vielleicht will ich dich noch häufiger.«
    »Das ist alles?«, fragte Janus.
    »Das ist alles. Ich nehme an, dass du die Besitztümer deiner Familie wiederhaben willst. Und vielleicht führt der Weg zu deiner kleinen Eskeburg ja über mich.«
    Janus schockierte die schamlose Offenheit, mit der Mathilde sprach. »Was soll das heißen?«
    »Mein Vater, Otto von Northeim, ist

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