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Die Legende von Shannara 01 - Brooks, T: Legende von Shannara 01

Die Legende von Shannara 01 - Brooks, T: Legende von Shannara 01

Titel: Die Legende von Shannara 01 - Brooks, T: Legende von Shannara 01 Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Terry Brooks
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wo.«
    Ihre Großmutter kommentierte das mit einem knappen Lächeln. »Neben dem Loden gab es noch drei andere Elfensteine. Bei ihnen handelte es sich um eine Form der Magie aus der alten Feenwelt, die man aus der Gruft von Ashenell geborgen hatte. Drei blaue Elfensteine, die man auch die Suchsteine nannte… jeweils einen für das Herz, den Geist und den Körper desjenigen, der sie benutzte. Sie konnten den Nutzer und die, über die er oder sie wachte, verteidigen, und sie konnten aufspüren, was versteckt oder gar verloren war. Kirisin Belloruus und seine Schwester brachten auch diese Elfensteine mit ins Tal.«
    Sie hielt inne. »Diese Steine wurden in der Belloruusfamilie von Generation zu Generation weitergegeben, und ihr Besitz war immer an zwei Bedingungen gebunden. Zum Einen musste der Empfänger einwilligen, die Steine sicher zu verwahren, bis sie wieder gebraucht würden. Zum Zweiten musste der Empfänger schwören, sich an ein Versprechen zu halten, das Kirisin Belloruus den Geistern der Toten machte, die ihm die Steine zum Geschenk gaben. Er hatte versprochen, die Anwendung elfischer Magie als einen Bestandteil der elfischen Kultur am Leben zu erhalten und zu fördern. Sie hat sich überwiegend in der Art und Weise gezeigt, in der die Elfen darum bemüht waren, das Land zu heilen und zu nähren und nicht wieder den Gebrauch der Magie zu vernachlässigen, so wie sie es zu Zeiten des Aufstiegs der Menschheit getan hatten. Kirisin und seine Schwester taten ihr Bestes, um ihre Zusage zu erfüllen, und ein paar der nachfolgenden Generationen folgten ihrem Beispiel. Unglücklicherweise aber nicht alle. Die Belloruus-Familie dankte als Königsgeschlecht ab, obwohl die Königswürde es ihr erleichtert hätte, Kirisins Versprechen einzuhalten. Aber es ist nun einmal wie es ist.«
    Phryne wartete darauf, dass noch etwas folgte, als ihre Großmutter aber stumm blieb, streckte sie verzweifelt die Hände in die Luft. »Ich dachte, du wolltest mir erzählen, worum es bei dieser Verabredung eigentlich geht. Aber ich weiß immer noch so viel wie ich schon wusste, bevor ich hierherkam. Was hat die ganze Geschichte mit den Elfensteinen denn mit mir zu tun? Der Loden ist in den Archiven verschlossen, die blauen Elfensteine werden immer noch vermisst, und die Elfen gebieten noch immer nicht über mehr Magie, als sie besaßen, als sie ins Tal gekommen sind. Also was…?«
    Sie unterbrach sich, als ihr plötzlich der finstere Blick ihrer Großmutter bewusst wurde. »Was ist denn, Großmutter? Was kriege ich nicht mit? Wo irre ich denn mit dem, was ich sage?«
    »Du irrst so sehr, dass diese Unterhaltung immer notwendiger wird«, erwiderte ihre Großmutter kühl und schlang den Schal fester um sich. »Aber ich will dir jetzt eine schnelle Zusammenfassung geben. Die blauen Elfensteine sind keineswegs verlorengegangen. Ich habe sie in meinem Landhaus versteckt. Sie wurden der Belloruus-Familie zur Obhut übergeben; sie gehören uns, und deshalb habe ich sie behalten. Dein Vater weiß nichts davon. Keiner weiß davon außer mir und jetzt dir. Ich hatte vor, sie deiner Mutter, der Königin, zu geben. Aber dann ist sie einfach gestorben. Also ließ ich sie, wo sie waren, um darauf zu warten, dass das nächste geeignete Familienmitglied das richtige Alter dafür erreicht.«
    Ihre zarten Hände schlossen sich um die von Phryne. »Das bist du, Phryne. Aber die Ereignisse haben sich gegen mich verschworen, und ich kann jetzt nicht mehr darauf warten, bis du in das richtige Alter kommst. Deshalb habe ich vor, dir die Elfensteine jetzt zu geben.«
    Es war schon dunkel, als Skeal Eile sie kommen sah. Sie gingen einen Pfad entlang, der zu den Nebengebäuden des Heilerzentrums führte, an dem er schon seit Stunden geduldig gewartet hatte. Sie war in Begleitung einer alten Frau, einer klapprigen Alten, die in Schals und Tücher gewickelt war und von der Last ihrer Jahre gebeugt schien. Es war dieselbe Alte, die anlässlich eines anderen Besuches dem kleinen Xac Wen erschienen war, und die niemand anders als der verkleidete Bonnasaint war. Was jedoch nur der Auftragsmörder und der Sektenführer wussten.
    Arborlon lag still, die meisten seiner Bürger hatten sich nach vollendetem Tagwerk bereits in ihre Schlafgemächer zurückgezogen. Skeal Eile war kurz nach Sonnenuntergang in Begleitung Bonnasaints hier eingetroffen. Sie waren ganz ungezwungen in aller Öffentlichkeit und ohne irgendwelche Ausflüchte oder Erklärungen durch die Stadt

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