Dir ergeben - Band 2 Roman
aufgesetzt, aber er scheint auch blind zu sein.
Er beugt sich noch weiter vor – so sehr, dass er sich an der Bar festhalten muss, wenn er nicht vom Hocker rutschen will. Ich gebe der Versuchung nach, mich in die entgegengesetzte Richtung zu lehnen. »Ich kann mir was Besseres für heute Nacht vorstellen, als hier rumzusitzen«, sagt er leise, aber unmissverständlich. »Wir sind hier in einem Hotel. Sie brauchen nur zwei und zwei zusammenzuzählen.«
»Ich war noch nie besonders gut in Mathe«, lüge ich. Ich überlege, zum Tisch hinüberzugehen, aber Damien hat mir befohlen, an der Bar zu bleiben. Egal, was passiert – ich werde mich heute Abend an seine Regeln halten.
»Sie sehen so aus, als wären Sie in so einigem gut«, sagt der Mann und starrt auf meine Brüste.
Ich drehe mich zur Bar und merke, dass mir der Barmann einen neuen Martini hinstellt. »Von dem Herrn da drüben.« Er nickt zu Damien hinüber.
»Wie nett«, erwidere ich und lächle Damien zu, was meinen Nebenmann zu verärgern scheint.
Damien steht auf, sagt etwas zu den Männern an seinem Tisch und geht mit großen Schritten zur Bar. Er stellt sich direkt neben mich, und wie immer, wenn Damien in meine Nähe kommt, werde ich überempfindlich – für ihn, für meinen Körper, dafür, wie die Erde sich unter uns dreht.
Ich lächle ihn an. »Danke für den Drink, Sir.« Ich sehe, wie seine Kiefermuskeln mahlen, als ich das letzte Wort ausspreche, und muss lächeln. Damit hat er nicht gerechnet.
»Ich hoffe, Sie mögen Dirty Martinis .«
»Mir kann es gar nicht dirty genug sein.«
»Hey, hau ab! Ich unterhalte mich gerade mit der Dame.«
Damien dreht sich zu ihm um. »Nein«, sagt er. »Das sehe ich anders. Ich will sie.«
Der Kerl macht große Augen, erholt sich aber rasch von seinem Schock. »Die Dame möchte allein sein.« Anscheinend spielt er jetzt den Kavalier.
»Tatsächlich?« Damien sieht mich an und sagt dann ganz langsam und deutlich: »Sind Sie hergekommen, um allein zu sein oder um gefickt zu werden?«
»Ich …« Ich habe keine Ahnung, was ich darauf antworten soll. Dem Typen neben uns scheint es die Sprache verschlagen zu haben. »Ich denke, das hängt ganz davon ab, wer das Ficken übernimmt«, sage ich schließlich.
»Die Antwort gefällt mir!«, sagt Damien. »Wie heißen Sie?«
»Louise«, erwidere ich. Mein zweiter Vorname ist mir einfach so herausgerutscht.
Damien grinst. »Schön, Sie kennenzulernen, Louise. Ich möchte, dass Sie jetzt mit mir nach oben gehen.«
Verlegen schnappe ich nach Luft, bin aber deutlich erregt. »Ich …«
»Und zwar sofort.« Er streckt die Hand aus, und ich zögere nur kurz, bevor ich sie ergreife.
Mein Nebenmann starrt mich mit offenem Mund an.
Damien hilft mir vom Barhocker und nickt dem Versicherungsheini freundlich zu. »Vielleicht klappt’s ja beim nächsten Mal.« Der Typ sieht Damien an, als hätte er gerade einen Zaubertrick vorgeführt. Immerhin ist er zu beeindruckt, um wütend zu sein.
Als ich Damien folge, bin ich ganz aufgedreht. Ich möchte lachen, seine Hand nehmen und mit ihm durch die Lobby tanzen. Ich will ihn gegen die Wand pressen. Ich will seine Hände auf mir, ihn in mir spüren.
Ich will von ihm gefickt werden, wie er so schön gesagt hat. Und zwar sofort.
Anscheinend geht es Damien genauso. Sobald sich die Aufzugtüren schließen, drückt Damien mich gegen die Kabinenwand. Seine Lippen pressen sich fest auf meinen Mund, seine Hand ist unter meinem Rock, und er steckt zwei Finger in mich hinein. Ich schiebe die Hüften vor, will ihn, will mehr, als er mir im Aufzug geben kann.
»Meine Güte, Louise«, sagt er, und wir müssen beide lachen.
»Zum Glück hat uns niemand erkannt. Das ist mein zweiter Vorname.«
»Ich weiß. Aber ich glaube, die waren alle zu beschwipst, um uns zu beachten.«
»Es hätten Paparazzi hier sein können«, wende ich ein.
»Fick die Paparazzi!«
Ich schmiege mich an ihn. »Lieber würde ich dich ficken.«
Er küsst mich erneut, leidenschaftlich.
»Der Mann war sehr enttäuscht«, sage ich, als er den Kuss unterbricht.
»Ich nehme mir nur, was mir gehört. Außerdem habe ich ihm eine fantastische Steilvorlage für seine Fantasien geliefert.«
Sein Finger gleitet einfach so in mich hinein, und ich beiße mir auf die Unterlippe, um einen Lustschrei zu unterdrücken. »Sag nicht, das hätte dir nicht gefallen.«
»Es hat mir durchaus gefallen«, sage ich, als sich die Aufzugtüren öffnen. »Sogar sehr.«
Er zieht den
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