Ein Kurs in Wundern
beizumessen.
3.
Wenn du dich umsiehst, sage dir:
Ich denke, ich sehe eine beängstigende Welt, eine gefährliche Welt, eine
feindselige Welt, eine traurige Welt, eine böse Welt, eine verrückte Welt
und so weiter, wobei du alle beschreibenden Begriffe verwendest, die dir ein fallen. Wenn dir Begriffe einfallen, die
eher positiv als negativ erscheinen, beziehe sie mit ein. Beispielsweise könntest du an eine »gute Welt« oder eine
»befriedigende Welt« denken. Wenn dir solche Begriffe einfallen, verwende sie zusammen mit den and eren. Du
verstehst möglicherweise jetzt noch nicht, warum diese »positiven« Adjektive in diese Übungen gehören; denk aber
daran, dass eine »gute Welt« eine »schlechte«, und eine »befriedigende Welt« eine »unbefriedigende« voraussetzt.
Jeder Begriff, der dir in den Sinn kommt, ist für die heutigen Übungen geeignet. Seine scheinbare Qualität spielt
keine Rolle.
4.
Vergewissere dich, dass du die Zeitabstände nicht veränderst, wenn du den heutigen Gedanken auf das
anwendest, was du als angenehm, und das, was du als unangenehm erachtest. Zum Zweck dieser Übungen gibt es
keinen Unterschied zwischen ihnen. Füge am Ende der Übungszeit hinzu:
Aber ich rege mich auf, weil ich eine bedeutungslose Welt sehe.
5.
Was bedeutungslos ist, ist weder gut noch schlecht. Weshalb sollte dich also eine bedeutungslose Welt
aufregen? Wenn du die Welt als bedeutungslos akzeptieren und zulassen könntest, dass die Wahrheit für dich auf
sie geschrieben werde, würde es dich unbeschreiblich glücklich machen. Aber weil sie bedeutungslos ist, bist du
genötigt, auf sie zu schreiben, was sie für dich sein soll. Das ist es, was du in ihr siehst. Das ist es, was in Wahrheit
bedeutungslos ist. Unter deinen Worten steht GOTTES WORT geschrieben. Die Wahrheit regt dich jetzt auf, aber
wenn deine Worte ausgelöscht worden sind, wirst du die SEINEN sehen. Das ist das letztendliche Ziel dieser
Übungen.
6.
Drei oder vier Übungszeiten reichen aus, um den heutigen Gedanken zu üben. Die Übungen sollten überdies
nicht länger als eine Minute dauern. Womögli ch findest du selbst das zu lang. Beende die Übungen, sobald du ein
Gefühl der Anstrengung empfindest.
LEKTION 13
Eine bedeutungslose Welt erzeugt Angst.
1.
Der heutige Leitgedanke ist eigentlich der vorhergehende in einer anderen Form, außer dass er in bezug auf
das hervorgerufene Gefühl konkreter ist. Tatsächlich ist eine bedeutungslose Welt unmöglich. Nichts ohne
Bedeutung existiert. Daraus folgt allerdings nicht, dass du nicht trotzdem etwas wahrzunehmen glaubst, was keine
Bedeutung hat. Im Gegenteil, die Wahrschein lichkeit wird besonders groß sein, dass du es wahrzunehmen glaubst.
2.
Das Erkennen der Bedeutungslosigkeit ruft in allen Getrennten intensive Angst hervor. Es stellt eine Situation
dar, in der sich GOTT und das Ego gegenseitig im Hinblick darauf »herausfordern«, wessen Bedeutung in den
leeren Raum geschrieben werden soll, den die Bedeutungslosigkeit zur Verfügung stellt. Das Ego stürmt wie
wildgeworden hinein, um dort seine eigenen Ideen zu begründen, voller Angst, die Leere werde womögli ch sonst
dazu benutzt, seine eigene Machtlosigkeit und Unwirklichkeit aufzuzeigen. Nur in dieser einen Hinsicht hat es
recht.
3.
Es ist deshalb grundlegend wichtig, dass du lernst, das Bedeutungslose zu erfassen und es ohne Angst zu
akzeptieren. Bist du von Angst erfüllt, ist es sicher, dass du die Welt mit Eigenschaften ausstatten wirst, die sie
nicht besitzt, und sie mit Bildern bevölkern wirst, die nicht existieren. Für das Ego sind Illusionen
Sicherheitseinrichtungen, ebenso wie sie es für dich sein müssen, der du dich mit dem Ego gleichsetzt.
4.
Die heutigen Übungen, die ungefähr drei- bis viermal jeweils nicht länger als höchstens etwa eine Minute lang
durchgeführt werden sollten, sind in einer etwas anderen Art als die vorherigen zu üben. Wiederhole den heutigen
Gedanken mit geschlossenen Augen für dich. Öffne dann die Augen, und sieh dich langsam um, indem du sagst:
Ich betrachte eine bedeutungslose Welt.
Wiederhole diese Aussage für dich, während du dich umsiehst. Mach dann die Augen zu, und sch ließe mit den
Worten ab:
Eine bedeutungslose Welt erzeugt Angst, weil ich denke, ich sei
in Konkurrenz mit GOTT.
5.
Es mag dir schwer fallen, Widerstand in der einen oder anderen Form gegen diese abschließende Aussage zu
vermeiden. Welche Form ein solch er
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