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Ein Kurs in Wundern

Ein Kurs in Wundern

Titel: Ein Kurs in Wundern Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Dr. Helen Schucman
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viel
    Bedeutung für dich haben. Du wirst ihn zu verstehen beginnen, wenn du kleine Lichtränder um die gleichen
    vertrauten Objekte, die du jetzt siehst, erblickt hast. Das ist der Anfang wirklicher Schau. Du kannst sicher sein,
    dass die wirkliche Schau schnell kommen wird, wenn dies geschehen ist.
    3.
    Im weiteren Verlaufe ist es möglich, dass du viele »Lichtepisoden« erlebst. Möglicherweise nehmen sie viele
    verschiedene Formen an, einige von ihnen ganz unerwartete. Hab keine Angst davor. Sie sind Zeichen dafür, dass
    du deine Augen endlich öffnest. Sie werden nicht andauern, denn sie sind lediglich Symbole für die wahre
    Wahrnehmung, haben aber mit Erkenntnis nichts zu tun. Diese Übungen werden dir die Erkenntnis nicht
    offenbaren. Aber sie bereiten ihr den Weg.
    4.
    Wenn du den heutigen Gedanken übst, wiederhole ihn zunächst für dich, und wende ihn dann auf alles an,
    was du gerade um dich herum siehst, indem du es beim Namen nennst und deine Augen darau f ruhen lässt,
    während du sagst:
    Dies _____ist ein Bild, das ich gemacht habe.
    Das _____ist ein Bild, das ich gemacht habe.
    Es ist nicht nötig, eine große Anzahl bestimmter Gegenstände für die Anwen dung des heutigen Gedankens
    heranzuziehen. Es ist jedoch notwendig, jeden Gegenstand so lange anzuschauen, wie du den Gedanken für dich
    wiederholst. Der Gedanke sollte jedes Mal ganz langsam wiederholt werden.
    5.
    Auch wenn du offensichtlich den Gedanken während der Übungszeit, für die etwa eine Minute empfohlen
    wird, nicht auf sehr viele Dinge anwenden kannst, versuche, die Auswahl so zufällig wie möglich zu treffen. Wenn
    es dir unbehaglich dabei wird, reicht auch weniger als eine Minute für die Übungs zeiten aus. Geh nicht über drei
    Anwendungen hinaus, es sei denn, du fühlst dich vollkommen wohl dabei, und überschreite vier nicht. Allerdings
    kann der Gedanke angewandt werden, wann immer es tagsüber nötig wird.
    LEKTION 16
    Ich habe keine neutralen Gedanken.
    1.
    Der heutige Leitgedanke ist ein erster Schritt bei der Auflösung der Überzeugung, deine Gedanken hätten
    keine Wirkung. Alles, was du siehst, ist das Ergebnis deiner Gedanken. Es gibt keine Ausnahme von dieser
    Tatsache. Gedanken sind nicht groß oder klein, mächtig oder schwach. Sie sind ledig lich wahr oder falsch.
    Diejenigen, die wahr sind, erschaffen ihr eigenes Ebenbild. Diejenigen, die falsch sind, bringen das ihre hervor.
    2.
    Es gibt keine Vorstellung, die sich selbst mehr widersprechen würde als die der »nichtigen Gedanken«. Was
    die Wahrnehmung einer ganzen Welt entstehen lässt, kann man kaum »nichtig« nennen. Jeder deiner Gedanken
    trägt zur Wahrheit oder Illusion bei; entweder dehnt er die Wahrheit aus, oder er vervielfacht die Illusionen. Du
    kannst in der Tat das Nichts vervielfachen, aber dadurch wirst du es nicht ausdehnen.
    3.
    Außer deiner Einsicht, dass Gedanken niemals nichtig sind, verlangt die Erlösung, dass du auch einsiehst, dass
    jeder deiner Gedanken entweder Frieden oder Krieg, entweder Liebe oder Angst bringt. Ein neutrales Ergebnis ist
    unmöglich, weil ein neutraler Gedanke unmöglich ist. Die Versuchung, Gedanken der Angst als unwichtig, trivial
    und als keiner weiteren Beachtung wert abzutun, ist so groß, dass es für dich grundlegend wichtig ist, sie alle als
    gleichermaßen zerstöreris ch, aber auch als gleichermaßen unwirklich zu begreifen. Wir werden diesen
    Leitgedanken in vielen Formen üben, bevor du ihn wirklich verstehst.
    4.
    Erforsche beim Anwenden des heutigen Leitgedankens deinen Geist etwa eine Minute lang mit geschlossenen
    Augen, und bemühe dich aktiv, keinen »kleinen« Gedanken zu übersehen, der möglicherweise dazu neigt, sich der
    Erforschung zu entziehen. Das ist recht schwierig, bis du dich daran gewöhnt hast. Du wirst feststellen, dass es dir
    noch immer schwer fällt, keine künstli chen Unterscheidungen zu treffen. Jeder Gedanke, der dir einfällt, der
    Eigen schaften ungeachtet, die du ihm zuschreibst, eignet sich für die Anwendung des heutigen Leitgedankens.
    5.
    Wiederhole in den Übungszeiten zunächst den Leitgedanken für dich, und während dann ein Gedanke nach
    dem anderen vor dein geistiges Auge tritt, halte ihn einen Augenblick lang im Bewusstsein fest, während du dir
    sagst:
    Dieser Gedanke über ______ ist kein neutraler Gedanke.
    Jener Gedanke über ______ ist kein neutraler Gedanke.
    Benutze wie üblich den heutigen Leitgedanken auch, wann immer du eines bestimmten Gedankens

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