Eternal Riders: Ares (German Edition)
Ohrläppchen, und sie wölbte sich mit einem Stöhnen gegen ihn. »Oder auf der Bank sitzend, während er auf die Knie geht und dich zwischen den Beinen leckt? Oder warst du vielleicht oben und hast ihm einen geblasen, während er es dir mit der Zunge besorgte? Hast du je Honig benutzt, Cara? Heißes Wachs? Eine Reitgerte?«
Die erotischen Bilder überschlugen sich in ihrem Kopf, bis sie atemlos, benommen und sprachlos war.
»Hab ich mir auch nicht gedacht.« Ares stellte das Wasser ab und schnappte sich ein Handtuch vom beheizten Handtuchhalter. Ehe sie protestieren konnte, hatte er sie darin eingewickelt und führte sie ins Schlafzimmer.
Sie hielt ihn auf, kurz vor dem Bett. »Warte mal. Ich versteh das nicht. Warum hast du mich denn all diese Dinge gefragt, wenn du gar nicht vorhattest … du weißt schon.«
»Dich zu ficken?« Ein tiefes, harsches Lachen stieg in seiner Brust auf, die, wie sie bemerkte, glatt und unbehaart war – zum Abschlecken. »Ist es das, was du wirklich willst?«
Ja. »Natürlich nicht.« Wirklich nicht. Diese Sache zwischen ihnen beiden war sowieso schon viel zu weit gegangen, und sie hatte auch so schon mehr als genug Probleme. Das Letzte, was sie jetzt brauchte, war, etwas mit einem Mann anzufangen – und schon gar nicht mit einem unsterblichen Halbdämon, dessen Bruder ihren Tod wollte.
»Natürlich nicht«, wiederholte er. Seine Worte trieften vor Bitterkeit. »Aber das spielt auch keine Rolle. Du bist sowieso nicht stark genug, um mit dem umzugehen, was ich zu bieten habe.«
Wieder dieses Gerede von ihrer Schwäche. »Du kennst mich doch gar nicht. Du weißt überhaupt nicht, wozu ich fähig bin.«
»Aber ich weiß, wozu ich fähig bin.« Er schlug die Laken zurück und versetzte ihr einen leichten Stoß Richtung Bett. »Du hattest recht, Cara, ich bin ein Dämon. Ich habe in meinem Leben nie etwas anderes gekannt als den Kampf. Schlachten, Sex, das ist für mich alles dasselbe. Ich ficke, wie ich kämpfe, bis die andere Person um Gnade fleht. Vertrau mir, das möchtest du lieber nicht erleben. Ich hatte unrecht, je etwas anderes zu denken.« Seine Hände legten sich schwer auf ihre Schultern, und er drückte sie auf die Matratze. »Schlaf. Finde deinen Welpen.«
Sie starrte ihn wütend an, verletzt durch seine Zurückweisung, ohne genau zu wissen, wieso. Sie wollte ihn doch gar nicht. Sie wollte nur ihr Leben zurückhaben.
Und dein Leben möchtest du unbedingt zurückhaben, weil … ?
Weil sie in ihrem alten Leben vielleicht kurz davorgestanden hatte, obdachlos zu werden, aber immerhin nicht zu sterben. Weil sie in ihrem alten Leben nicht von Dämonen und bösen Legenden gejagt wurde.
Und keine sexy Männer sie in ihrer Dusche bis zum Orgasmus streichelten.
Frustriert zog sie mit einem Ruck das Laken über sich, rollte sich auf die Seite und drückte ihr Gesicht in flauschige Weichheit. Ihre Wut ebbte ab und wurde durch Verwirrung ersetzt. »Du hast mir ein Kissen mitgebracht.«
Er zuckte beiläufig mit den Schultern, doch zugleich überzog eine zarte Färbung seine Wangen. »Du solltest es bequem haben, wenn du schläfst. Um den Hund zu finden«, fügte er rasch hinzu. Dann rannte er aus dem Schlafzimmer, als stünden seine Füße in Flammen.
Es war ihm peinlich, dass er etwas Nettes getan hatte.
Cara starrte ihm hinterher. Ein Gefühl der Unruhe ließ ihre Gedanken einfach nicht zur Ruhe kommen. Ares war ein harter Mann – genau das, was sie von einem fünftausend Jahre alten Krieger erwarten würde. Aber sie hatte gesehen, wie er mit seinem Pferd umging oder mit diesem Baby-Ziegending. Sie hatte seine zärtliche Berührung gespürt, seinen Beschützerinstinkt. Und er war so rücksichtsvoll gewesen, ihr ein Kissen zu bringen.
Warum machte ihr all das so viel aus, wenn sie doch glücklich sein sollte zu wissen, dass er mehr war als eine kaltblütige Killermaschine?
Weil du ihn nicht mögen willst. Jeder, den du liebst, hält dich auf Abstand. Wenn Ares in der Lage war, etwas für sie zu empfinden, würde er ihr nur wehtun, so wie ihr Ex es getan hatte. So wie ihre Familie, selbst wenn das unabsichtlich geschehen war, indem sie sie behandelt hatten, als wäre sie anders.
Das Mal, das in Ares’ Gegenwart immer prickelte, hörte abrupt auf, als wollte es diesen Punkt unterstreichen. Geistesabwesend blickte sie an sich hinab und musste einen Schrei unterdrücken. Es war nicht mehr leuchtend rot, sondern hatte inzwischen die Farbe einer sterbenden Rose
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