Bücher online kostenlos Kostenlos Online Lesen
Feuer der Nacht

Feuer der Nacht

Titel: Feuer der Nacht Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Linda Howard
Vom Netzwerk:
Augen. »Die gute Nachricht ist, dass ich offiziell von der Liste der Verdächtigen gestrichen bin. Die schlechte, dass der Mann, den ich beim Empfangssaal gesehen habe, vermutlich Carries Mörder ist, und er meint, dass ich ihn identifizieren kann.«
    »Ach du liebe Güte!«
    »Es gibt noch mehr gute und schlechte Nachrichten. Gut: Der Detective hat gesagt, dass er mit ziemlicher Sicherheit weiß, wer der Täter ist. Schlecht: Er verfügt nicht über ausreichend Beweise für einen Durchsuchungsbefehl. Er hofft jetzt, dass ich mit dem Finger auf einen der Burschen deute und sage: ›Das ist er‹, wenn er mir die Fotos vorlegt. Was ich aber nicht kann. Ich habe ehrlich nicht aufgepasst«, fügte sie kläglich hinzu. Sie wünschte wirklich, es wäre etwas Markantes an dem Typen gewesen, woran sie sich nun erinnern könnte, damit die Sache endlich erledigt war.
    »Aber … ich dachte, du und auch Diedra hättet gesagt, die Person, die geschossen hat, hätte auch eine Frau sein können.«
    »Oder ein kleiner Mann«, erklärte Jaclyn und schloss dann die Augen: Sie dachte an den Mann auf dem Parkplatz des Empfangssaals. An seinem Gesicht war nichts Auffälliges, aber sie verfügte über ein gutes räumliches Gedächtnis, und sie hatte eine klare Vorstellung, wie groß er in Relation zu ihrem Auto gewesen war. Der Mann, den sie gesehen hatte, war nicht klein gewesen; locker an die eins zweiundachtzig, wenn nicht noch größer. »Ich glaube nicht, dass es derselbe Mann war, den ich gesehen hatte.«
    »Aber das ergibt keinen Sinn.«
    »Vielleicht hat er jemanden angeheuert«, sagte sie unschlüssig. »Entweder das, oder die Schüsse hatten mit Carrie gar nichts zu tun.«
    »Die Chancen, die dagegen sprechen, sind minimal. Da bin ich mit Peach einer Meinung: Die Sache steht in Verbindung mit Carrie.«
    »Oder mit jemand anderem, für den ich die Hochzeit konzipiert habe – vielleicht fand die Braut alles grauenhaft.«
    Einen Augenblick herrschte Schweigen, dann sagte Madelyn plötzlich unglücklich: »Ach du liebe Güte! Ich habe gestern einen Anruf bekommen … Wenn eine Frau auf dich geschossen hat, dann habe ich ihr gestern wohl gesagt, wo du bist.«
    »Was?«
    »Jemand hat gestern im Büro angerufen. Diedra ist drangegangen und hat das Gespräch dann an mich durchgestellt. Die Frau – wer auch immer sie war – sagte, sie sei eine alte Freundin von dir vom College; ihr hättet unlängst telefoniert und wolltet euch nach der Arbeit auf einen Drink treffen, aber sie habe die Uhrzeit vergessen. Sie faselte einen Namen daher, aber wir waren so unter Druck, dass niemand ihn notiert hat. Ich sagte zu ihr, du hättest gestern Abend eine Hochzeitsprobe und würdest, anschließend direkt zu einer Hochzeit fahren; ich habe ihr mitgeteilt, wo sie stattfand und dass es spät werden würde, bis du dort fertig werden würdest und dass sie vielleicht den Termin des Treffens verwechselte. Dann habe ich ihr deine Handynummer gegeben, damit sie dich anrufen und einen neuen Termin ausmachen konnte. Hat sie sich gemeldet?«, fragte Madelyn hoffnungsvoll.
    Jaclyn zog die Stirn kraus. »Nein, niemand hat mich angerufen. Und ich hatte auch mit keiner alten Freundin vom College gesprochen.«
    »Ich wäre fast an deinem Tod schuld«, stieß Madelyn entsetzt aus, und ihr zitterte die Stimme unter Tränen, als sie fortfuhr: »Wir können den Anruf sicher zurückverfolgen lassen, können herausfinden, wer sie war …«
    »Vielleicht. Ich weiß nicht. Ich rufe jetzt Detective Wilder an. Mom, nicht weinen! Du hast keine Schuld, dass man mich fast umgebracht hätte. Die Person, die auf mich geschossen hat, ist schuldig, nicht du.« Nun stiegen auch ihr die Tränen in die Augen, denn schließlich war sie ihre Mutter. »Bitte weine nicht, sonst heule ich auch gleich los, und dann haben wir heute beide verschwollene Augen.«
    »Ach, mein Kleines, es tut mir so leid!«
    Es dauerte einige Minuten, bis sie Madelyn getröstet hatte, dabei heulten sie beide. Sobald sie aufgelegt hatte, kramte Jaclyn Erics Visitenkarte aus der Tasche und wählte die Nummer von seinem Handy.
    »Jaclyn. Stimmt was nicht?«
    Überrascht nahm sie das Handy vom Ohr und starrte es an, als würde es von Außerirdischen bevölkert. Es war eine Sache, wenn ihre Mutter mit einer Frage das Telefon abnahm, denn schließlich erkannte sie ja ihre Nummer und wusste, wer dran war; aber Eric hatte sie noch nie angerufen. Vorsichtig legte sie wieder das Handy ans Ohr. »Woher wussten Sie,

Weitere Kostenlose Bücher