Bücher online kostenlos Kostenlos Online Lesen
Foundation 01: Meine Freunde, die Roboter

Foundation 01: Meine Freunde, die Roboter

Titel: Foundation 01: Meine Freunde, die Roboter Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Isaac Asimov
Vom Netzwerk:
genetischer
Manipulationen.«
    »Na und?«
    »Ist es dann nicht denkbar, Mr. Demerest, daß der
Mensch durch genetische Veränderungen noch größeren
Gravitationsbelastungen angepaßt werden kann? Was ist der
größte Planet des Sonnensystems, Mr. Demerest?«
    »Der Jupi…«
    »Ja, der Jupiter. Mit einem Durchmesser, der elfmal so
groß ist wie der des Planeten Erde. Vierzigmal so groß
wie der des Mondes. Die Oberfläche des Jupiters ist
hundertzwanzigmal so groß wie die der Erde und
eintausendsechshundertmal so groß wie die des Mondes, die
Bedingungen auf dem Jupiter sind so verschieden von denen auf der
Erde oder ähnlichen Planeten, daß jeder Wissenschaftler
sein halbes Leben dafür hergeben würde, wenn er sie an Ort
und Stelle untersuchen könnte.«
    »Aber an eine Fahrt zum Jupiter ist nicht zu denken«,
sagte Demerest sarkastisch.
    »So?« Ein schwaches Lächeln huschte über
Anette Bergens Gesicht. »Warum ist daran nicht zu denken? Durch
genetische Maßnahmen könnten Menschen entstehen, deren
Knochenbau stärker und belastbarer ist, die zähere Muskeln
haben. Dasselbe Prinzip, das Lunar City vor dem Vakuum und Ocean City
vor dem Meer schützt, kann auch die zukünftige Station
Jupiter City vor der stickstoffhaltigen Atmosphäre
schützen.«
    »Das Gravitationsfeld…«
    »Kann durch atomgetriebene Raumschiffe überwunden
werden, die bereits entwickelt werden. Sie wissen das nicht, aber ich
weiß es.«
    »Man hat nicht einmal genaue Daten über die Dichte der
Atmosphäre. Die Druckverhältnisse…«
    »Die Druckverhältnisse!« fiel ihm Anette Bergen mit
einem kurzen trockenen Lachen ins Wort. »Die
Druckverhältnisse! Sehen Sie sich doch bloß um, Mr.
Demerest. Warum, glauben Sie, wurde Ocean City gebaut? Was war der
eigentliche Grund? Die Nutzung der Wasserflächen? Sie sind durch
die Siedlungen auf den Schelfmeeren ausreichend genutzt. Die
Erforschung des Meeresbodens? Dafür würden Tiefseekapseln
ausreichen, und die hundert Milliarden Dollar, die bisher in Ocean
City investiert worden sind, hätte man sich sparen
können.
    Begreifen Sie denn nicht, daß Ocean City sehr viel mehr ist
als eine lächerliche Tiefseestation? Ocean City ist ein Projekt,
das die Transportmöglichkeiten und den Knowhow ausarbeitet, mit
deren Hilfe der Mensch den Jupiter erforschen und kolonisieren wird.
Schauen Sie sich um, und Sie sehen die Anfänge von
Lebensbedingungen, die denen auf dem Jupiter entsprechen.
Natürlich ist das hier nur ein schwaches Abbild des gewaltigen
Jupiters, aber es ist ein Anfang.
    Wenn Sie Ocean City zerstören, Mr. Demerest, dann
zerstören Sie jegliche Hoffnung, je den Jupiter zu erreichen.
Lassen Sie uns jedoch leben, dann werden wir zusammen das
interessanteste und vielleicht kostbarste Juwel des Sonnensystems
erforschen und bezwingen. Und lange bevor wir die
äußersten Grenzen des Jupiters erreichen, werden wir die
Sterne erreicht haben und die erdähnlichen und die
jupiterähnlichen Planeten, die sie umkreisen. Lunar City wird
nie im Stich gelassen werden, denn für dieses Endziel ist Ihre
Station auf dem Mond ebenso wichtig wie diese Station in der
Tiefsee.«
    Im Moment hatte Demerest den letzten Hebel total vergessen.
    »Davon hat in Lunar City kein Mensch eine Ahnung.«
    »Sie hatten keine Ahnung davon, Mr. Demerest«, sagte
Anette Bergen. »Es gibt in Lunar City durchaus Menschen, die
davon wissen. Wenn Sie ihnen gegenüber geäußert
hätten, daß Sie Ocean City zerstören wollen,
hätte man Ihnen die Reise zu uns herunter verweigert.
Natürlich darf das Projekt nicht an die große Glocke
gehängt werden, und nur wenige wissen Bescheid. Die
Öffentlichkeit steht dem Planetarischen Projekt, an dem bereits
aktiv gearbeitet wird, skeptisch genug gegenüber. Wenn sich der
PEA wenig zahlungswillig zeigt, dann deshalb, weil die
öffentliche Meinung ihn dazu zwingt. Was glauben Sie, würde
die Öffentlichkeit sagen, wenn sie wüßte, daß
wir den Jupiter anpeilen? Für schieren Wahnsinn würde sie
das Projekt halten. Aber wir lassen uns dadurch nicht beirren, wir
machen weiter und stecken jeden nur verfügbaren Penny in die
verschiedenen Versuchsstationen des Projekts Allwelt.«
    »Projekt Allwelt?«
    »Ja, Projekt Allwelt«, sagte Anette Bergen. »Nun
wissen Sie Bescheid, und ich habe auf gröbliche Weise gegen
meine Schweigepflicht verstoßen. Aber das ist nun auch
unerheblich. Wir werden untergehen und mit uns das Projekt.«
    »Moment, Mrs. Bergen.«
    »Falls Sie jetzt plötzlich von

Weitere Kostenlose Bücher