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Foundation 01: Meine Freunde, die Roboter

Foundation 01: Meine Freunde, die Roboter

Titel: Foundation 01: Meine Freunde, die Roboter Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Isaac Asimov
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etwas passieren können. Du bist
Anwalt, George, und wenn es dir jetzt ausgezeichnet geht, dann nur,
weil Andrew ein so hochbegabter Künstler ist. Das Geld, das er
verdient, war und ist die Quelle unseres Wohlstandes. Ich lasse es
nicht zu, daß er wie ein aufziehbares Spielzeug behandelt
wird.«
    »Was soll ich denn unternehmen, Mutter?«
    »Ich sagte eben, du bist Anwalt. Hörst du mir eigentlich
nicht zu? Du machst einen Präzedenzfall daraus, zwingst den
regionalen Gerichtshof, etwas Analoges zu den Menschenrechten
für Roboter aufzustellen, und paukst es bis zum Obersten
Gerichtshof durch – wenn es sein muß. Ich werde die Sache
verfolgen, George. Feigheiten lasse ich nicht zu. Du wirst dich voll
einsetzen.«
    Little Miß meinte es ernst, und was anfangs als
Beruhigungsmanöver gedacht war, wurde zu einer verzwickten,
juristischen Angelegenheit, die interessant zu werden versprach. Als
Ältester in der Kanzlei Feingold & Martin entwarf George die
Strategie, ließ jedoch die Hauptarbeit die jüngeren
Mitarbeiter machen, unter denen sich auch sein Sohn Paul befand, der
täglich seiner Großmutter alles berichtete. Und diese
wiederum besprach alles täglich mit Andrew.
    Andrew war voll mit seinem eigenen Fall beschäftigt. Die
Arbeit an seinem Buch über Roboter wurde hintangestellt, er
dachte konzentriert über juristische Probleme nach und machte
hin und wieder Vorschläge.
    »George hat einmal erwähnt«, sagte er,
»daß die Menschen sich vor Robotern fürchten. Solange
das der Fall ist, werden die zuständigen gerichtlichen Stellen
nichts Ernsthaftes für die Rechte des Robots unternehmen. Sollte
man nicht versuchen, die öffentliche Meinung zu
beeinflussen?«
    Man griff seinen Vorschlag auf. Während Paul die juristische
Seite bearbeitete, machte sich George an die
Öffentlichkeitsarbeit. Für ihn hatte das den Vorteil,
daß er sich formlos geben konnte. Er ging manchmal sogar so
weit, daß er sich nach der letzten Mode des Faltenwurfstils,
also locker und salopp, anzog.
    »Stolpere auf der Bühne des Geschehens bloß nicht
über dein Gewand, Dad«, spottete Paul.
    »Ich werde es versuchen«, erwiderte George und
lachte.
    Er wandte sich zum Beispiel an die Verleger der Dreidimensionalen
Bildpresse, die sich zu ihrer jährlichen Tagung in New York
eingefunden hatten.
    »Falls wir aufgrund der Zweiten Regel unbegrenzten Gehorsam
von jedem Robot verlangen können«, sagte er unter anderem
in seiner Rede, »hat jeder Mensch, aber wirklich jeder Mensch erschreckende Gewalt über jeden, aber wirklich jeden Robot. Besonders weil die Zweite Regel Vorrang vor der
Dritten hat und jeder Mensch das Gesetz des absoluten Gehorsams dazu
benutzen kann, das Gesetz des Selbstschutzes auszuschalten. Er kann
jedem Robot den Befehl geben, sich selbst zu zerstören, sei es
mit oder ohne Angabe des Grundes.
    Ist das etwa gerecht? Würden wir je ein Tier so behandeln?
Selbst ein lebloser Gegenstand, der uns gute Dienste geleistet hat,
hat ein Recht, von uns anständig behandelt zu werden. Ein Robot
ist nicht unsensibel. Er ist kein Tier. Seine Denkfähigkeiten
reichen aus, um sich mit uns unterhalten zu können und sich mit
uns zu freuen. Können wir die Roboter wie Freunde behandeln,
können wir mit ihnen zusammenarbeiten und ihnen die Früchte
dieser Freundschaft voll verweigern, ihnen den Gewinn, der aus der
Zusammenarbeit erwächst, einfach entziehen?
    Falls der Mensch das Recht hat, einem Robot jeden Befehl zu
erteilen, der ein Zuschadenkommen des Menschen nicht
einschließt, dann sollte der Mensch den Anstand besitzen, einem
Robot keinen Befehl zu erteilen, bei dem ein Robot zu Schaden kommen
könnte, es sei denn, die Sicherheit des Menschen verlangt es.
Große Macht zieht große Verantwortlichkeit nach sich.
Wenn der Mensch den Robot hilflos an drei für ihn
unübertretbare Gesetze bindet, um sich selbst zu schützen,
so sollte auch der Mensch an Gesetze gebunden werden, die zum Schutz
des Robots dienen. Ist das etwa zu viel verlangt?«
    Andrew sollte recht behalten. Der Kampf um die öffentliche
Meinung hatte zur Folge, daß die Gerichte das Problem ernst
nahmen und schließlich ein Gesetz verabschiedet wurde, das
besagte, unter welchen Bedingungen keine Befehle an Roboter erteilt
werden durften, die Robotern zum Schaden gereichten. Das Gesetz war
kompliziert und verschroben abgefaßt, die Strafen bei
Verletzung des Gesetzes bei weitem zu mild, aber ein Anfang war
gemacht.
    Der Oberste Gerichtshof der Welt verabschiedete

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