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Gesang des Meeres - Feehan, C: Gesang des Meeres - Turbulent Sea (6 - Joley u. Ilya Prakenskii)

Gesang des Meeres - Feehan, C: Gesang des Meeres - Turbulent Sea (6 - Joley u. Ilya Prakenskii)

Titel: Gesang des Meeres - Feehan, C: Gesang des Meeres - Turbulent Sea (6 - Joley u. Ilya Prakenskii) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Christine Feehan
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einfach mit offenem Mund und pochendem Herzen da, und rasendes Verlangen ließ ihren Körper vibrieren. Dieser verfluchte Kerl. Immer
schien er das letzte Wort zu haben. Sie rieb ihre juckende Handfläche an ihrem Oberschenkel. Aber vielleicht musste es ja gar nicht so sein. Sie hob ihre Hand an ihren Mund und spitzte ihre Lippen, um sie fest auf ihre Handfläche zu pressen, und dann leckte sie ganz langsam ihre Handfläche und ließ gleich darauf ihre Zähne sinnlich über die Haut schaben.
    Ilja stolperte. Seine anmutigen, fließenden Bewegungen gerieten ins Stocken, und er wäre beinah über seine eigenen Füße gefallen. Er warf ihr über seine Schulter einen Blick zu, und sie sandte ihm ihr bezauberndstes Lächeln. Plötzlich war ihr wesentlich wohler zumute, und sie wandte ihre Aufmerksamkeit der versammelten Mannschaft und den Bandmitgliedern zu. Sollte Ilja sich doch in Ruhe Gedanken darüber machen, wie sie einen Ausgleich zwischen ihnen schaffen würde.
    Ilja entfernte sich ein paar Meter und lehnte seinen kräftigen Körper in einer lässigen Pose an die Wand, verschränkte die Arme und versuchte, das quälende Unbehagen vorn in seiner Jeans zu lindern. Er hatte ihr eine teuflische Waffe in die Hand gegeben, die sie gegen ihn einsetzen konnte. Denn nun hatte er mit der enormsten Erektion zu kämpfen, die er jemals gehabt hatte, und er hatte schon einige gehabt. In seiner Ausbildung hatten sie äußerst talentierte Frauen eingesetzt, um ihn zu trainieren. Es ging darum, die Selbstbeherrschung zu bewahren, und wenn er sie verloren hatte, waren die Konsequenzen unmittelbar, schmerzhaft und fürchterlich gewesen.
    Mit einer einzigen trägen Bewegung ihrer Zunge hatte Joley Jahre brutalen Trainings ausgelöscht. Er hatte gefühlt, wie sich ihre Lippen plötzlich über ihm geschlossen hatten und ihre Zunge an seinem harten Schaft hinabgeglitten war, und es hatte seine Jeans beinah gesprengt. Die Frau lernte schnell, und sie war fies genug, ihr Wissen anzuwenden. Es würde nicht so einfach sein, wie er sich das vorgestellt hatte, bei ihr die Oberhand zu behalten. Mit reiner Willenskraft brachte er sein Blut dazu, sich so weit abzukühlen, dass es nur noch auf kleiner
Flamme köchelte, während er dastand und mit Habichtsaugen die Menge um sie herum absuchte.
    Mit Sex konnte er umgehen. Bei jeder Form von Sex mit jeder beliebigen Frau hatte er sich vollständig unter Kontrolle; dafür hatte sein jahrelanges Training gesorgt. Aber jetzt fand er zu seinem nicht unbeträchtlichen Entsetzen heraus, dass Gefühle, wahre Gefühle, alles änderten und Sex zu etwas machten, das weit darüber hinausging, was man ihm jemals gezeigt oder beigebracht hatte. Es war ihm absolut unmöglich, sein Begehren oder seinen Körper zu beherrschen, wenn sein Herz beteiligt war. Der Teufel sollte diese Frau holen, die die Grundfesten seines Lebens von hartem Fels in Sand verwandelt hatte. Sein Verlangen nach Joley hatte den vergnüglichen Sexualakt zu etwas ganz anderem werden lassen. Erst jetzt verstand er den Ausdruck »jemandem verfallen zu sein«. Der Sturz war tief und beängstigend.
    Joley nahm Iljas Gegenwart nur allzu bewusst wahr. Er hatte sämtliche Nervenenden in ihrem Körper zum Leben erweckt. Ihre Seele strömte ihm entgegen. Es war schmalzig, aber wahr. Und seine Seele traf sie, ebenso sehnsuchtsvoll, auf halber Strecke. Sie wusste nicht genau, was das zu bedeuten hatte; sie wusste lediglich, dass sie nicht nur seine Anwesenheit, sondern auch den Umstand hyperdeutlich wahrnahm, dass er gerade in Wogen der Lust versank – und das hatte sie bewirkt, mit nichts weiter als dieser einen Berührung ihrer Handfläche mit ihrer Zunge. Der Handfläche, die sie monatelang geplagt hatte. Ihre Berührung schien ihn überwältigt zu haben. Sie drehte und wendete diese neu gewonnene Erkenntnis in ihrem Kopf, während sie mit ihren Leuten sprach. Sie war in ihrer seltsamen Beziehung zu Ilja gar nicht so machtlos, wie sie stets geglaubt hatte.
    Alle waren niedergedrückt, manche sogar eindeutig verstört und ängstlich. Alle waren von der Polizei vernommen worden, und einige standen dem Auftritt mit zwiespältigen Gefühlen
gegenüber. Niemand schien sich sonderlich über Deans Tod aufzuregen. Er war die meiste Zeit für sich geblieben, und die Roadies schienen sich von ihm distanzieren zu wollen. Vielleicht lag es an den Umständen des Mordes – an dem Verdacht, dass es ein Auftragsmord der Mafia war. Damit wollte keiner etwas zu tun

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