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Gezeiten der Begierde - Jordan, N: Gezeiten der Begierde - To tame a dangerous lord/Courtship-Wars 5

Gezeiten der Begierde - Jordan, N: Gezeiten der Begierde - To tame a dangerous lord/Courtship-Wars 5

Titel: Gezeiten der Begierde - Jordan, N: Gezeiten der Begierde - To tame a dangerous lord/Courtship-Wars 5 Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Nicole Jordan
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miserabel, war es ihm doch unmöglich, die Erinnerungen an den Liebesakt mit Madeline zu vertreiben. Beim Aufwachen am nächsten Morgen fühlte er sich rastlos und mürrisch. Ihm war durchaus verständlich, dass er sie begehrte, doch warum er solche Schwierigkeiten hatte, emotional auf Distanz zu bleiben, nachdem er geschworen hatte, nichts als körperliches Verlangen zu empfinden, war ihm unbegreiflich.
    Es erging ihm kein bisschen anders, als Madeline frisch und liebreizend in cremefarbenem Musselin im Frühstückssalon erschien. Rayne wollte sie auf der Stelle in seine Arme ziehen und ihren verlockenden Mund sowie ihren noch verlockenderen Körper küssen.
    Zweifellos erklärte diese Regung, weshalb er dankbar für den kleinen Zwischenfall war, der ihn aufs Neue zur Vorsicht ermahnte. Sie führten eine höfliche Unterhaltung über die Gäste, die Madeline am Vorabend kennengelernt hatte, als sie versehentlich eine höchst verdächtige Bemerkung machte. Rayne hatte sie gerade beglückwünscht, die Sympathien ihrer Nachbarn gewonnen zu haben.
    Madeline lachte verhalten. »Um ehrlich zu sein,
versuche ich, mehr wie Roslyn Moncrief zu sein. Ich weiß, dass du sie sehr bewunderst. Wie beschriebst du sie noch? Als ›faszinierend‹? Und du hast ihr eine hohe Intelligenz zugeschrieben.«
    Rayne merkte auf. Es gab nur eine Möglichkeit, wie Madeline davon wissen konnte: Sie hatte seinen Schreibtisch durchsucht.
    »Woher weißt du von meiner Bewunderung für sie?«, fragte er gelassen.
    Madeline fuhr zusammen und sah ihn schuldbewusst an. Nun blieb abzuwarten, ob sie gestehen oder sich mit einer Lüge herauswinden würde.
    Nach kurzem Zögern entschied sie offenbar, die Wahrheit zu gestehen. »Ich sah zufällig deine Liste der Brautkandidatinnen.«
    Als er sie nur schweigend betrachtete, ergänzte sie: »Ich habe nicht spioniert, sondern ich suchte in deinem Schreibtisch nach Briefpapier. Eine der Schubladen war unverschlossen, und als ich deine Liste entdeckte, wurde ich neugierig und habe sie gelesen.«
    Rayne schwieg weiterhin, so dass sie schließlich eine Hand auf seinen Arm legte. »Es tut mir leid, Rayne. Ich wollte es nicht, und es wird auch nicht wieder vorkommen, das verspreche ich dir.«
    Ihr Blick war unschuldig, aber Rayne war schon einmal auf ein flehendes, hübsches Gesicht hereingefallen.
    Zwei Tage später kam es zu einem ernsteren Vorfall. Am späten Nachmittag ertappte Rayne Madeline, als sie versuchte, ein Gespräch von ihm zu belauschen.
    Seit seiner Rückkehr nach Riverwood hatte er mehrere Berichte aus London bezüglich der Ermittlungen erhalten. Als er den neuesten Kurier mit letzten Anweisungen entließ, öffnete er die Tür seines Studierzimmers
und fand seine Gemahlin draußen auf dem Korridor vor.
    Madeline lächelte ihn freundlich an. »Ich haderte eben mit mir, ob ich klopfen sollte, Mylord. Ich wollte deine Privatsphäre nicht stören.«
    Rayne war nicht sicher, ob er ihr glauben sollte, wollte es allerdings nicht vor dem Kurier diskutieren. Also nickte er dem Mann nur zu und wartete, bis er fort war.
    Sobald sie allein waren, sah Madeline scheu zu ihm auf. »Du hast wieder einmal den Tee versäumt, und ich wollte dich einladen, ihn mit mir zusammen zu nehmen.«
    Da ihm kein plausibler Grund einfiel, ihre Einladung auszuschlagen, folgte er Madeline in den Salon, wo seine Bediensteten bereits gedeckt hatten.
    Während Madeline ihm einschenkte, sagte sie: »Ich wusste nicht, dass du noch in der Spionage tätig bist.«
    »Wie kommst du auf den Gedanken?«
    Sie sah ihn an. »Wenn ich finstere Gestalten sehe, die zu allen Tages- und Nachtzeiten kommen und gehen, fällt es mir nicht schwer, den Grund zu erraten.«
    »Und du hast geraten, dass meine Besucher mit Spionage zu tun haben?«
    »Ja. Mir fiel diese besondere Dringlichkeit auf, die bei gewöhnlichen Geschäftsangelegenheiten nicht vorkommt. Und wie Bittsteller, von denen du in Anbetracht deines Titels und Vermögens gewiss einige haben dürftest, erschienen sie mir ebenfalls nicht.«
    »Woher das Interesse an meinen Angelegenheiten, meine Liebe?«, fragte Rayne ausweichend.
    Madeline zog eine Braue hoch. »Warum nicht? Sollte ich mich nicht fragen, was meinen neuen Gemahl beschäftigt? Ist es abwegig, dass ich mich für
deine Angelegenheiten interessiere, nur weil wir eine Vernunftehe führen?«
    Vielleicht war es nicht abwegig, entschied Rayne, trotzdem behagte ihm ihr Interesse nicht.
    »Ich dachte, du hättest deine Tätigkeit

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