Bücher online kostenlos Kostenlos Online Lesen
Harry Potter - Gesamtausgabe

Harry Potter - Gesamtausgabe

Titel: Harry Potter - Gesamtausgabe Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Joanne K. Rowling
Vom Netzwerk:
fügte er zu Onkel Vernon gewandt hinzu. »Und Batterien. Hab eine sehr große Sammlung Batterien. Meine Frau hält mich für verrückt, aber was soll man machen.«
    Onkel Vernon hielt Mr Weasley offensichtlich ebenfalls für verrückt. Er glitt kaum wahrnehmbar nach rechts, wobei er Tante Petunia verdeckte, als glaubte er, Mr Weasley könnte sich plötzlich wie wild auf sie stürzen.
    Dudley tauchte plötzlich wieder im Zimmer auf. Das Rumpeln von Harrys Koffer auf der Treppe hatte ihn offenbar aus der Küche vertrieben. Er rutschte an der Wand lang, starrte mit angsterfülltem Blick auf Mr Weasley und versuchte sich hinter seinen Eltern zu verstecken. Leider war Onkel Vernons Rücken zwar breit genug, um die knochendürre Tante Petunia zu verdecken, doch für Dudley reichte es bei weitem nicht.
    »Ah, das ist dein Cousin, Harry?«, sagte Mr Weasley in einem erneuten tapferen Anlauf, Konversation zu machen.
    »Jep«, sagte Harry, »das ist Dudley.«
    Er und Ron wechselten Blicke und sahen dann rasch woandershin; der Versuchung, laut loszuprusten, konnten sie nur mit allergrößter Mühe widerstehen. Dudley umklammerte immer noch seinen Hintern, als hätte er Angst, er könne ihm abfallen. Mr Weasley jedoch schien wegen Dudleys eigenartigem Benehmen aufrichtig besorgt. Tatsächlich hörte Harry aus Mr Weasleys Tonfall heraus, dass er glaubte, Dudley sei verrückt, genau wie die Dursleys dachten, Mr Weasley sei es, allerdings verspürte Mr Weasley keine Angst, sondern aufrichtiges Mitleid.
    »Genießt du die Ferien, Dudley?«, sagte er freundlich.
    Dudley wimmerte. Harry sah, wie sich seine Hände noch fester um das massige Hinterteil klammerten.
    Fred und George kamen mit Harrys Schulkoffer im Schlepptau herein. Sie sahen sich um und erblickten Dudley. Auch an ihrem boshaften Grinsen, das sich nun auf ihren Gesichtern zeigte, waren sie nicht zu unterscheiden.
    »Ah, schön«, sagte Mr Weasley. »Wir machen uns jetzt am besten aus dem Staub.«
    Er schob die Ärmel seines Umhangs hoch und zückte den Zauberstab. Harry sah die Dursleys im Gleichschritt zur Wand zurückweichen.
    »Incendio!« , sagte Mr Weasley und richtete den Zauberstab auf das Sprengloch in der Wand.
    Sofort schossen Flammen aus der Feuerstelle und begannen so munter zu knistern, als ob sie schon seit Stunden geflackert hätten. Mr Weasley nahm einen kleinen Schnürbeutel aus der Tasche, knüpfte ihn auf, nahm eine Prise Pulver heraus und warf es in die Flammen, die sich sofort smaragdgrün färbten und prasselnd in die Höhe schossen.
    »Und los geht’s, Fred«, sagte Mr Weasley.
    »Komme«, sagte Fred. »O nein – wart mal –«
    Ein Beutel Süßigkeiten war aus Freds Tasche gefallen und der Inhalt kullerte über den ganzen Fußboden – große, fette Toffeebohnen in buntem Einwickelpapier.
    Fred rutschte auf den Knien umher und stopfte sie zurück in die Tasche, dann winkte er den Dursleys fröhlich zum Abschied, ging zum Kamin und trat mit den Worten »zum Fuchsbau!« mitten ins Feuer. Von Tante Petunia kam ein leises, schauderndes Keuchen. Ein Rauschen war zu hören und Fred verschwand.
    »Du bist dran, George«, sagte Mr Weasley, »du und der Koffer.«
    Harry half George den Koffer in die Flammen zu tragen und ihn aufrecht zu stellen, damit er ihn besser halten konnte. Dann, unter abermaligem Rauschen, rief George »zum Fuchsbau!« und verschwand ebenfalls.
    »Ron, du bist dran«, sagte Mr Weasley.
    »Bis dann«, sagte Ron strahlend zu den Dursleys. Mit einem breiten Grinsen für Harry trat er ins Feuer, rief »zum Fuchsbau!« und verschwand.
    Jetzt waren nur noch Harry und Mr Weasley übrig.
    »Na dann … auf Wiedersehen«, sagte Harry zu den Dursleys.
    Sie sagten kein Wort. Harry ging aufs Feuer zu, doch gerade als er den Rand des Kamins erreicht hatte, streckte Mr Weasley die Hand aus und hielt ihn zurück. Erstaunt sah er die Dursleys an.
    »Harry hat Ihnen auf Wiedersehen gesagt«, sagte er. »Haben Sie ihn nicht gehört?«
    »Ist schon gut«, murmelte Harry Mr Weasley zu. »Ehrlich gesagt, mir ist es egal.«
    Doch Mr Weasley zog die Hand nicht von Harrys Schulter.
    »Sie sehen Ihren Neffen erst nächsten Sommer wieder«, sagte er mild entrüstet zu Onkel Vernon. »Sicher wollen Sie ihm auf Wiedersehen sagen?«
    In Onkel Vernons Gesicht arbeitete es unter Hochdruck. Die Vorstellung, ein Mann, der gerade seine halbe Wohnzimmerwand gesprengt hatte, bringe ihm Manieren bei, schien ihm heftige Qualen zu bereiten.
    Doch Mr Weasley hatte den

Weitere Kostenlose Bücher