Bücher online kostenlos Kostenlos Online Lesen
Harry Potter - Gesamtausgabe

Harry Potter - Gesamtausgabe

Titel: Harry Potter - Gesamtausgabe Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Joanne K. Rowling
Vom Netzwerk:
befördert hatte.
    »Ich weiß nicht, was wir bei den beiden falsch gemacht haben«, sagte Mrs Weasley, legte ihren Zauberstab beiseite und begann noch mehr Töpfe hervorzukramen. »Das geht nun schon seit Jahren so, immer wieder was Neues, und sie wollen einfach nicht zuhören – o nein, nicht schon wieder!«
    Sie hatte ihren Zauberstab vom Tisch genommen und er hatte sich unter lautem Quieken in eine riesige Gummimaus verwandelt.
    »Schon wieder einer von ihren falschen Zauberstäben!«, rief sie. »Wie oft hab ich den beiden schon gesagt, sie sollen sie nicht herumliegen lassen!«
    Sie griff nach ihrem richtigen Zauberstab, drehte sich um und musste feststellen, dass die Sauce auf dem Herd zu kokeln begonnen hatte.
    »Komm mit«, sagte Ron hastig zu Harry und kramte eine Hand voll Besteck aus der Schublade, »wir gehen nach draußen und helfen Bill und Charlie.«
    Sie ließen Mrs Weasley allein und gingen durch die Hintertür hinaus auf den Hof.
    Sie waren nur ein paar Schritte gegangen, als Hermines säbelbeiniger rötlicher Kater Krummbein aus dem Garten gesaust kam, den Schwanz wie eine Flaschenbürste schnurgerade in die Luft gestreckt, auf der Jagd nach etwas, das aussah wie eine erdige Kartoffel auf Beinen. Das kaum armlange Wesen ließ seine verhornten kleinen Füße eifrig tapsen, hoppelte quer über den Hof und stürzte sich kopfüber in einen der Gummistiefel, die an der Tür lagen. Harry konnte den Gnomen wie irre giggeln hören, während Krummbein eine Pfote in den Stiefel steckte und nach ihm aushieb. Unterdessen begann es von der anderen Seite des Hauses her laut zu lärmen. Was den Krach verursachte, erkannten sie erst, als sie in den Garten kamen und sahen, dass Bill und Charlie mit gezückten Zauberstäben zwei arg ramponierte alte Tische hoch über dem Rasen fliegen und gegeneinanderknallen ließen, um den des Gegners zum Absturz zu bringen. Fred und George feuerten sie an; Ginny lachte, und Hermine stand an der Ecke und trat von einem Bein aufs andere, offenbar hin- und hergerissen zwischen Vergnügen und schlechtem Gewissen.
    Bills Tisch knallte laut gegen den Charlies und schlug ihm ein Bein weg.
    Oben am Haus klapperte etwas, und sie sahen, wie Percy aus einem Fenster im zweiten Stock lugte.
    »Hört auf damit!«, bellte er.
    »Verzeihung, Perce«, sagte Bill grinsend. »Wie steht’s mit den Kesselböden?«
    »Ganz übel«, sagte Percy verdrießlich und schlug das Fenster zu. Kichernd ließen Bill und Charlie die Tische im sicheren Gleitflug auf dem Gras landen, dann fügte Bill mit einem Schnippen des Zauberstabs das fehlende Bein wieder an und deckte die Tische von Zauberhand.
    Um sieben Uhr ächzten die Tische unter der Last von Töpfen und Tellern, die gefüllt waren mit Mrs Weasleys herrlichen Gerichten, und die neun Weasleys, Harry und Hermine setzten sich und begannen unter dem klaren, tiefblauen Himmel zu essen. Für jemanden, der sich den ganzen Sommer von zunehmend muffiger werdendem Kuchen ernährt hatte, war dies das Paradies, und Harry hörte anfangs lieber zu, als zu reden, da er sich an Hühnchen-und-Schinken-Pastete, Salzkartoffeln und Salat gütlich tat.
    Am anderen Ende des Tisches erzählte Percy seinem Vater alles über seinen Kesselboden-Bericht.
    »Ich hab Mr Crouch gesagt, am Dienstag bin ich fertig«, erklärte Percy mit Nachdruck. »Das ist ein wenig früher, als er erwartet hat, aber ich bin eben immer eine Nasenlänge voraus. Ich glaube, er wird mir dankbar sein, dass ich es in so kurzer Zeit geschafft habe. Immerhin ist bei uns in der Abteilung gerade die Hölle los, bei den ganzen Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft. Wir bekommen einfach nicht die notwendige Unterstützung von der Abteilung für Magische Spiele und Sportarten. Ludo Bagman –«
    »Ich mag Ludo«, sagte Mr Weasley sachte. »Er hat uns nämlich die guten Plätze für das Endspiel besorgt. Hab ihm einen kleinen Gefallen getan: Sein Bruder, Otto, hatte sich ein kleines Problem eingehandelt – einen Rasenmäher mit übernatürlichen Kräften – und ich hab die Sache geradegebogen.«
    »Oh, Bagman, ganz nett, natürlich«, sagte Percy geringschätzig, »aber wie er jemals Abteilungsleiter werden konnte … wenn ich ihn mit Mr Crouch vergleiche! Ich kann mir bei Mr Crouch einfach nicht vorstellen, dass er einen Mitarbeiter seiner Abteilung verliert und nicht versucht herauszufinden, was mit ihm passiert ist. Ist dir klar, dass Bertha Jorkins jetzt schon seit über einem Monat vermisst wird? Die

Weitere Kostenlose Bücher