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Helden des Olymp: Der verschwundene Halbgott (German Edition)

Helden des Olymp: Der verschwundene Halbgott (German Edition)

Titel: Helden des Olymp: Der verschwundene Halbgott (German Edition) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Rick Riordan
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seinem Kopf regte sich eine Erinnerung – an etwas, wovor Hera ihn gewarnt hatte, aber es blieb unscharf.
    Andererseits wirkte Ihre Hoheit doch sehr umgänglich. Wenn sie ohne Kampf bekommen konnten, was sie wollten, desto besser. Und diese Dame sah wirklich nicht aus wie eine Feindin.
    Piper sagte: »Jason, ich finde nicht …«
    »Das ist Piper«, sagte er. »Das ist Leo. Ich bin Jason.«
    Die Prinzessin richtete die Augen auf ihn, und nur für einen Moment leuchtete ihr Gesicht buchstäblich auf, es loderte in einem solchen Zorn, dass Jason ihren Schädel unter ihrer Haut sehen konnte. Jasons Gedanken wurden immer verwirrter, aber er wusste, dass hier etwas nicht stimmte. Dann war der Augenblick vorbei und Ihre Hoheit sah wieder aus wie eine normale elegante Frau mit einem herzlichen Lächeln und einer beruhigenden Stimme.
    »Jason. Was für ein interessanter Name«, sagte sie und ihre Augen waren so kalt wie der Wind von Chicago. »Ich glaube, wir werden dir einen Sonderpreis machen müssen. Kommt Kinder. Gehen wir einkaufen.«

XXVII
    Piper
    Piper wäre am liebsten zum Fahrstuhl gestürzt.
    Ihre zweite Wahl: die seltsame Prinzessin jetzt sofort anzugreifen, denn sie war sicher, dass ohnehin ein Kampf bevorstand, so, wie das Gesicht der Dame geglüht hatte, als sie Jasons Namen gehört hatte. Jetzt lächelte Ihre Hoheit, als wäre nichts passiert, und Jason und Leo schienen keinerlei Unheil zu wittern.
    Die Prinzessin zeigte auf den Kosmetiktresen. »Fangen wir mit den Elixieren an?«
    »Super«, sagte Jason.
    »Jungs«, schaltete Piper sich ein. »Wir sind hier, um die Sturmgeister und Trainer Hedge zu holen. Wenn diese – Prinzessin – wirklich unsere Freundin ist …«
    »Ach, ich bin etwas Besseres als eine Freundin, meine Liebe«, sagte Ihre Hoheit. »Ich bin Verkäuferin.« Ihre Diamanten funkelten und ihre Augen glitzerten wie die einer Schlange – kalt und düster. »Keine Sorge. Wir werden uns schon zum Erdgeschoss hinabarbeiten, was?«
    Leo nickte eifrig. »Sicher, klar. Klingt doch gut. Oder, Piper?«
    Piper gab sich alle Mühe, ihn mit Blicken zu durchbohren. Nein, tut es nicht!
    »Natürlich tut es das.« Ihre Hoheit legte Leo und Jason die Hände auf die Schultern und führte sie zur Kosmetikabteilung. »Na los, Jungs.«
    Piper blieb nichts anderes übrig, als hinterherzugehen.
    Sie hasste Kaufhäuser – vor allem, weil sie in mehreren als Ladendiebin erwischt worden war. Na ja, nicht direkt erwischt, und Diebin war sie auch nicht direkt gewesen. Sie hatte die Verkäufer überredet, ihr Computer, neue Stiefel, einen goldenen Ring, einmal sogar einen Rasenmäher zu schenken, obwohl sie keine Ahnung hatte, was sie damit wollte. Sie behielt den Kram nie. Sie wollte sowieso nur die Aufmerksamkeit ihres Dads. Meistens überredete sie die UPS-Leute aus der Nachbarschaft, die Sachen zurückzubringen. Aber natürlich kamen die Verkäufer, die sie bezirzt hatte, immer irgendwann zu sich und riefen die Polizei, die Piper auch manchmal stellte.
    Jedenfalls fand sie es gar nicht prickelnd, nun wieder in einem Kaufhaus zu sein – schon gar nicht in einem, das einer verrückten, im Dunkeln leuchtenden Prinzessin gehörte.
    »Und dies«, sagte die Prinzessin, »ist die beste Auswahl an magischen Mixturen, die es überhaupt gibt.«
    Der Tresen war vollgestopft mit blubbernden Bechern und rauchenden Phiolen auf Dreifüßen. In den Vitrinen standen Kristallflakons, geformt wie Schwäne oder bärenförmige Honigspender. Die Flüssigkeiten darin hatten alle möglichen Farben, von leuchtend weiß zu bunt getupft. Und der Geruch – uäh! Einige rochen angenehm, wie frisch gebackene Plätzchen oder Rosen, aber darunter mischte sich der Gestank von brennenden Reifen, Stinktiersekreten und Sportumkleiden.
    Die Prinzessin zeigte auf eine blutrote Phiole – ein einfaches Reagenzglas mit einem Korkstöpsel. »Das hier heilt jegliche Krankheit.«
    »Sogar Krebs?«, fragte Leo. »Lepra? Nagelbettentzündung?«
    »Jede Krankheit, mein Süßer. Und diese Phiole«, sie zeigte auf einen schwanförmigen Behälter, der mit einer blauen Flüssigkeit gefüllt war, »tötet dich auf überaus schmerzhafte Weise.«
    »Super«, sagte Jason. Seine Stimme klang verwaschen und schläfrig.
    »Jason«, sagte Piper. »Wir haben noch etwas zu erledigen. Weißt du das noch?« Sie versuchte, Macht in ihre Worte zu legen, ihn mit Charme-Sprech aus seiner Trance zu reißen, aber selbst in ihren Ohren klang ihre Stimme zittrig. Diese

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