Herbstfraß
passen. Den Rest seines Namens müsste er auf dem anderen Fuß fortsetzen. Aber seinen Namen kann er nur mit dem Rambo-Messer schreiben. Alles andere hätte keinen Stil.
Der Junge klingt inzwischen heiser. Er hat schon geschrien, als er vorhin Sex mit ihm hatte. Rambo ist begeistert. Der Bengel geht in dem Spiel wirklich perfekt auf. Ein Schwall Blut läuft über den Zeh. Er beugt sich vor und schiebt ihn sich in den Mund, um die süße Flüssigkeit abzulecken, ehe er zubeißt.
21:12 Uhr
„Au!“
Über mir kichert Bo, denn er hat mich in den verlängerten Rücken gebissen. Natürlich war es nicht richtig schmerzhaft, freilich bin ich auf einen Liebesbiss nach dem zarten Streicheln nicht gefasst gewesen.
„Runter von mir, du Pitbull!“
„Ich denke, ich soll dich für meine blöde Bemerkung verwöhnen?“
„Ich will dir lieber in die Augen sehen können. Auf diese Weise kann ich dir rechtzeitig einen Maulkorb verpassen.“
„Ich habe dich eben zum Fressen gern.“
„Wie wäre es, wenn du mich zum Ficken gern haben würdest und dies endlich in die Tat umsetzt?“
Während ich mich auf den Rücken drehe, stöhnt Bo gespielt auf und deutet auf das Meer aus Teelichtern, das das Schlafzimmer in warmes, flackerndes Licht taucht.
„Ich backe dir Pizza …“
„Fertigpizza!“
„… schnippel dir sogar einen dämlichen Salat …“
„Salat ist gesund. Außerdem hast du ihn vorher nicht einmal gewaschen, du Superkoch.“
„ … lasse es zu, dass du den ganzen Rotwein trinkst …“
„Nu mach mal halblang. Du hast schließlich auch ein Glas abbekommen.“
„… und sorge für romantische Stimmung.“
Dieses Mal rede ich nicht dazwischen, denn damit hat er recht. Ich fahre total auf Kerzenlicht ab und das hat mein Tweety bis zum letzten Wachsstückchen in dieser Wohnung ausgenutzt.
„Und du redest ordinär vom Ficken, wo ich jeden Zentimeter deines appetitlichen Körpers zum Glühen bringen wollte.“
„Bo?“
„Hm?“
„Steck ihn endlich rein.“
„Du willst tatsächlich ein schlichtes Rein und Raus?“
„Rein würde mir für den Anfang ausreichen.“ Ich versuche mich an einem besonders lieben Lächeln.
„Glaub nicht, dass du mit deinem Grinsen bei mir etwas erreichen könntest.“
„Tweety! Bitte! “
Eigentlich wollte ich doch Bo ein bisschen bestrafen. Wieso bin ich es jetzt, der bettelt? Das Flehen zeigt jedenfalls Wirkung, denn Bo greift nach dem Gleitgel auf dem Nachttisch. Gleich darauf spüre ich einen Finger, der sanfte Kreise um meinen Anus zieht. Ein spannungsgeladenes Kribbeln durchzieht meinen Unterleib. Allein diese zarte Berührung reicht aus, dass die ersten Lusttropfen aus meinem Glied perlen. Wohliges Schnurren wird zu einem leisen Keuchen, als der Finger in mich eindringt. Bo beugt sich über mich. Weiche Lippen legen sich auf meine und ich fühle das neckende Streicheln einer Zunge, die um Einlass bittet. Der intensive Kuss lenkt mich beinahe davon ab, dass ein zweiter Finger in mein Innerstes schlüpft. Ich stelle die Beine auf, um Bo besseren Zugang zu gewähren und stöhne hemmungslos an seinem perfekten Mund auf. Längst habe ich die Arme um Bos Nacken geschlungen, um mich zum einen an ihm festzuhalten und ihn zum anderen ungehindert weiter küssen zu können. Finger massieren meinen inneren harten Kern, während sein Daumen von außen über meinem Damm reibt. Mir bricht der Schweiß aus. Ich bin vollkommen in Hitze und sehne mich nach der Berührung von Bos nackter Haut. Gierig zucke ich den erregenden Berührungen entgegen. Die unaufhaltsam wachsende Leidenschaft lässt mich hilflos erzittern. Bo knabbert an meinen Lippen, saugt liebevoll an meiner Zunge und schenkt mir einen dieser intensiven Blicke, die ausreichen, um mich wie Butter in der Sonne dahin schmelzen zu lassen. Das Pulsieren im Unterleib wird stärker und stärker, bis ein atemloser Schrei aus mir herausbricht. Ich presse das erhitzte Gesicht an Bos Schulter, denn der Höhepunkt lässt mich erst vor Lust erbeben und klingt dann in warmen Wellen ab. Bo hält mich zärtlich fest, haucht Küsschen auf Stirn und Schläfe und zieht behutsam die Finger zurück. Dieser intime Verlust reißt mich aus dem wunderbaren Nachglühen. Ich komme viel zu abrupt in der Realität an und blicke auf.
„Ich liebe dein Gesicht, wenn du kommst“, flüstert Bo mir ins Ohr, ehe er vorsichtig hineinbeißt. Stöhnend lasse ich mich auf das Laken sinken, entspannt, zufrieden und ziemlich verklebt. Mit einem
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