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Historical Lords & Ladies Band 38

Historical Lords & Ladies Band 38

Titel: Historical Lords & Ladies Band 38 Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Julia Byrne , Paula Marshall
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Moment nicht, Fred. Wie gesagt, ich habe die Absicht, meine Garderobe zu vergrößern, indem ich mir einige ungewöhnliche Roben bestelle, aber es würde sich nicht für mich schicken, dich in dieser Hinsicht um Rat zu bitten.“
    Er war vollständig einer Meinung mit Tante Cassie. „Mama möchte für dich und Onkel John eine Dinnerparty geben. Sie meint, wir dürften nicht den Anschein erwecken, nun, da er geerbt hat, mit ihm im Unfrieden zu sein. Jetzt, da du willens bist, der Welt zu zeigen, dass es wieder eine Countess of Devereux gibt, freue ich mich schon sehr auf die Party. Den Hund kannst du jedoch zum Dinner nicht mitbringen. Das gehört sich nicht.“
    Voll boshaften Vergnügens malte Cassie sich aus, wie es sein würde, bei Freds Eltern mit dem neuen Haustier in den Salon zu kommen und zu sehen, wie sie es fertigbrachten, sich mit den Launen einer ehemals armen Verwandten abzufinden, die sie ständig von oben herab behandelt hatten. Sie befürchtete jedoch, dass er recht hatte.
    „Bist du sicher, dass John nichts einzuwenden hat?“, fragte Fred ein wenig ängstlich.
    „Natürlich nicht“, antwortete sie, da sie nicht die geringste Ahnung hatte, womit der Gatte nicht einverstanden sein könne. „Schließlich war er sehr begeistert davon, dass ich Harfe spielen lernen will.“
    „Gut, dann ist das erledigt.“ Fred lächelte, und Miss Stroods Rückkehr führte dazu, dass man sich höchst sittsam über eine Reihe von Themen unterhielt, von denen keins Bezug auf Wolfshunde, Harfen und gewagte Abendroben nahm.

7. KAPITEL
    J ohn traf in Mr Fronsacs Räumlichkeiten ein. Er war zu seiner alten Unterkunft in Shoreditch gefahren und hatte dort erfahren, dass Dickie für Mr Fronsac arbeitete. Dickie bestand darauf, bis zum Ende seines Vertrages mit Mr Fronsac als Fechtlehrer tätig zu sein und nur vormittags für John zu arbeiten, willigte jedoch ein, wieder in Devereux House zu wohnen. Er betonte aber, er werde ihm in der Öffentlichkeit mit allem gebührenden Respekt begegnen, aus Rücksicht auf seinen Stolz und den der Countess.
    John betrat den Salon kurze Zeit später, nachdem Fred den Raum verlassen hatte, setzte sich und streckte die langen Beine aus, ganz das Bild männlicher Gelassenheit.
    Cassie wusste sofort, ohne dass er es ihr sagen musste, dass er Mr Dickson aufgespürt hatte und alles in Ordnung war.
    Von der seufzenden Stroody erfuhr er, seine Gattin habe beschlossen, höchst gewagte Kleider zu tragen statt der hübschen Sachen, die vor der Hochzeit für sie gekauft worden waren.
    Er schaute Cassie an, die versuchte, ihn nicht bittend anzusehen. Er darf sich nicht auf Stroodys Seite schlagen, ging ihr durch den Sinn. Sie wollte nicht nur auf ihre Weise der Welt einen Stempel aufdrücken, sondern auch von den letzten Zwängen, die sie so lange hatte ertragen müssen, befreit sein. John war jedoch ihr Mann. Was er hinsichtlich ihres Verhaltens für richtig befand, war Gesetz.
    Er lachte. „Oh, Stroody. Sie haben in mir die größte Neugier ausgelöst, herauszufinden, was meine Gattin gewagt findet. Soll sie ihren Kopf haben, selbst wenn das bedeutet, dass sie die hübschen Kleider ablehnt.“ Fröhlich schaute er die beiden Frauen an.
    In diesem Moment widerfuhr Cassie etwas höchst Seltsames. In den Flitterwochen hatte sie, als John sie in der ersten Nacht geküsst hatte, ein ungemein starkes körperliches Verlangen für ihn empfunden. Was sie nun jedoch für ihn empfand, war ganz anders. In ihr Vergnügen über seine Freude mischten sich die zärtlichsten Regungen, die verlangten, dass seine Gefühle und seine Wünsche zufriedengestellt werden mussten, oder sie würde sich elend fühlen. Es war, als sei sie ein Teil von ihm und empfinde sein Vergnügen über die Tatsache, dass er Mr Dickson wiedergefunden hatte. Sie entdeckte eine Seite an ihm, die sie nie zuvor bemerkt hatte, und sie wollte ihn in den Armen halten, ihm über die warme Wange streichen und den lächelnden Mund, freundschaftlich, aber auch aus Liebe.
    Liebe! Das war es! Sie liebte ihn. Wann in aller Welt war das passiert? Sie war so schockiert über diese Feststellung, dass sie still wurde und alles um sie herum versank. Sie wurde erst wieder aufmerksam, als sie ihn sagen hörte: „So still, Cassie? Das ist eine Wende, die gefeiert werden muss.“
    „Was? … Was?“, stammelte sie. Ihre Gedanken überstürzten sich, denn wie sollte sie mit der Erkenntnis, dass sie ihn liebte, leben?
    „Ich hatte dich gefragt, wann du

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