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In deiner Hand

In deiner Hand

Titel: In deiner Hand Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Joey Tintenfee Lewis
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da.
„Ach … du … dickes … Ei!“, stammelte ich und starrte den Typen an, der bis zum Hals im blutroten Wasser lag. Die blau angelaufenen Lippen zitterten leicht und unter den geschlossenen Lidern rotierten die Augen unruhig umher. Gadget sah aus, als gebe er jeden Augenblick den Löffel ab.
Rotes Wasser war über den hellen Wannenrand geschwappt und bildete rosafarbene Pfützen auf den weißen Fliesen. Die Adamantitnägel auf dem Boden neben der Wanne fielen mir sofort ins Auge. Wobei ich feststellen musste, dass es gar keine Nägel waren. Sie sahen eher aus wie unterarmlange Stricknadel mit einer silbern schimmernden Legierung auf der merkwürdige Symbole eingraviert worden waren. Genau dieselben Dinger, die Malik Faith und anschließend Gadget in den Körper gehämmert hatte, um sie an dem hölzernen Kreuz in der Fabrik aufzuhängen. Und Lindas Worte gingen mir durch den Kopf, dass Adamantit Wunden verursachte, die bei Vampiren schwer heilten. Ich stand einfach nur da, starrte von dem leichenblassen Kopf zu dem Bein, das aus der Wanne baumelte. Gadget trug immer noch die Klamotten von der Grillparty. Sogar die Schuhe hatte er an!
„Brian?“, flüsterte ich heiser und machte einen zögernden Schritt auf ihn zu. Keine Reaktion! „Brian?“ Vorsichtig streckte ich meinen zitternden Arm aus und stupste gegen seine glänzende Schläfe. Sein Kopf kippte nach rechts und offenbarte eine entsetzliche Wunde. Keuchend taumelte ich zurück, rutschte auf dem nassen Boden auf und knallte mit dem Hinterkopf irgendwo gegen. Benommen blieb ich liegen und versuchte mich zu beruhigen.
Malik!,
schoss es mir immer wieder durch den Kopf.
Malik war hier und hat ihn … Oh Gott!
„BRIAN?“, schrie ich hysterisch und rappelte mich umständlich wieder auf. Der Alkohol in meinem Blut bereitete mir zusätzliche Schwierigkeiten. Schwindel peitschte mich und ich musste heftig würgen, als ich erneut das Loch in Gadgets Hals anstarrte.
„Ganz cool bleiben“, machte ich mir selber Mut, schlitterte auf die Wanne zu. Er war doch ein Vampir! Verdammte Scheiße! Die starben doch nicht so schnell! Gadget reagierte nicht. Anstelle dessen rann weiterhin Blut aus der riesigen Wunde, die mir von Mal zu Mal größer erschien. Aus einem der umstehenden Schränke wühlte ich ein vergilbtes Handtuch heraus und drückte es ihm gegen den Hals, dann tauchte ich meine Arme in das Wasser und suchte nach dem Stöpsel. Meine Haut brannte plötzlich wie Feuer! Nach Luft schnappend riss ich die Arme zurück und stieß einen gequälten Schrei aus. Es fühlte sich an, als habe jemand pure Säure in die Wanne gekippt. Fluchend stellte ich mich hinter das Kopfende, schob meine Arme trotzt der Höllenqualen unter Gadgets Rücken und klemmte meine Arme in seine Achseln. Mit zusammengebissenen Zähnen zerrte ich an seinem Oberkörper.
„Du solltest dringend ne Diät machen“, knurrte ich und zog mit aller Macht. Er war trotzdem zu schwer. Ich bekam ihn einfach nicht aus diesem verdammten Wasser heraus. Außerdem musste ich die Blutung stoppen! Völlig überfordert stand ich da, riss wie eine Blöde an dem bewusstlosen oder vielleicht auch schon toten Vampir, verätzte mir die Arme und musste mit ansehen, wie das Blut unaufhaltsam aus seinem Organismus floss. „Du kannst nicht sterben, du Blödmann!“, motzte ich. „Ich habe mir für den bescheuerten Englischaufsatz echt den Arsch aufgerissen!“ Der Schmerz wurde unerträglich. Gezwungenermaßen zog ich die Arme wieder zurück. Außerdem bildete ich mir ein, dass das Frottee nur noch schneller das Blut aus seiner Wunde saugte. „Mach die Augen auf!“, rief ich verzweifelt und verpasste ihm einen ordentlichen Kinnhaken. Ich hatte schlichtweg vergessen, dass ich nur Erik verletzten konnte und musste mit ansehen wie meine Fingerknöchel im Nu anschwollen.
„BRIAN! Verdammt!“ Wütend hielt ich die Luft an, biss die Zähne fest zusammen und tauchte beide Arme erneut bis zu den Schultern in das komische Wasser. Erst als ich das Gefühl hatte, dass mir das Fleisch bis auf die Knochen herunter gefressen worden war, bekam ich endlich die Kette mit dem Stöpsel zu fassen und riss ihn heraus. Meine Knie gaben nach. Schnell zog mich aus dem Wasser zurück. Benommen plumpste ich zu Boden und stieß mit den Fingerspitzen gegen den Adamantitnagel oder was auch immer das für ein Ding war. Trotzt aller Bemühungen wusste ich, dass er das niemals überleben würde. Die Wunde war zu tief und was auch immer in dem

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