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In deiner Hand

In deiner Hand

Titel: In deiner Hand Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Joey Tintenfee Lewis
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starb. Ich hatte sie alle auf dem Gewissen. Ich allein. Sie waren gestorben, weil ich es war, die sich gegen Erik entschieden hatte.
„Der Tod …“ Ich setzte mich behutsam auf und ballte die Fäuste in der Bettdecke. „Der Tod soll auch meine Strafe sein.“ Meine Tränen hinterließen auf der weißen Bettdecke dunkle Flecken. „Es ist nur fair, dass ich diesen Schritt gehe!“
Jenks verzog den Mund zu einem nicht besonders gelungenen Lächeln. „Dein Grund ist nicht die Reue, die du verspürst, Verry. Der einzige Grund, wieso dies deine Entscheidung ist, ist die Hoffnung auf ein gutes Ende.“
Jenks setzte sich auf den Bettrand und griff mit seinen kühlen Händen nach meinem Gesicht. „Doch glaube mir, wenn ich dir sage, dass es nie ein gutes Ende geben wird. Auf unserer Seite erwartet dich der Tod ebenso wie auf der Seite der Sterblichen.“
In diesem Moment wirkte er unheimlich alt und schwach und des ewigen Lebens leid.
„Happy Ends sind hier Mangelware.“
„Ich muss Malik töten“, murmelte ich.
„Hmm … Es ist ein bisschen deprimierend, dass nicht Erik der Grund für deine Entscheidung ist. Du hast ein gutes Herz. Aber du bist verdammt egoistisch.“
„Du findest das egoistisch?“ Diesmal war ich es, die ihn verblüfft ansah. Ich fühlte mich in meiner Ehre gekränkt, persönlich angegriffen. „Ist das dein Ernst?“
„Versuch es mal aus meiner Sicht zu betrachten, Verry. Würdest du es wollen, um Erik den qualvollen Tod zu ersparen und diesen mittlerweile fast unausweichlichen Krieg aufzuhalten, wäre das unglaublich. Aber du wählst diesen Weg nur, um die, die du liebst zu beschützen.“ Er nickte in Annies Richtung. „Du tust es nur, um dein Leben in die richtige Bahn zu lenken. Damit es dir dabei gut geht. Das ist sehr egoistisch.“
„Dir ist schon klar, dass ich dabei draufgehen werde?“, schnappte ich und stierte ihn angriffslustig an.
„Draufgehen.“ Er gluckste. „Du wählst nur ein neues Leben.“
„Ich werde meiner Mum nie wieder unter die Augen treten können. Sie und Annie. Charles und all die anderen, für die werde ich tot sein. Wieso ist das egoistisch? Ich will nur, dass sie in Frieden und frei von Angst leben können.“
Du blöder Idiot! Dir ist das Gehirn wohl weggeschrumpelt!
„Wart ihr es nicht, die egoistisch gehandelt haben? Habt ihr auch nur eine Sekunde an einen verdammten Krieg gedacht, als ihr mich hierher geschleppt und mir die Arme aufgeschlitzt habt, um euren Freund zu retten? Hat auch nur einer von euch an mich oder den Rest der Welt gedacht?“
„Wir waren bereit, für Erik zu sterben!“, plusterte er sich auf.
„Und ich bin bereit für meine Familie zu sterben! Wo zum Henker ist denn da der Unterschied?“
„Du willst wirklich für sie sterben?“
„Ja!“ Ich warf die Arme in die Luft und ließ sie wieder fallen. „Natürlich!“
„Bist du dir ganz sicher?“ Er begann zu grinsen. Was mich nur noch wütender machte.
„JA! Willst du ein paar auf die Fresse oder was?“, blaffte ich ihn an.
„Wir können loslegen!“, rief er über die Schulter. Die Tür zum Krankensaal ging auf. Erik, bei dessen Anblick mir wieder Donnas Worte durch den Kopf schossen, dicht gefolgt von Taylor und Brian, stiefelte in den Raum.
„Entschuldige. Aber ich musste sicher gehen, dass du es wirklich willst“, erklärte Jenks grinsend. „
Du blöder Wichser!“, knurrte ich und wäre ihm am liebsten an die Gurgel gesprungen. Leider traute ich mich nicht, mein Bein zu bewegen. Brian wich meinem Blick aus, ebenso wie Erik. Zum Glück! Möglicherweise hatte er eine logisch nachvollziehbare Erklärung für seinen Befehl, einfach meine Erinnerungen manipulieren zu lassen. Was die Sache an sich nicht verharmloste. Wenn er schon jetzt begann über meinen Kopf hinweg zu bestimmen, dann konnte er sich aber darauf gefasst machen, dass er da bei mir auf Granit biss. Bei Gelegenheit würde ich mir den Kerl zur Brust nehmen! Doch im Augenblick musste ich das zurückstellen, denn es gab gerade weitaus Wichtigeres zu erledigen. Taylor nickte mir anerkennend zu und hob den Daumen seiner rechten Hand so, dass es keiner mitbekam.
„Da Onyx sein Amt bereits abgelegt hat, wovon die anderen natürlich noch nichts wissen, reicht es völlig, wenn Erik die Zustimmung gibt. Er wird auch derjenige sein, der dich wandelt. Dafür bringen wir dich jetzt in den … ehm … speziellen Raum.“
„Und dafür müsst ihr zu viert sein?“
„Nur für den Fall, dass du doch noch die Kurve kratzen

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