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Invasion 03: Der Gegenschlag

Invasion 03: Der Gegenschlag

Titel: Invasion 03: Der Gegenschlag Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: John Ringo
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konnte, aber das würde bedeuten, dass sie entweder beide gingen oder dass er Cally allein ließ. Und in Anbetracht einer potenziell nuklearen Umgebung schien ihm das nicht sehr sinnvoll. Schließlich beschloss er, einfach abzuwarten.
    »Wir bleiben hier«, sagte er und zog eine Militärration aus einem Wandschrank. »Morgen gibt es gegrillten Schinken und Käse.«
    »Na meinetwegen«, feixte Cally. »Morgen ist schließlich ein anderer Tag.« Sie musterte ihre Militärration und verzog das Gesicht. »Wollen wir tauschen?«
     
     
    »Pruitt, machen Sie das Geschütz feuerbereit, bisschen dalli!« Major Robert Mitchell zwängte sich auf den Kommandositz und kippte dabei, so schnell ihm dies möglich war, sämtliche Schalter auf »On«.
    »Aber, Sir!«, rief der Richtschütze und blickte von seinem Visor auf. »Das ist doch das, wo Bun-Bun sein Gedächtnis verloren hat und von diesen Jungs festgehalten wird, die meinen …«
    Es gab einen Grund dafür, weshalb SheVa Neun, das jetzt inoffiziell als »Bun-Bun« bezeichnet wurde, auf der vorderen Panzerung ein zwei Stockwerke hohes Bild von einem riesigen braunweißen, schlappohrigen Hasen hatte, der ein Klappmesser hielt. Es hatte ein paar Stunden gedauert, bis man dem neuen Kommandanten dieses Bild und den Text »Let's Rock, Posleen-Boy!« hatte erklären können. Nachdem er den Comic gelesen und daran Spaß gefunden hatte, hatte der Kommandant sich schließlich widerstrebend mit dem Gemälde einverstanden erklärt; es gab einige Korps, die so etwas zuließen, während andere dagegen waren, und sie würden einfach abwarten müssen, wie der örtliche Kommandeur zu so etwas stand. Und jetzt hatten sie nicht einmal Zeit, sich beim Korps zu melden, ehe die Fäkalien richtig zu dampfen begannen.
     
     
    »LOS JETZT, Pruitt!«, brüllte der Major. »Laden! Vierzehn wird angegriffen! Ich weiß nicht, wo die sind …«
    »Major!«, rief Warrant Officer Indy und schob den Kopf aus der Reparaturluke. »Bewegen Sie unter keinen Umständen das Kettenfahrwerk!«
    »Warum nicht?«, fragte der Kommandant. »Schmoo, sind wir heiß?«
    »Wir kommen jetzt online , Sir«, rief Private Reeves zurück. Der Private war groß und blass, hatte ein teigiges Gesicht und war etwas langsam, daher der Spitzname. Aber er war ein ausgezeichneter SheVa-Fahrer. Aus den Eingeweiden des Panzerfahrzeugs hallte das Klacken einrastender Schaltschutzvorrichtungen.
    »Ich habe kein Signal!«, rief Pruitt. »Die Sensoren sind offline . Tarnung, schätze ich. Mann! Riesiger EMP-Ausschlag! Das war ja noch schlimmer, als wenn man Bun-Bun sein Baywatch wegnimmt!«
    »Dann knacken Sie die Tarnung!«, rief Major Mitchell. »Drehen Sie das Lidar eben von Hand.«
    »Sir!«, fiel ihm der weibliche Warrant besorgt ins Wort. »Das versuche ich Ihnen doch gerade zu sagen; der Tarnschaum ist noch nicht ausgehärtet. Bis das der Fall ist, ist er … verformbar. Wenn Sie ihn erhitzen, härtet er; und wenn er dabei die Sensoren zudeckt, ist Schluss mit unserem Erfassungssystem. Das ist dann dicht, bis wir ein CONTACT-Team herbekommen. Mit einer Menge Lösungsmittel. Ich habe sie zur Sicherheit manuell abgeschaltet.«
    »Oh, Scheiße«, sagte Mitchell. Seine Grafik stammte von einer Nachrichtenstation des Korps weit hinter den Linien. Und die wiederum bekamen noch Informationen von Sensoren von der vordersten Front sowie überlebendem Personal, und er konnte sehen, wie die erste Posleen-Welle, unterstützt von Lampreys und K-Deks, in den Pass strömte. »Wir haben hier ernsthafte Probleme. Ich wäre für Vorschläge dankbar, Miss Indy.«
    »Wir können wahrscheinlich die Ketten bewegen«, antwortete der weibliche Warrant Officer mit verzweifelter Miene. »Wenn sie blockieren, sind sie stark genug, um das Plastikzeug aufzubrechen. Das Gleiche gilt für das Drehen des Turms. Aber bis das Zeug ausgehärtet ist, können wir keine Automatik einsetzen. Und es könnte Probleme mit dem Rohr geben. Also können wir es nicht vertikal bewegen.«
    »Was machen wir dann, Miss Indy?«, fragte Mitchell geduldig.
    »Wir müssen die nächsten zwanzig Minuten auf Bewegungen der Sensoren oder des Geschützes verzichten«, sagte der Ingenieur. »Wir haben ohnehin ein Kontrollproblem mit dem Geschütz; ich arbeite daran.«
    »Haben wir wenigstens ein bisschen Lösungsmittel?«, wollte Mitchell wissen.
    »Ich habe zwei Zwanzig-Liter-Kanister«, erklärte Indy. »Aber dazu müsste man hinausklettern und es auf die Antennen schütten. Und ich

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