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Kane

Kane

Titel: Kane Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Danielle Gear
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die Frauen ihn ansahen, als wäre er nach langer Hungersnot, dass erste Stück Fleisch auf ihrem Teller. Sie alle buhlten quasi um seine Aufmerksamkeit. Selbst Maddy hielt es kaum noch auf ihrem Platz, nachdem sie John's Blick gefolgt war.
    John's erster Gedanke war: Feind! Doch das Ding in seinem Inneren, warf sich förmlich auf die Knie und schrie laut und deutlich : „Herr, ich bin dein Diener. Oh Herr!“ John wusste nicht genau, was das Ding damit meinte, aber er beschloss erst einmal vorsichtig zu sein. Wie von selbst, glitt die rechte Hand zu seinem Oberschenkel und griff nach... nach was auch immer nicht da war. Vielleicht hatte er früher dort eine Waffe versteckt? Gut. Dann musste es eben ohne gehen, obwohl der Fremde ein großes Verlangen nach Angriff oder auch Verteidigung in ihm auszulösen schien. Ohne ein Zögern, hielt der Hüne direkt auf John's Tisch zu und baute sich vor Maddy wie eine Wand auf. Er streckte seine schaufelartige Hand nach ihr aus und strich Maddy über die Wange. „Du bringst sicherlich einen doppelten Whiskey, für mich und meinen Freund hier.“ Seine Stimme war tief, rau und wohlklingend, wie die eines sinnlichen Verführers. Ohne ihm zu antworten, erhob sie sich und schmiegte noch einmal ihre Wange in seine Handinnenfläche, bevor sie mit hochrotem Kopf in Richtung Tresen verschwand. Noch immer herrschte tiefes Schweigen im Raum, bis der Fremde einmal in die Runde nickte, als wolle er die Menge, mit einem Befehl zum Leben erwecken. Was ihm auch prompt gelang. Ruhig, mit einer geschmeidigen Bewegung, setzte er sich an die Stelle, die eben noch von der jungen Frau besetzt war.
    „Gibt es einen besonderen Anlass, für Ihre Großzügigkeit meiner Person gegenüber?“, fragte John den Fremden mit betonter Ruhe in der Stimme.
    „Selbstverständlich gibt es den. Ich hörte, du bist neu in meiner Stadt.“
    Unverkennbar lag die Betonung darauf, dass er der Meinung war, es wäre seine Stadt, was John keinesfalls entgangen war. „Ich habe nicht die Absicht, irgendein Gebiet für mich zu beanspruchen. Um genau zu sein, bin ich nur auf der Durchreise.“
    Der Fremde lächelte ihm direkt ins Gesicht, wobei das Lächeln eher einer herablassenden Geste, als einer Freundlichkeit glich. „Oh. Ich denke, niemand würde je auf diese absurde Idee kommen, mir gegenüber Ansprüche zu erheben, welcher Art auch immer diese wären. Doch das muss nicht heißen, dass Sie gleich wieder gehen müssen. Sie könnten gerade hier, so einiges bewirken.“
    „Und das, schließen Sie woraus?“
    „Ich sehe, wenn mir ein kluger Kopf gegenüber sitzt. Und Sie sind doch ein kluger Kopf , John?“
    John schluckte. Dieser Typ hatte soeben seinen Namen, direkt aus seinem Gehirn gezapft und John hatte nicht einen verdammten Moment darüber nachgedacht, seine Schutzschilde hochzuziehen. Wer wusste, was der Typ sich noch alles genommen hatte. „Wer zum Teufel sind Sie?“
    Der Fremde beugte sich ein Stück weit über den Tisch. Seine Augen glühten unnatürlich rot-orange, wie Feuer. „Nicht ganz! Mein Name ist Shane Hazai und ich bin immer auf der Suche nach guten Leuten mit, sagen wir mal, außergewöhnlichen Fähigkeiten.“
    In diesem Moment stand Maddy wieder vor ihrem Tisch. In der Hand die bestellten, zwei doppelten Whiskey. Ihr Blick starr auf Shane gerichtet, der nun ein Stück zur Seite rückte und mit seiner Hand auf den frei gewordenen Platz klopfte. Ohne ihren Blick von ihm zu lassen, nahm sie Platz und stellte die beiden Gläser abwesend vor sich, auf die zerkratzte Tischplatte. Interessiert, doch nicht verwundert, verfolgte John das Schauspiel. Shane legte die Hand auf Maddy's Oberschenkel, nahm mit der anderen ihr Kinn zwischen Daumen und Zeigefinger und drehte ihren Kopf langsam hin und her. „Außergewöhnlich, diese Augen und die blasse Haut...“ Sein Blick ging langsam über ihre Brüste, hinunter zu seiner Hand, die jetzt auf ihrem Knie lag. „Und die Figur, leicht üppig, wie ich es mag.
    Du kannst gehen Kind. Draußen stehen ein paar meiner Männer, sie werden alles Weitere mit dir besprechen.“ Er verzog sein Gesicht zu einem fiesen Grinsen und wandte sich dann ohne ein weiteres Wort, wieder John zu, während Maddy aufstand und ohne Widerstand den Pub verließ. Niemand der Anwesenden, nahm Notiz von der jungen Frau, die wie in Trance das Lokal verließ, ohne sich noch einmal umzusehen.
    John starrte in Shane's grinsendes Gesicht. Sollte dies eine Vorstellung seiner Macht gewesen

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