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Koenigsmoerder

Koenigsmoerder

Titel: Koenigsmoerder Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Karen Miller
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Conroyd?«, fragte er mit leiser, zitternder Stimme. Sein leerer Magen brodelte, und Galle stieg ihm in die Kehle, in den Mund. Asher war verhaftet worden. »>Euer rechtmäßiger Anspruch auf dieses Land    »Ihr seid ein jämmerlicher, kriechender Wurm!«, schrie Conroyd in einem rauen Flüsterton und trieb ihn rückwärts gegen die Wand. »Seid Ihr wirklich so blind, so dumm? Ihr habt einem Olk Magie gegeben! Ihr habt einer minderwertigen Rasse von Vieh Macht gegeben!«
    »Lasst mich los, Conroyd«, sagte Gar, während der andere Mann die Finger in den Brokat seines Morgenmantels grub. »Lasst mich los und verschwindet von hier.«
    »Wie habt Ihr es gemacht? Wer hat Euch geholfen?«, zischte Conroyd. »Der Abschaum weiß es nicht. War es einer meiner so genannten Freunde? Habt Ihr es so gemacht? Habt Ihr Daltrie Macht versprochen oder Boqur? Sorvold? Hafar?
    Habt Ihr ihnen Reichtümer versprochen als Gegenleistung für...«
    »Ich habe niemandem irgendetwas versprochen!«, rief er und riss sich los. »Und dies war ein Angriff auf Euren König ‐ also seid Ihr jetzt der Verräter.«
    Aber Conroyd hörte nicht zu. Während er reglos dastand und 261
    die hektische Röte aus seinen Wangen wich, dämmerte hinter seinen Augen langsam Begreifen. »Sie war in ihm?«, fragte er langsam. Beinahe ungläubig.
    »Der Olk hat eigene Magie?«
    Mit hämmerndem Herzen zwängte Gar sich an ihm vorbei, stolperte gegen die Ecke des Bettes und wäre um ein Haar gestürzt. »Geht nach Hause, Mylord.
    Betrachtet es als Hausarrest. Ich werde...«
    »Ihr werdet gar nichts tun!«, entgegnete Conroyd und lachte. »Kleiner, verkrüppelter König, versteht Ihr denn nicht? Es ist vorbei. Euer Geheimnis ist offenbar geworden, Euer Versagen ans Licht gekommen. Asher von Restharven ist es bestimmt zu sterben ‐ und es steht nicht in Eurer Macht, ihn zu retten.«
    Aber ich habe es ihm versprochen! Ich habʹs versprochen! Gar kämpfte die aufsteigende Übelkeit nieder und zwang sich, in Conroyds hasserfülltes Gesicht zu blicken. »Alles, was Asher getan hat, hat er getan, weil ich ihn darum gebeten habe. Weil er mein Freund ist.«
    Conroyd lächelte. »Dann ist er ein Narr. Und sein Mangel an Urteilskraft wird ihn töten.«
    Gar fragte sich, ob sein Vater sich so gefühlt hatte, als die Kutsche über den Rand von Salberts Horst geschossen war. »Ich biete Euch einen Handel an, Conroyd.«
    Seine Stimme klang fadendünn und wie aus weiter Ferne. »Lasst Asher frei, und ich werde Euch die Krone geben.«
    Conroyd lachte. »Die Krone ist bereits mein, Junge, und das ganze Königreich dazu! Statt zu handeln, solltet Ihr auf die Knie fallen und betteln!«
    »Um was soll ich betteln? Um Ashers Leben?« Er ließ sich auf den Teppich fallen.
    »Also schön. Ich bettele.« Er zuckte zusammen, als starke, beringte Finger sein Gesicht mit eisernem Griff umfassten.
    »Zu spät«, sagte Conroyd.
    Etwas Schreckliches brannte in den Augen des Mannes. Gar zwang sich, nicht zu erzittern. Zwang sich, diesem wilden Blick standzuhalten. »Wenn Ihr ihn tötet, Conroyd, werde ich von einer Küste zur anderen schreien, dass die Olken ebenso über Ma
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    gie gebieten wie wir. Ich werde die Lüge zerstören, die unser Volk während der vergangenen sechshundert Jahre hier gelebt hat. Ich werde die Wahrheit sagen, und koste es mich mein Leben.«
    Conroyds grausame Finger umklammerten sein Kinn so fest, dass er beinahe aufgestöhnt hätte. »Flüstert nur ein einziges Wort von olkischer Magie, Krüppel, nur ein einziges, und ich werde dafür sorgen, dass das Haus Torvig über eurem magielosen Kopf zusammenbricht. Wenn ich fertig bin, wird die Geschichte Euren Vater als einen ignoranten, ohnmächtigen König kennen, den seine Frau zum Hahnrei gemacht hat. Und Eure Mutter? Eure Mutter wird als die Königliche Schlampe bekannt werden, die ihr Ehebett mit einem brünstigen olkischen Bauernknecht, Eurem wahren Vater, besudelt und einem ahnungslosen Königreich ihren gotteslästerlichen Bastard aufgezwungen hat. Euer Haus wird in den Schmutz gezogen werden, man wird seine Krypta einreißen und die Leichen Eurer Familie in die Wildnis werfen. Und Eure Schwester? Ich werde sie aus dem doranischen

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