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Leviathan erwacht - Corey, J: Leviathan erwacht - Leviathan Wakes (The Expanse Series Book 1)

Leviathan erwacht - Corey, J: Leviathan erwacht - Leviathan Wakes (The Expanse Series Book 1)

Titel: Leviathan erwacht - Corey, J: Leviathan erwacht - Leviathan Wakes (The Expanse Series Book 1) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: James S. A. Corey
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Andererseits wollte Holden nicht auf ein bloßes Bauchgefühl hin Fred und seine Gruppe verraten. Er zögerte und entschied sich für eine Halbwahrheit.
    »Der fiktive Besitzer der Scopuli hatte sich in der Absteige eingemietet«, erklärte er. »Es lag nahe, dass ein Mitglied der Crew auf sich aufmerksam machen wollte.«
    Miller nickte. »Wer hat Ihnen das gesagt?«
    »Das kann ich Ihnen leider nicht verraten. Jedenfalls waren wir überzeugt, dass die Information zutraf«, antwortete Holden. »Die Scopuli war der Köder, den jemand benutzt hat, um die Canterbury zu erledigen. Wir dachten, jemand von der Scopuli könnte wissen, warum uns alle umbringen wollen.«
    »Verdammt.« Miller lehnte sich auf dem Stuhl zurück und starrte die Decke an.
    »Sie haben Julie gesucht und gehofft, wir seien ebenfalls auf der Suche nach ihr und wüssten etwas.« Naomi formulierte es nicht als Frage.
    »Genau«, bestätigte Miller.
    Nun war es an Holden, nach Gründen zu fragen.
    »Die Eltern haben einen Kontrakt nach Ceres geschickt. Wir sollten sie suchen und nach Hause schicken. Es war mein Fall«, erklärte Miller.
    »Demnach arbeiten Sie für die Sicherheitskräfte auf Ceres?«
    »Nicht mehr.«
    »Was tun Sie dann hier?«, wollte Holden wissen.
    »Ihre Familie stand mit irgendetwas in Verbindung«, antwortete Miller. »Ich hasse Geheimniskrämerei.«
    »Woher wussten Sie denn, dass es um mehr ging als um ein vermisstes Mädchen?«
    Wenn er mit Miller sprach, hatte Holden das Gefühl, mit einem Gummimeißel einen Berg aus Granit zu bearbeiten. Miller grinste humorlos.
    »Sie haben mich rausgeworfen, weil ich zu gründlich nachgeforscht habe.«
    Holden beschloss, sich durch Millers nichtssagende Antworten nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. »Dann reden wir mal über das Killerkommando im Hotel.«
    »Ja, ehrlich, was war da überhaupt los, verdammt?« Amos hielt inne. Alex nahm die Hände vom Kopf und blickte zum ersten Mal voller Interesse auf. Sogar Naomi beugte sich vor.
    »Keine Ahnung«, antwortete Miller. »Aber irgendjemand hat gewusst, dass Sie dort auftauchen würden.«
    »Ja, vielen Dank für die ausgezeichnete Polizeiarbeit«, schnaubte Amos. »Darauf wären wir nie von allein gekommen.«
    Holden ignorierte den Ausbruch. »Nur den Grund wussten sie nicht, sonst hätten sie bereits Julies Zimmer aufgesucht und sich angeeignet, was sie haben wollten.«
    »Heißt das, Fred ist kompromittiert?«, fragte Naomi.
    »Fred?«, fragte Miller sofort.
    »Oder jemand anders ist auf die Sache mit Polanski gestoßen, wusste aber die Zimmernummer nicht«, ergänzte Holden.
    »Aber warum haben sie geschossen?«, fragte Amos. »Es war doch sinnlos, uns umzulegen.«
    »Das war ein Fehler«, erklärte Miller. »Ich habe es beobachtet. Amos hat die Waffe gezogen, dann hat jemand überreagiert. Sie haben sofort gerufen, das Feuer einzustellen, aber dann haben Sie zurückgeschossen.«
    Holden zählte es an den Fingern ab.
    »Jemand findet heraus, dass wir nach Eros wollen und dass dies mit der Scopuli zu tun hat. Sie kennen sogar das Hotel, aber nicht die Zimmernummer.«
    »Sie wussten auch nicht, dass es Lionel Polanski ist«, ergänzte Naomi. »Sonst hätten sie genau wie wir am Empfang nachschauen können.«
    »Genau. Also lauern sie uns auf und stellen ein paar Bewaffnete ab, um uns hochzunehmen. Das geht schief, und es entbrennt ein Schusswechsel in der Lobby. Außerdem haben sie nicht mit Ihnen gerechnet, Detective, also sind sie nicht allwissend.«
    »Stimmt«, bestätigte Miller. »Die ganze Sache sieht sehr danach aus, als sei sie in letzter Minute improvisiert worden. Die wollten Sie erwischen und erfahren, was Sie gesucht haben. Hätten sie mehr Zeit gehabt, dann hätten sie das ganze Hotel durchsuchen können. Das hätte zwei oder drei Tage gedauert, aber es wäre machbar gewesen. Allerdings war es einfacher, Sie zu schnappen.«
    Holden nickte. »Ja«, stimmte er zu. »Aber das heißt auch, dass sie bereits Leute hierhatten. Die Angreifer kamen mir nicht so vor wie Einheimische.«
    Miller hielt beunruhigt inne.
    »Da Sie es jetzt aussprechen, mir kamen sie auch nicht so vor.«
    »Wer es auch ist, sie hatten bereits Bewaffnete auf Eros, und sie können die Leute rasch mobilisieren, um uns in kürzester Zeit eine Falle zu stellen«, sagte Holden.
    »Außerdem genießen sie genügend Einfluss bei den Sicherheitskräften, um einen Schusswechsel zu veranstalten, auf den die Cops nicht sofort reagieren«, ergänzte Miller. »Die

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