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Leviathan erwacht - Corey, J: Leviathan erwacht - Leviathan Wakes (The Expanse Series Book 1)

Leviathan erwacht - Corey, J: Leviathan erwacht - Leviathan Wakes (The Expanse Series Book 1)

Titel: Leviathan erwacht - Corey, J: Leviathan erwacht - Leviathan Wakes (The Expanse Series Book 1) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: James S. A. Corey
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müssen wir eben tun, was die Leute uns sagen.«
    Miller wich einen Schritt zurück und hob beide Hände. Er gab sich große Mühe, nicht bedrohlich zu wirken, was Holden sogar noch mehr in Rage versetzte. Hinter ihnen dirigierten die Cops die Leute durch die Korridore zu den Casinos. Elektronisch verstärkte Stimmen hallten durch die Tunnel und übertönten den Lärm der ängstlichen Bürger. Das öffentliche Lautsprechersystem forderte die Menschen immer noch auf, Ruhe zu bewahren und den Anweisungen der Sicherheitsleute zu folgen.
    »Sehen Sie den Schläger da drüben in der Krawallmontur?«, sagte Miller. »Er heißt Gabby Smalls und beaufsichtigt einen Teil der Schutzgelderpresser für die Golden Bough Society auf Ceres. Nebenbei verhökert er ein wenig Rauschgift, und ich nehme an, er hat schon eine ganze Menge Leute durch Luftschleusen geworfen.«
    Holden betrachtete den Kerl. Breite Schultern, dicker Bauch. Nachdem Miller ihn darauf hingewiesen hatte, schien der Mann etwas auszustrahlen, das nicht zu einem Cop passte.
    »Ich kapier’s nicht«, gab Holden zu.
    »Als Sie vor zwei Monaten die Unruhen mit der Behauptung ausgelöst haben, der Mars habe Ihren Wassertransporter vernichtet, fanden wir heraus …«
    »Ich habe nie gesagt …«
    » … fanden wir heraus, dass die meisten Krawallausrüstungen der Polizei auf Ceres verschwunden waren. Einige Monate davor sind ein paar Schläger unserer einheimischen Unterwelt abgetaucht. Ich habe gerade entdeckt, wo sich beides befindet.«
    Miller deutete auf den mit der Krawallmontur ausgerüsteten Gabby Smalls.
    »Wo der Leute hinschickt, würde ich garantiert nicht hingehen. Ganz sicher nicht«, fügte er hinzu.
    Einige Menschen drängten sich vorbei.
    »Wohin dann?«, fragte Naomi.
    »Ich meine, wenn ich die Wahl zwischen Strahlung und Ganoven habe, entscheide ich mich für die Ganoven«, erklärte Alex und nickte Naomi lebhaft zu.
    Miller zückte das Handterminal und hielt es hoch, damit alle es sehen konnten.
    »Ich erkenne keine Strahlenwarnung«, sagte er. »Was da draußen auch passiert ist, die Gefahr betrifft nicht diese Ebene. Nicht im Augenblick. Also beruhigen wir uns am besten und denken nach.«
    Holden kehrte Miller den Rücken und winkte Naomi zu sich. Er zog sie zur Seite und sagte leise: »Ich glaube immer noch, wir sollten zum Schiff zurückkehren und verschwinden. Vielleicht kommen wir irgendwie an den Schlägern vorbei.«
    »Falls keine Strahlungsgefahr besteht, stimme ich zu.« Sie nickte.
    Miller versuchte nicht einmal, die Tatsache zu verbergen, dass er gelauscht hatte. »Ich sehe das anders«, erklärte er. »Dazu müssten wir durch drei Ebenen voller Ganoven mit Krawallausrüstung spazieren. Sie werden uns sagen, wir sollen zu unserem eigenen Schutz in die Casinos gehen. Wenn wir uns weigern, schlagen sie uns bewusstlos und werfen uns hinein. Alles zu unserem eigenen Schutz, wie gesagt.«
    Aus einem Seitengang kam eine Schar von Leuten heraus und strebte der Sicherheit entgegen, die durch Uniformierte und die hellen Lichter der Casinos verkörpert wurde. Holden fiel es schwer, nicht einfach mitzugehen. Ein Mann mit zwei riesigen Koffern prallte gegen Naomi und riss sie beinahe um. Holden fasste sie an der Hand.
    »Was können wir sonst tun?«, fragte er Miller.
    Miller sah sich nach links und rechts um und schätzte den Strom der Leute ab. Dann nickte er in die Richtung einer schwarz und gelb lackierten Luke, die sich in einem schmalen Seitengang befand.
    »Dort«, sagte er. »Dort steht ›Hochspannung‹, was bedeutet, dass die Kerle, die Nachzügler aufsammeln, sich nicht darum kümmern werden. Das ist kein Ort, an dem sich normale Bürger verstecken.«
    »Können Sie die Tür schnell öffnen?«, wollte Holden von Amos wissen.
    »Darf ich sie aufbrechen?«
    »Ja, wenn es nötig ist.«
    »Dann ist das kein Problem.« Amos drängte sich durch die Menschen zur Wartungsluke, zückte sein Vielzweckwerkzeug und öffnete das billige Plastikgehäuse des Lesegeräts. Nachdem er zwei Drähte miteinander verzwirbelt hatte, öffnete sich die Luke mit einem Zischen der Hydraulik.
    »Bitte schön«, sagte Amos. »Das Lesegerät funktioniert jetzt allerdings nicht mehr, deshalb kann jeder herein.«
    »Darüber können wir uns immer noch Sorgen machen, wenn es so weit ist«, erwiderte Miller. Er führte sie in den schwach beleuchteten Durchgang.
    Durch den Wartungstunnel verliefen Stromkabel, die mit Kabelbindern aus Plastik zusammengefasst waren. Man

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