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Leviathan erwacht - Corey, J: Leviathan erwacht - Leviathan Wakes (The Expanse Series Book 1)

Leviathan erwacht - Corey, J: Leviathan erwacht - Leviathan Wakes (The Expanse Series Book 1)

Titel: Leviathan erwacht - Corey, J: Leviathan erwacht - Leviathan Wakes (The Expanse Series Book 1) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: James S. A. Corey
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Heldin.«
    »Das fiele mir im Traum nicht ein, Sir.«
    Holden hockte vor dem Wartungsschacht im Gang und sah zu, wie die als Polizisten verkleideten Gangster von Ceres die Bürger von Eros in kleinen Gruppen wegführten. Die Lautsprecher verkündeten immer noch, es gebe möglicherweise eine Strahlungsgefahr, und die Bürger und Gäste auf Eros sollten rückhaltlos mit den Einsatzkräften zusammenarbeiten. Holden hatte bereits eine Gruppe ausgewählt, der er folgen wollte, als Miller ihm eine Hand auf die Schulter legte.
    »Warten Sie«, sagte er. »Ich muss anrufen.«
    Er wählte rasch eine Nummer auf dem Handterminal, doch nach ein paar Augenblicken erklärte ihm eine graue Anzeige, dass kein Netz zur Verfügung stand.
    »Geht das Telefon nicht?«, fragte Holden.
    »Das würde ich auch gleich als Erstes abschalten«, erwiderte Miller.
    »Verstehe«, sagte Holden, auch wenn er es nicht begriff.
    »Also sind wir wohl auf uns selbst gestellt«, fuhr Miller fort, nahm das Magazin aus der Waffe und füllte es mit Patronen, die er aus der Jackentasche fischte.
    Obwohl sein Bedarf an Feuergefechten für den Rest seines Lebens gestillt war, zog auch Holden die Waffe und überprüfte sie. Dies hatte er jedoch direkt nach der Schießerei im Hotel schon einmal getan. Das Magazin war voll. Er setzte es wieder ein und schob sich die Waffe in den Hosenbund. Miller steckte seine gar nicht erst weg, sondern hielt sie dicht am Bein, wo die Jacke sie halb verdeckte.
    Es war nicht schwer, den Gruppen durch die Station zu den inneren Abschnitten zu folgen, wo sich die Strahlenschutzräume befanden. Solange sie sich in die gleiche Richtung bewegten wie alle anderen, achtete niemand auf sie. Holden prägte sich die vielen Seitengänge ein, wo Männer in Krawallmontur aufpassten. Der Rückweg würde viel schwieriger werden.
    Schließlich blieb die Gruppe, der sie folgten, vor einer großen Metalltür mit dem alten Warnsymbol für nukleare Strahlung stehen. Holden und Miller gingen hinter einem großen Pflanzenkübel mit Farn und gestutzten Bäumen in Deckung. Von dort aus beobachtete Holden, wie die falschen Cops die Leute in den Schutzraum trieben und mit einer Magnetkarte hinter ihnen die Tür verriegelten. Alle bis auf einen, der vor der Tür Wache hielt, gingen wieder weg.
    Miller flüsterte: »Dann wollen wir ihn mal fragen, ob er uns reinlässt.«
    »Passen Sie auf.« Holden stand auf und ging auf den Wächter zu.
    »He, du Trottel, du sollst im Schutzraum oder im Casino sein, also mach, dass du zu deiner Gruppe kommst.« Der Mann legte die Hand auf den Pistolengriff.
    Holden hob beschwichtigend die Hände, lächelte und ging weiter auf ihn zu. »Tut mir leid, ich habe meine Gruppe verloren. Irgendwann ging alles durcheinander. Ich bin nämlich nicht von hier.«
    Der Wächter deutete mit dem Schlagstock, den er in der linken Hand hielt, den Gang hinunter.
    »Dort entlang, da führt eine Rampe nach unten«, sagte er.
    Miller erschien im schwach beleuchteten Flur wie aus dem Nichts. Er zielte auf den Kopf des Wächters und legte mit hörbarem Klicken den Sicherungshebel um.
    »Wie wäre es, wenn wir uns zu denen gesellen, die schon dort drin sind?«, schlug er vor. »Öffnen Sie.«
    Der Wächter beäugte Miller aus dem Augenwinkel, ohne den Kopf zu drehen. Er ließ den Schlagstock fallen und hob die Hände.
    »Das kann doch nicht Ihr Ernst sein«, entgegnete der falsche Cop.
    »Ich glaube schon«, erklärte Holden ihm. »Sie sollten tun, was er sagt. Er kann sehr unangenehm werden.«
    Miller hielt dem Wächter die Waffe an den Kopf. »Wissen Sie, was damit gemeint war, wenn wir auf der Wache von Hohlköpfen gesprochen haben? Damit sind die Leute gemeint, denen ein Schuss das ganze Gehirn aus dem Schädel geblasen hat. Normalerweise passiert das, wenn man die Waffe ungefähr hier an den Kopf des Opfers hält. Das Gas findet keinen anderen Ausgang und reißt das ganze Gehirn durch die Austrittswunde mit.«
    »Mann, die haben uns gesagt, dass wir die Türen nicht mehr öffnen sollen, sobald sie abgedichtet sind«, erwiderte der Cop. Er sprach so schnell, dass man die Worte kaum voneinander unterscheiden konnte. »Das haben sie uns immer wieder eingeschärft.«
    »Noch einmal frage ich nicht«, sagte Miller. »Das nächste Mal nehme ich die Karte aus der Tasche deiner Leiche.«
    Holden drehte den Wächter zur Tür herum und zog dem Mann die Waffe aus dem Halfter. Er hoffte, Millers Drohungen seien tatsächlich nur Drohungen, und

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