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Leviathan erwacht - Corey, J: Leviathan erwacht - Leviathan Wakes (The Expanse Series Book 1)

Leviathan erwacht - Corey, J: Leviathan erwacht - Leviathan Wakes (The Expanse Series Book 1)

Titel: Leviathan erwacht - Corey, J: Leviathan erwacht - Leviathan Wakes (The Expanse Series Book 1) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: James S. A. Corey
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der Rampe. »Wir müssen weiter abwärts, aber zwischen uns und Naomi stehen eine Menge Wachen, die mit Befremden reagieren dürften, wenn zwei Männer in die falsche Richtung laufen.«
    »Das ist ein Problem«, stimmte Miller zu.
    »Haben Sie eine Idee?«
    Der Detective runzelte die Stirn und starrte den Boden an, der auf Eros anders gestaltet war als auf Ceres. Hier war er mit goldenen Flecken beschichtet.
    »Die Röhrenbahn funktioniert nicht mehr«, überlegte er. »Die letzten Einheiten fahren höchstens noch zum Abstellbahnhof im Casino zurück. Das scheidet also aus.«
    »Doch wieder die Wartungstunnel?«
    »Das kommt nur infrage, wenn wir einen finden, der zwischen den Ebenen verläuft«, sagte Miller. »Es könnte schwierig werden, ist aber wohl immer noch angenehmer, als ein paar Dutzend Ganoven in Rüstungen zu überwältigen. Wie lange haben wir noch, bevor Ihre Freundin startet?«
    Holden blickte auf das Handterminal. Der Strahlenalarm war nach wie vor dunkelrot. Miller fragte sich, wie lange es dauerte, bis das Ding einen Reset durchführte.
    »Etwas mehr als zwei Stunden, das dürfte also kein Problem sein.«
    »Dann lassen Sie uns mal sehen, was wir finden«, sagte Miller.
    Die Korridore in der Nähe der Strahlenschutzräume – die Todesfallen, die Inkubatoren – waren leer. Breite Durchgänge, die dazu gebaut waren, die Ausrüstung aufzunehmen, die Eros in ein von Menschen bewohnbares Gebiet verwandelt hatten. Nur Holdens und Millers Schritte und das Summen der Luftaufbereiter störten die Stille. Miller hatte gar nicht bemerkt, dass die Notfalldurchsagen aufgehört hatten. Das Schweigen fand er fast bedrohlicher als den Lärm.
    Auf Ceres hätte er gewusst, wohin er sich zu wenden hatte und wohin alle Gänge führten, wie man sich unauffällig von einem Schauplatz zum nächsten bewegte. Auf Eros musste er raten, aber das war noch nicht das Schlimmste.
    Ihm dämmerte, dass sie schon viel zu lange unterwegs waren, und noch schlimmer war, dass sie es beide nicht erwähnten. Allerdings gingen sie langsamer als zuvor. Die Erkenntnis lauerte an der Schwelle des Bewusstseins, doch Miller wusste, dass sie beide bereits unter der Strahlenkrankheit litten. Es würde nicht wieder besser werden, nur schlimmer.
    »Also«, sagte Holden schließlich. »Hier muss doch irgendwo ein Wartungsschacht sein.«
    »Wir könnten es auch an der Röhrenbahn versuchen«, sagte Miller. »Die Wagen fahren im Vakuum, aber parallel dazu verlaufen vielleicht Wartungstunnel.«
    »Glauben Sie nicht, dass die ebenfalls gesperrt worden sind?«
    »Gut möglich«, räumte Miller ein.
    »He, ihr zwei da! Was habt ihr hier oben zu suchen?«
    Miller blickte sich über die Schulter um. Zwei Männer in Krawallmontur winkten ihnen drohend. Holden fluchte halblaut. Miller kniff die Augen zusammen.
    Das Problem war, dass diese Leute Amateure waren. Als er abwartete, während die beiden sich näherten, formte sich eine Idee in seinem Hinterkopf. Es kam nicht infrage, sie zu töten und ihnen die Ausrüstung abzunehmen. Es ging nichts über Brandmarken und Blut, um zu verdeutlichen, dass etwas passiert war. Aber …
    »Miller«, sagte Holden warnend.
    »Ja, schon gut«, sagte Miller.
    »Ich sagte, was ihr zwei hier zu suchen habt, verdammt?«, wiederholte einer der beiden Wachleute. »Die Station ist abgeriegelt, alle gehen ins Casino oder in die Strahlenschutzräume.«
    »Wir suchen ja gerade nach dem Weg, äh, nach unten zur Casinoebene.« Holden lächelte harmlos. »Wir sind nicht von hier und …«
    Der Vordere der beiden stieß Holden den Gewehrlauf gegen das Bein. Der Erder taumelte, und Miller jagte dem Mann direkt unter dem Visier einen Schuss in den Hals. Dann drehte er sich zu dem anderen um, der mit offenem Mund gaffte.
    »Du bist Mikey Ko, oder?«, fragte Miller.
    Das Gesicht des Mannes wurde noch bleicher, als es schon war, doch er nickte. Holden stand stöhnend auf.
    »Detective Miller«, sagte Miller. »Ich hab dich vor etwa vier Jahren auf Ceres eingebuchtet. Du hast es in einer Bar ein bisschen übertrieben, ich glaube, sie hieß Tappan’s . Hast du da nicht einem Mädchen einen Billardqueue über den Kopf gezogen?«
    »Oh, Mann.« Der Mann lächelte eingeschüchtert. »Ja, ich erinnere mich an Sie. Wie geht’s denn so?«
    »Gut und schlecht zugleich«, erklärte Miller. »Du weißt ja, wie das ist. Gib dem Erder deine Waffe.«
    Ko blickte zwischen Miller und Holden hin und her, leckte sich die Lippen und schätzte seine

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