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Montags sind die Eichhörnchen traurig: Roman (German Edition)

Montags sind die Eichhörnchen traurig: Roman (German Edition)

Titel: Montags sind die Eichhörnchen traurig: Roman (German Edition) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Katherine Pancol
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verschreckte Jungfrau …«
    Er lächelte über das Bild und bat sie, es weiter auszuführen. Er wollte sehen, wie weit sie sich demütigen würde.
    Sie schwieg, dachte nach, sagte sich, dass Worte nicht genügen würden, und besann sich auf ihre alte Liebeskunst, die die Männer um den Verstand brachte.
    Und verschwand unter den Decken.
    Und der Ton wandelte sich.
    Er weigerte sich nicht mehr, mit ihr zu schlafen, aber er stellte eine Bedingung.
    Sie tauchte wieder auf und hörte zu.
    »Du legst dein Handy weg …«, sagte Gary.
    »Das kannst du nicht von mir verlangen. Das ist Erpressung. Du weißt genau, dass das zu wichtig für mich ist …«
    »Ich kenne dich zu gut, meinst du wohl.«
    Das Thema ihres Disputs verschob sich. Von der potenziellen Liebesnacht hin zum Verbleib des Handys im Bett.
    »Gary«, flehte Hortense und schob ein Knie zwischen seine Oberschenkel.
    »Ich schlafe nicht zu dritt! Und schon gar nicht mit Miss Farland!«
    »Aber …«, protestierte Hortense. »Was, wenn sie anruft, und ich höre es nicht …?«
    »Dann ruft sie eben noch einmal an.«
    »Das kommt nicht infrage!«
    »Dann verlässt du auf der Stelle dieses Zimmer und lässt mich mit Stups und Steppke allein …«
    Er schien es ernst zu meinen. Hortense dachte hastig nach.
    »Ich lege es dorthin, auf den Stuhl …«
    Gary warf einen Blick auf den Stuhl, auf den er seine zusammengeknüllte Jeans, sein T-Shirt und seinen Pullover geworfen hatte. Zu nah, sagte er sich. Dann sehe ich es nachts leuchten und denke die ganze Zeit nur an Miss Farland.
    »Und du schaltest es aus«, fügte er hinzu.
    »Nein.«
    »Dann gehst du.«
    »Ich lege es auf meinen Schreibtisch, ein Stück weiter weg … Da siehst du es nicht mehr.«
    Sie riss Gary den Comic aus den Händen, warf ihn auf den Boden, schmiegte sich an seinen nackten Oberkörper – Schläfst du immer nackt? –, hauchte zarte Küsse auf seine Schultern, seinen Mund, seinen Hals, legte den Kopf auf seinen Bauch …
    »Das Handy … dahin!«, befahl Gary und wies zum Schreibtisch.
    Hortense schimpfte, stand auf, legte das Handy auf den Schreibtisch. Vergewisserte sich, dass der Akku noch reichte, vergewisserte sich, dass es auch wirklich klingeln würde, stellte die Lautstärke höher. Rückte es vorsichtig an die Kante, damit es so nah wie möglich beim Bett lag, und legte sich wieder hin.
    Legte sich dicht neben Gary, schloss die Augen, flüsterte, Oh! Gary! Bitte … Lass uns Frieden schließen. Ich will dich so sehr …
    Ihr Mund glitt über seinen Körper …
    Und er antwortete nicht mehr.
    Es wurde eine Liebesnacht wie eine Sinfonie.
    Sie waren nicht mehr nur ein Mann und eine Frau, die sich liebten, sondern alle Männer und alle Frauen aller Zeiten, der ganzen Welt, die beschlossen hatten, die Lust bis ins Letzte auszukosten. Als hätten sie zu lange gewartet, es sich zu häufig vorgestellt und schenkten einander nun ein Ballett aller Sinne.
    Der Kuss des einen verlangte nach dem Kuss des anderen. Ließ Garys Mund anschwellen, um Hortenses Mund auszufüllen, die ihn ansaugte, ihn schmeckte, einen weiteren Kuss erfand, dann noch einen und noch einen, und Gary, verwundert, wehrlos, neu gestärkt, entzündete mit einem weiteren Kuss ein weiteres Feuer. Ein Reigen kleiner Irrwische, die sie mit sich rissen, sie aushungerten. Betört vergaß Hortense all ihre Listen, ihre Fallen, um die Männer beim Kragen zu packen, und ließ sich von der Leidenschaft verschlingen. Sie flüsterten, sie lächelten, sie schmiegten sich aneinander, verwanden ihre Körper ineinander, sie packten den anderen bei den Haaren, um kurz Luft zu holen, versanken erneut, griffen nach einander, lösten sich voneinander, seufzten, kehrten zu den begehrten Lippen zurück, kosteten sie erneut, lachten bezaubert, gruben ihre Zähne in das zarte Fleisch, bissen, knurrten, bissen wieder und warfen sich nach hinten, um einander herauszufordern und den nächsten Reigen anzugehen. Sie küssten sich nicht nur, sie fachten einander an, schürten das Feuer, warfen einander Flämmchen und Flammen zu, antworteten mit Kanonen, rückten voneinander ab, kehrten zueinander zurück, neigten sich weg, entzogen sich, fanden erneut zueinander. Schweigen und Seufzen, Glut und Küsse, Flammen und Erschauern. Jeder Kuss stand für sich, wie eine einzeln angespielte Note, jeder Kuss öffnete eine Tür zu neuer Sinnenlust.
    Hortense wand sich, verlor den Kopf, verlor den Halt, verlor die Kontrolle, wiederholte unablässig, das ist es also,

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