vorliegenden Studie als „not bankable“.
Mit der Stromkrise im südlichen Afrika ist die Diskussion um den Epupa-Staudamm wieder aufgelebt.
Alternativen
Die folgenden alternativen Möglichkeiten zur Energiegewinnung wurden zunächst kaum in Betracht gezogen:
die in Angola gelegenen und im Bürgerkrieg zerstörten bzw. nie fertig gestellten Gove- und Calueque-Stauseen zu reparieren, um damit die Kapazität des Ruacana-Kraftwerks auszuschöpfen
das durch Bürgerkrieg zerstörte Cabora-Bassa-Wasserkraftwerk in Mosambik wieder herzurichten
in der Wüste einige Hundert Windanlagen aufzubauen, die kaum jemandem schaden würden. Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit beträgt im Süden und an der Küste bei Lüderitz und Walvis Bay 8 m/Sek. In einer Durchführbarkeitsstudie, die über zwei Jahre lief, wurde das Projekt im Februar 1999 gutgeheißen. Ein Windpark aus 16 Windgeneratoren mit Rotoren von 50 m Durchmesser würde voraussichtlich N$50 Mill. kosten und eine Kapazität von 9,5 MW erreichen.
die Sonnenenergie zu nutzen, denn Namibia hat mit die intensivste Sonneneinstrahlung der Welt. Der gesamte derzeitige Stromverbrauch des Landes ließe sich mit nur 6,4 km 2 aufgestellter Sonnenkollektoren decken.
Einzig das Kudu-Gasfeld (s. S. 294 ) vor Lüderitz stellt eine wirkliche Alternative dar und scheint momentan das Rennen gemacht zu haben. Die Regierung hat inzwischen grünes Licht zur Erschließung gegeben, die Finanzierung wird durch NamCor (National Petroleum Corporation of Namibia), Tullow Oil und Itochu gewähr leistet. Das Kudu-Gasfeld liegt etwa 150 km vor der südlichen Küste Namibias unter dem Meeresboden. Studien zufolge sind die Gasvorkommen groß genug, um ein Kraftwerk mit einer Produktion von etwa 800 MW über einen Zeitraum von 25 Jahren zu betreiben. Die Gesamtkosten für die Erschließung und Nutzung des Kudu-Gasfeldes werden auf N$2,5–3 Mrd. geschätzt, also die Hälfte der Kosten für den Stausee.
Das Ringen um Epupa
Die Argumentation der namibischen wie auch die Zurückhaltung der angolanischen Regierung lassen sich nur aus der Vorgeschichte der beiden Länder am Kunene erklären. Nachdem bereits 1886 Portugal und Deutschland ein erstes Grenzabkommen unterzeichnet hatten, wurde 1926 ein zweites Abkommen zwischen Portugal und der Südafrikanischen Union (Mandatsträger von Südwestafrika) abgeschlossen, das die Flussmitte als Grenze festlegte, was dem Kunene nunmehr den Status eines Grenzflusses verlieh. Wenige Monate später wurden erste Pläne zur gemeinsamen Wassernutzung zur Stromerzeugung und Bewässerung entwickelt.
1964 gab es einen zweiten und 1969 einen dritten Vertrag, in dem der Bau des Calueque und Gove Dams sowie des Ruacana-Kraftwerks beschlossen wurde. Nach dem Ausbruch des Bürgerkrieges in Angola 1975 wurde Calueque auf Eis gelegt und der gerade fertig gestellte Gove Dam wenig später beschädigt. Ruacana ging 1978 zwar ans Netz, kann jedoch aufgrund der defekten Stauseen nur bei Hochwasser Strom produzieren.
Nach langwierigen Verhandlungen wurde 1998 als erster Schritt zur Reaktivierung des für beide Seiten wichtigen Kunene-Beckens die Minenräumung des 11 km langen Kanals zwischen Calueque und Ruacana beschlossen. Die Finanzierung des Projektes übernahmen zu gleichen Teilen die EU und NamWater.
Van Zyl’s Pass Campsite , NACOBTA angeschlossen,061-250558,222647,
[email protected], www.nacobta.com.na , 20 km vor dem van Zyl’s Pass, beim Dorf Otjitanda. Von der Otjitanda Conservancy geführter Campingplatz. 3 große Plätze mit DU/WC, Grillplätze und Küchenzeile. Ca. N$70 p. P.
Marienfluss
Unten angekommen, ist man im Marienfluss, einer der schönsten Gegenden Namibias. Nach der Mühsal des Passes wird man hier mit leichten Sandpads durch sanft hügelige Landschaft aus rotem Sand und gelbem Gras, begrenzt von hohen Bergen (von denen man gerade runtergekommen ist), belohnt. Der Name Marien
fluss
ist irreführend, denn es handelt sich hier nicht um einen Fluss oder ein Rivier, das zu einem Fluss anschwellen könnte, sondern um ein lang gezogenes, breites Tal zwischen zwei Bergketten. Den Hinweisschildern, die darum bitten, kein Feuer zu machen, nicht zu campen und nicht von den Wegen abzuweichen, sollte Folge geleistet werden.
Fährt man durch den Marienfluss nach Norden, kommt man wieder beim Kunene an. Hier leben die Himba seit Jahrhunderten. Die einmalige Graslandschaft des Marienflusses weicht am Ufer des Kunene leider der Ödnis, verursacht durch