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Olympos

Titel: Olympos Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Dan Simmons
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General Beh bin Adee. Der Geda n ke scheint das große, dunkle, humanoide Soldatenwesen nicht im Geringsten zu beunruhigen.
    »Nicht, wenn ihr mir helft.«
    Die Moravecs scheinen erneut lautlos miteinander zu kommun i zieren. Ich sehe, wie einer der Holo-Fenster-Monitore auf der a n deren Seite der Brücke auf Odysseus und die exotische Frau g e schaltet wird, die es immer noch wie die Karnickel tre i ben. Die Frau ist jetzt oben, und sie ist noch schöner und bege h renswerter, als ich auf den ersten Blick geglaubt habe. Ich ko n zentriere mich darauf, vor diesen Moravecs keine Erektion zu bekommen. Wenn sie es bemerken – und sie bemerken meist eine ganze Menge, was uns Menschen betrifft –, könnten sie es falsch ve r stehen.
    »Wir werden Ihnen helfen, wenn wir können«, sagt Asteague/ Che schließlich. »Was wünschen Sie?«
    »Ich muss an einen anderen Ort teleportieren, ohne dass man mich dort sieht«, sage ich und beschreibe ihnen den verlorenen Hades-Helm und mein altes Morpharmband.
    »Die Morphtechnologie – zumindest ihre Anwendung auf l e bende Organismen – übersteigt unsere technischen Möglichke i ten«, sagt Retrograde … Sinopessen, jetzt weiß ich es wieder. »Sie manipuliert die Realität auf einer Quantenebene, die wir noch nicht vollständig verstehen. Wir sind weit davon entfernt, M a schinen erschaffen zu können, mit denen sich diese Art des Wah r scheinlichkeitskollapses verändern lässt.«
    »Und wir haben keine Ahnung, auf welche Weise der Hades-Helm echte Unsichtbarkeit bewirkt hat«, fügt Cho Li hinzu. »Wenn sein Funktionsprinzip allerdings den anderen Technol o gien der Olympier – oder der Mächte hinter den Olympiern – en t spricht, operiert er wahrscheinlich mit einer kleineren Quante n verschiebung durch die Zeit statt durch den Raum.«
    »Könnt ihr mir so was zurechtbasteln?«, frage ich. Mir ist klar, dass es keinen zwingenden Grund für diese viel beschäftigten Moravecs gibt, irgendetwas für mich zu tun.
    »Nein«, sagt Asteague/Che.
    »Wir könnten ihm etwas aus Chamäleonstoff zurechtschne i dern«, meint General Beh bin Adee.
    »Prima«, sage ich. »Was ist Chamäleonstoff?«
    »Ein aktives Tarnpolymerisat«, sagt der General. »Primitiv, aber effektiv, wenn man sich nicht zu schnell zwischen stark unte r schiedlichen Hintergründen bewegt. Das Marsschiff der Jupiter-Vecs war mit einem ganz ähnlichen Material überzogen, nur dass dieses atmungsaktiver und für Infrarotsensoren u n sichtbar ist. Die Augengläser sind nanozytisch, sodass die Chamäleon-Adaptation nicht unterbrochen wird.«
    »Aber die Götter haben das Marsschiff gesehen und aus der U m laufbahn geschossen«, wende ich ein.
    »Tja, das stimmt … «, sagt General Beh bin Adee. »Das müssen wir in Betracht ziehen.«
    »Was Besseres als diesen Chamäleonstoff habt ihr nicht anzubi e ten?«
    »Kurzfristig leider nicht«, sagt Asteague/Che.
    »Dann nehme ich ihn. Wie lange werden eure Leute … ich me i ne, eure Moravecs … brauchen, um mich mit so einem Chamäl e onanzug auszustatten und mir zu zeigen, wie er fun k tioniert?«
    »In der Sekunde, als wir darüber zu sprechen begannen, habe ich der Abteilung für Umwelttechnik Anweisung gegeben, e i nen solchen Anzug anzufertigen«, sagt der Hauptintegrator. »Ihre Maße hatten wir aufgezeichnet. Das fertige Produkt sollte in sp ä testens drei Minuten hier sein.«
    »Wunderbar«, sage ich und frage mich, ob es das wirklich ist. Wo genau will ich eigentlich hin? Wie kann ich diejenigen, zu d e nen ich will, dazu bewegen, den Griechen bei der Flucht zu he l fen? Wohin könnten die Griechen fliehen? Ihre Familien, Bedien s teten, Freunde und Sklaven sind alle in den blauen Strahl gesaugt worden, der von Delphi emporsteigt. Als könnte ich es kaum e r warten, von hier zu verschwinden, spiele ich an dem goldenen Medaillon herum, das um meinen Hals hängt, und betaste die bewegliche Scheibe, mit der man es aktiviert.
    »Ach, übrigens«, sagt Cho Li, »Ihr Quantenteleportations-Medaillon funktioniert nicht.«
    »Was!?« Ich befreie mich von den Gurten und schwebe an Ort und Stelle. »Was zum Teufel soll das heißen?«
    »Während Ihres ersten Aufenthalts auf dem Schiff haben wir die Scheibe untersucht und festgestellt, dass sie effektiv funkt i onslos ist«, sagt der Navigator.
    »Ihr wollt mich wohl verscheißern. Letztes Mal habt ihr mir noch erzählt, ihr könntet sie nicht reproduzieren, um sie selbst zu verwenden, weil sie auf meine DNA eingestellt

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